Zeichen der Entspannung?

Kovac geht auf Distanz zu giftigem Bayern-Star - dann folgt schlichtendes Kabinen-Gespräch

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Niko Kovac.

Es herrschte dicke Luft an der Säbener Straße! Doch jetzt soll Niko Kovac einen wichtigen Schritt zur Entspannung vollzogen haben.

Update vom 26. Februar 2019: Am Dienstag stand Rafinha erstmals seit seinem Wutausbruch, nach dem Spiel gegen Hertha BSC, wieder mit Niko Kovac auf dem Trainingsplatz. 

Die beiden gingen sich dabei aus dem Weg und würdigten sich kaum eines Blickes, das berichtet die Bild. Nach dem Training soll es aber, nach Informationen des Blattes, ein klärendes Gespräch zwischen den beiden in der Kabine gegeben haben.

Ob Rafinha damit zufrieden ist und ob es in Zukunft mehr Einsätze für ihn gibt, bleibt unklar. Sicher ist hingegen, dass er den Verein am Saisonende verlassen wird. Sein Wunschverein soll sogar einen Spieler verkaufen wollen, um sich Rafinha zu leisten.

Dicke Luft auf der FCB-Bank: Rafinha lästert, Hoeneß giftet zurück

Unser ursprünglicher Artikel vom 24. Februar 2019:

München - Allen voran bei Rafinha, der beim Gang durch die Interviewzone der Allianz Arena aufgrund seines aktuellen Reservistendaseins gegen Niko Kovac schoss. „Wenn du keine Minute bekommst, ist es schwer. Ich mache meine Arbeit und trainiere gut, aber der Trainer zählt nicht auf mich“, so der Brasilianer, der in zwei Wochen gegen Liverpool aufgrund der Gelbsperre von Joshua Kimmich wieder gefragt sein dürfte.

Auf die Frage, ob er denn enttäuscht sei, antwortete der 33-Jährige: „Natürlich! Ich habe unter allen Trainern bei Bayern gespielt. Bei Guardiola, Heynckes, Ancelotti – bei allen!“ Geht es nach Rafinha, liegt seine Bankrolle darin begründet, dass der Südamerikaner unlängst seinen Abschied im Sommer verkündet hat. Rafinha: „Seit ich gesagt habe, dass ich weggehe, spiele ich in der Rückrunde nicht mehr. Ich kenne keinen anderen Grund, denn ich habe nie Theater gemacht hier. Das mache ich auch nicht, aber es ist traurig. Heute wäre ein Spiel gewesen, bei dem ich ein paar Minuten hätte bekommen können.“

Rafinha schmollt - er möchte nicht nur auf der Bank sitzen. 

Video: Rafinha kritisiert Trainer

FC Bayern: Salihamidzic nimmt Rafinha in die Pflicht 

Darauf angesprochen, nahm Hasan Salihamidzic den Verteidiger nach seinem Wutausbruch in die Pflicht. „Ich wäre auch sauer, aber wir sind daran interessiert, zusammenzurücken. In solchen Phasen muss man mal schlucken, den Mund abputzen und gut trainieren. Der Trainer wird es belohnen.“ Präsident Uli Hoeneß ergänzte gestern im Doppelpass: „Wenn wir noch ein paar Topspieler geholt hätten, hätten wir jeden Sonntag noch mehr Diskussionen. Jetzt schimpft schon der Rafinha!“

All das hatte Renato Sanches nicht mitbekommen, da sich der Portugiese nach erneuten 90 Minuten auf der Bank bereits acht Minuten nach Spielschluss vom Acker gemacht hatte. Thomas Müller schon, allerdings wollte der nach seinem Kurzeinsatz über 25 Minuten nichts zu seiner Situation sagen. „Da kommt eh nichts Gescheites dabei heraus“, kommentierte er.

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Über Zoff wurde auch bei Franck Ribéry geschrieben, als der Kovac nach seiner Auswechselung angeblich den Handschlag verweigert haben sollte. Auch Gattin Wahiba schien über den Wechsel in der 58. Minute irritiert und schrieb auf Instagram „unglaublich!!!“, löschte den Post aber umgehend. Als Kovac anschließend auf den angeblichen Zwist angesprochen wurde, wurde der Trainer deutlich. „Das täuscht absolut“, schnaubte der Kroate. „Ich weiß, dass sie immer wieder versuchen, irgendetwas hineinzuinterpretieren, aber Franck ging es nicht gut. Das war der einzige Grund für die Auswechslung.“ Ribéry selbst schrieb bei Instagram: „Nichts zu berichten!“ Waren bis vor Kurzem noch James und Mats Hummels außen vor, sind nun Rafinha, Müller & Co. stinkig. Härtefälle, die Kovac in der Rückrunde noch beschäftigen dürften…

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