„Ich war erschrocken“

Lemke fordert drastische Maßnahme, die die Bayern-Bosse „vor Wut an die Decke gehen“ ließe

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Bayern-Präsident Uli Hoeneß (l.) und Ex-Werder-Chef Willi Lemke.

Nach der Wut-Pressekonferenz des FC Bayern München: Willi Lemke fordert eine drastische Maßnahme seitens der Medien. Der NDR verspottete zuvor Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge als Diktatoren.

  • Die Bosse des FC Bayern München haben vor einigen Wochen auf einer Pressekonferenz massiv die Medien angegriffen.
  • Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatten sich gegen Teile der Berichterstattung über die Spieler des FC Bayern geärgert.
  • “Die Würde des Menschen ist unantastbar“, betonte Rummenigge auf der Pressekonferenz. Wenige Momente später schimpfte Hoeneß allerdings über den nach Paris verkauften Juan Bernat: „Was er für einen Scheißdreck gespielt hat.“
  • Die Wut-PK wurde in der NDR-Sendung „extra 3“ übel verspottet.
  • Nach Paul Breitner rechnete nun auch Willi Lemke mit den Bayern-Bossen wegen der PK ab.

Update vom 28. November 2018: Medien sollen FC Bayern laut Lemke mal vier Wochen lang ignorieren

Werder Bremens früherer Manager Willi Lemke empfiehlt, den FC Bayern München einige Zeit zu ignorieren. „Die Medien sollten sich untereinander abstimmen und mal vier Wochen nicht über den FC Bayern berichten“, sagte Lemke im Interview der Sport Bild. „Da würden die Verantwortlichen vor Wut an die Decke gehen.“

Hintergrund für die Meinung des 72-Jährigen ist die Medienschelte der Bayern-Bosse im Oktober. „Die Pressekonferenz war skurril. Ich war erschrocken“, sagte Lemke, der zwischen 1981 und 1999 Werder-Manager war und sich in der Zeit erbitterte Auseinandersetzungen mit dem damaligen Bayern-Manager und heutigen Club-Präsidenten Uli Hoeneß lieferte. „Wir alle im Fußball-Geschäft leben doch von den Medien. Und was machen die Bayern? Sie haben sich unmöglich gegenüber den Medien verhalten.“

Lemke glaubt zudem, dass wenn es zu einem Bayern-Boykott durch die Medien kommen würde, es beim Rekordmeister „ein paar Schlauberger“ geben würde, „die würden dann sagen, wir machen alles über unsere Bayern-Kanäle selber. Aber das funktioniert nicht. Die Bundesliga, alle Vereine – auch die Bayern – brauchen die unabhängigen Medien, schon allein wegen ihrer Sponsoren.“

Update vom 25. Oktober 2018:

"Wir werden keine respektlose Berichterstattung mehr akzeptieren", hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß bei der Wut-Pressekonferenz am Freitag angekündigt. Was die Bayern-Bosse wohl von dem Beitrag halten, den das Magazin „Extra 3“ vom NDR, dessen TV-Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt übrigens an Krebs erkrankt ist, am Mittwochabend zeigte?

Moderator Christian Ehring bezeichnete Uli Hoeneß als „Kim Jong Uli“: Eine Anspielung auf Nordkoreas Diktator Kim Jong Un. Damit auch gar kein Missverständnis aufkommt, zeigte das Magazin eine Fotomontage mit dem Kopf von Uli Hoeneß auf den Schultern von Kim Jong Un. Anschließend kündigte der Moderator an: „Ab jetzt endlich mal Nachrichten, wie sie der Führung des FC Bayern gefallen.“ Es folgte ein Clip im Stil des nordkoreanischen Staatsfernsehens, bei dem sogar die berüchtigte TV-Moderatorin Ri Chun-hee synchronisiert wurde, die für ihre giftigen und hasserfüllten Propaganda-Kommentare bekannt ist.

Der NDR hat die FCB-Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge in der Sendung extra 3 als Diktatoren verspottet.

Die Nachrichtensprecherin berichtete über die Pressekonferenz des FC Bayern: „Unsere ruhmreichen Anführer Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge haben sich in ihrer unerschöpflichen Weisheit und Bescheidenheit an den einfältigen Presse-Pöbel dieses Landes gewandt. Nach einem Auszug aus der Wut-PK waren Beifalls-Bilder von einem Parteitag der nordkoreanischen Staatspartei zu sehen. Dazu erklärte die Nachrichtensprecherin: „Die anwesenden Journalisten stimmten unserem geliebten Präsidenten Hoeneß uneingeschränkt zu.  Ab sofort gilt: Die einzig seriöse Berichterstattung über den FC Bayern macht der FC Bayern selbst.“

Weitere Sprüche aus dem Propaganda-Clip:

  • „Der edle Herr Rummenigge hat außerdem niemals Uhren geschmuggelt. Er hat nur zufällig seinen Koffer mit dem eines schweizer Uhrenhändlers vertauscht.“
  • „Auch der erhabene Präsident aller Präsidenten, Uli Hoeneß, hat in Wahrheit nie im Gefängnis gesessen. Vielmehr wurde das Gefängnis versehentlich um sein Haus am Tegernsee herum gebaut.“
  • „Darüber hinaus gilt das erste Gebot der Fußball-Bibel: ‚Mir san mir - und ihr seid nix!‘ Jeder der diese Wahrheit nicht anerkennt, wird auf bayerische Art ausgepeitscht und mit Weißwürsten an den Schuhen in der Isar versenkt.“   

Auch wenn sich die Bayern-Bosse über diesen Clip ärgern mögen: Bei „Extra 3“ handelt es sich um ein Satiremagazin. Da dürfte es nicht viel bringen, rechtlich gegen die Macher der Sendung vorzugehen. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr hatte die damalige AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel vergeblich versucht, eine Unterlassungserklärung gegen die Sendung zu erwirken, nachdem sie in „extra 3“ als „Nazi-Schlampe“ bezeichnet worden war.  

