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Lahm verrät: Hoeneß war auch Grund für Absage an FC Bayern

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11 05 2013 Fussball 1 Bundesliga 2012 2013 33 Spieltag Die Mannschaft des FC Bayern München feier
Philipp Lahm (l.) hätte als Sportdirektor gerne mehr Einfluss gehabt. Doch das wäre wegen Uli Hoeneß nicht möglich gewesen, glaubt der Kapitän. © imago/MIS

München - Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß war wohl der Hauptgrund für die Absage von Philipp Lahm, ab Sommer beim Rekordmeister die Rolle als Sportdirektor zu übernehmen.

Update vom 30.03.2017: Am 26. Spieltag steigt das bayerische Derby zwischen Rekordmeister FC Bayern München und dem FC Augsburg. Wir verraten, wo Sie das Spiel live im TV und Live-Stream verfolgen können. 

Zwölf Spiele noch. Oder 16, wenn es gut läuft. So sieht die Abschiedstournee von Philipp Lahm bei den Bayern aus. Nach der Saison hängt der Kapitän des FCB, seines Zeichens Weltmeister und Champions-League-Sieger, seine Schuhe an den Nagel. Sportdirektor, wie die meisten vor einigen Monaten noch vermuteten, wird der 33-Jährige nicht. Warum, hat Lahm im Stern verraten. Im Interview sprach er über folgende Themen:

Sportdirektor: Generell kann man Dinge rund um die Mannschaft nur beeinflussen, wenn man die Verantwortung hat. Ich glaube, dass Uli Hoeneß noch zu tatkräftig ist, um loszulassen. Zu jung. Er will die Dinge selbst beeinflussen. Und das ist auch sein gutes Recht, er ist Aufsichtsratsvorsitzender und hat Unglaubliches für den Klub geleistet. Ich sehe das ganz sportlich. Wir hatten verschiedene Vorstellungen von der Position, damit ist das Thema für mich abgehakt.

Karriereende: Tatsächlich habe ich das Gefühl (…), alles ausgereizt zu haben. Sie sehen nicht, wie schwer es mir heute fällt, am Morgen nach dem Spiel aufzustehen. Es dauert inzwischen, bis alle Gelenke wieder frei sind. Tatsächlich kann ich viele Situationen auf dem Feld jetzt noch lösen, aber schon nicht mehr in der Regelmäßigkeit, wie ich das früher getan habe. Oder nehmen wir eine englische Woche, Champions League am Mittwoch, Bundesliga am Samstag. Früher war ich da nach zwei Tagen wieder voll hergestellt. Jetzt habe ich das Gefühl, ich brauche länger.

USA/China: Nach dem Motto: Ich will noch mal eine neue Kultur kennenlernen. Oder noch besser: eine neue Sprache… Schon klar. Das ist doch irreal, was da passiert. Ich hatte auch so schon das Glück, viel Geld zu verdienen. Für mich war es nie ein Thema, noch einmal woandershin zu gehen. Ich bin gern in meinem gewohnten Umfeld. Ich habe meine Familie, meine Freunde hier. Meine Motivation war nie das Finanzielle, ich wollte immer so bezahlt werden, wie ich im Mannschaftsgefüge auch gesehen werde, das war’s.

Umbruch beim FC Bayern: Ich treibe den Umbruch durch mein Karriereende ja selbst voran. Auch Xabi Alonso hört auf, Franck Ribéry und Arjen Robben wird es irgendwann treffen, der Prozess läuft. Ich sehe Manuel Neuer und Thomas Müller als meine natürlichen Nachfolger. Sie übernehmen jetzt schon mehr Verantwortung. Und daneben gibt es auch noch weitere Spieler. Auch David Alaba ist hier groß geworden, Mats Hummels und Jerome Boateng sind gestandene Nationalspieler. Für diese Spieler ist es sogar besser, wenn ich weg bin, weil sie dann noch stärker in ihre Führungsrolle wachsen.

Bayern-Dominanz: Da fehlt es bei den meisten an Qualität, das muss man so deutlich festhalten. Die finanziellen Verhältnisse in der Liga waren in den Jahren, als wir Zweiter oder Vierter geworden sind, nicht so sehr anders. Ich glaube nicht, dass es nur an Bayern München liegt, dass es bei uns so läuft. Wenn wir nach 25 Spieltagen 13 Punkte Vorsprung haben, heißt das, dass sich auch andere gut gestellte Klubs wie Schalke oder Wolfsburg nicht so aufgestellt haben, dass sie konstant gewinnen.

So plant Uli Hoeneß die Bayern-Zukunft

sid

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