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UEFA-Studie: Darum wird Bayern nicht Champions-League-Sieger

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Von: Stefan Matern

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Laut einer Studie der Uefa hat der FC Bayern schlechte Karten für einen CL-Sieg.
Laut einer Studie der Uefa hat der FC Bayern schlechte Karten für einen CL-Sieg. © picture alliance / Peter Kneffel

München - Die UEFA hat, wie im vergangenen Jahr, eine Studie über den künftigen Champions-League-Sieger veröffentlicht. Die schlechte Nachricht für alle FCB-Fans: die Roten werden es nicht.

Am Mittwochabend startet der FC Bayern München mit dem Heimspiel gegen den FC Arsenal in die K.o-Phase der Champions League. Und natürlich wollen die Roten um den CL-Experten Carlo Ancelotti möglichst weit kommen - und am allerliebsten den Titel, wie zuletzt 2013, erneut nach München holen.

Die schlechte Nachricht für alle Fans des deutschen Rekordmeisters: eine Studie der Uefa rechnet den Bayern eher schlechte Chancen auf den Gewinn des Henkelpotts aus. Die noch schlechtere Nachricht: im vergangenen Jahr sagte ebenjene Studie Real Madrid als CL-Sieger voraus und behielt damit recht. Doch wie kommt die Uefa zu diesem Ergebnis? 

Keine Premieren-Sieger:

21 verschiedene Teams gewannen den Titel in den ersten 42 Jahren des Wettbewerbs. Doch in den vergangenen 19 Jahren gab es lediglich einen einzigen Klub, der die Trophäe zum ersten Mal mit nach Hause nehmen durfte. Das war der FC Chelsea, der dem FC Bayern im Jahr 2012 die traumatische Niederlage im „Finale Dahoam“ zufügte. Daher schließt die UEFA diejenigen Vereine, die die Champions League noch nie gewinnen konnten, als mögliche Sieger im Jahr 2017 aus. Das sind der FC Arsenal, AS Monaco und der SSC Neapel. Der FC Bayern bleibt also im Rennen.

Erfahrung zählt:

Auch die Erfahrung der Teams ist in der Studie ein entscheidender Faktor. Und das ist im Besonderen für den amtierenden englischen Meister ein Problem: Leicester City. Noch nie konnte ein Klub den Henkelpott gewinnen, der zum ersten Mal überhaupt an einer Gruppenphase des Wettbewerbs teilnahm. Auch das ist, im Prinzip, eine gute Nachricht für den FC Bayern.

Die Verteidigung: Nicht zu gut, aber auch nicht zu schlecht

Als nächstes Kriterium zieht die UEFA-Studie die Verteidigung der Teams heran. Noch nie, zumindest seit Einführung des aktuellen Turnierformates im Jahr 2003, konnte die Mannschaft mit der besten Verteidigung nach der Gruppenphase den Titel gewinnen. Doch auch zu viele Gegentore sind ein schlechtes Zeichen: Teams, die mehr als acht Gegentore in der Gruppenphase hinnehmen mussten, konnten den Titel ebenfalls noch nie gewinnen. Damit fallen Juventus Turin, Atletico Madrid und Borussia Dortmund aus der Menge der möglichen Sieger. 

Der Gruppensieg - ein entscheidender Faktor

Noch wäre ein CL-Sieg der Bayern mit den bislang herangezogenen Kriterien also möglich. Aber: Zehn der letzten elf CL-Sieger gewannen ihre Gruppe. Die einzige Ausnahme stellte Inter Mailand im Jahr 2010 dar. Und das sind äußerst schlechte Nachrichten für den FC Bayern, der hinter Atletico Madrid lediglich den zweiten Platz in der Gruppe D belegte. Damit fallen neben den Bayern auch Paris Saint-Germain, Benfica Lissabon, Manchester City, Bayer Leverkusen, Real Madrid, FC Porto und der FC Sevilla als mögliche Sieger aus. Der von der Uefa prognostizierte Sieger: FC Barcelona.

Dass der FC Bayern mit dieser Studie nicht d‘accord gehen wird, steht außer Frage. Den ersten Schritt Richtung Finale 2017 in Cardiff wollen die Roten am Mittwochabend gegen den FC Arsenal gehen. Das Spiel des Rekordmeisters in der Allianz Arena können Sie wie gewohnt in unserem Live-Ticker verfolgen. Mit welcher Taktik und mit welchem Personal das Team von Trainer Carlo Ancelotti diese Herausforderung angehen wird, wird sich außerdem vielleicht schon am Dienstagabend zeigen. Die Spieltags-Pressekonferenz der Roten können Sie ab 18 Uhr ebenfalls in unserem Live-Ticker verfolgen.

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