Hier sehen Sie den NDR-Clip über den FC Bayern München:

Video: NDR verspottet FC Bayern nach Pressekonferenz

Update vom 22.10.2018, 22.13 Uhr: Paul Breitner rechnet mit Hoeneß bei „Blickpunkt Sport“ (BR) ab

Sie teilten sich einst ein Zimmer, doch allerbeste Freunde waren sie zuletzt wohl schon nicht mehr: Paul Breitner und FC Bayerns Präsident Uli Hoeneß. Bei „Blickpunkt Sport“ im BR griff Breitner Hoeneß nun an: „Was den Uli angeht: Ich verstehe vieles nicht, was dort passiert ist. Karl-Heinz kommt vorbereitet da rein, bringt das Grundgesetz vor, und 10 Minuten später tritt der neben ihm dieses Grundgesetz – und das schon seit einem halben Jahr – mit Füßen.“ Zu Hoeneß Tiraden gegen Juan Bernat meinte Breitner: “Wo ist da der Respekt? Ich muss Respekt, Achtung vor den Menschen, Höflichkeit und Fairness vorleben - dann kommt auch einer zurück.“

Über Hoeneß sagte Breitner noch weiter, wenig schmeichelhafte Dinge: „Es geht ihm immer um die Familie. Die FC Bayern-Familie. Und dann müssen die Kinder heute sagen: Für den Papa müssen wir uns jetzt mal gewaltig schämen.“

Generell kann er nach eigenem Bekunden nicht verstehen, was Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic zu dieser Pressekonferenz bewog. Breitner sagte im „Blickpunkt Sport“: “Ich konnte mir in den 48 Jahren, in denen ich mit dem FC Bayern lebe, nicht vorstellen, dass sich dieser Verein diese Blöße gibt und diese Schwäche zeigt.“ Im Hinblick auf die Bayern-Bosse meinte er auch:  "Mit diesem Auftritt haben sie die Arbeit kaputt gemacht, die der Verein in den letzten Jahren gemacht hat, um aus dem Arroganz-Image heraus zukommen."

Breitner war zuletzt als Berater, Chefscout, dann als Markenbotschafter beim FC Bayern München tätig. Im März 2017 gab er seinen Posten auf.

Paul Breitners Abrechnung mit Uli Hoeneß können Sie im Stream auf der Seite des BR sehen.

Update vom 22.10.2018, 19.00 Uhr: So reagierten die Bayern-Stars auf die Attacke von Hoeneß und Rummenigge

Ein bisschen Copy & Paste muss sein: Wie die Bild-Zeitung berichtet, kam die Attacke der Bayern-Bosse nicht bei allen angesprochenen Führungsspieler (Neuer, Boateng, Hummels, Müller, Robben und Ribéry) an. „Teils empfanden sie als unnötig und zusätzlichen Druck. Sie wollen selbst für sich sprechen, vor allem mit Leistung“, heißt es in dem Bericht. Thomas Müller erklärte: „Untereinander haben wir darüber geredet. Jeder hat da seine individuelle Meinung, aber die bringt uns nicht immer weiter.“ Manuel Neuer hatte bereits im ZDF von einem „guten Zeichen“ für sich persönlich gesprochen.

Rummenigge und Hoeneß in Wolfsburg.

FC Bayern: Das waren die News zur Wut-Pressekonferenz von Hoeneß und Rummenigge

+++ Einer, der es auch dicke abbekam in der Pressekonferenz des FC Bayern, war Juan Bernat. Nun hat sich dessen Berater zu der Attacke geäußert.

+++ Matthias Sammer, früherer Sportvorstand beim FC Bayern München, hat einen angemesseneren Umgang in der Zusammenarbeit zwischen Medien und Fußballclubs angemahnt. „Geht wieder respektvoller miteinander um“, sagte Sammer in seiner Funktion als TV-Experte beim Sender Eurosport. Es dürfe in Krisensituationen „nicht immer so schnell um einzelne Personen gehen. Das ist eine Tendenz, die kritisiere ich in aller Deutlichkeit“, sagte der 51-Jährige am Freitagabend. Mehr hier.

Lesen Sie auch den tz-Kommentar: „Von Doppelmoral durchzogen“: Diese Jammer-PK ging nach hinten los

+++ Der Deutsche Journalisten-Verband rief dazu auf, nicht vor den Bayern-Bossen zu kuschen. „Wie Journalisten über den Fußballclub, die Spiele und die Verantwortlichen des Vereins berichten, lassen wir uns nicht von der Chefetage des Vereins vorschreiben“, sagte DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall. Bleibt die Frage: Was wollten die Bayern-Bosse mit ihrer Schelte bezwecken?

+++ Wie User im Internet auf die PK des FC Bayern reagiert haben, lesen Sie hier.

+++ Eine Zusammenfassung der Äußerungen der Bayern Bosse inklusive eines Videos der kompletten der Pressekonferenz finden Sie hier. +++

FC Bayern: Rundumschlag von Hoeneß und Rummenigge gegen Medien und Experten

12.34 Uhr: Die Pressekonferenz wird beendet, bevor es in ein intensiveres Gespräch zwischen den FCB-Bossen und den Medienvertretern gehen konnte. Was für ein Rundumschlag der roten Chefetage ...

12.32 Uhr: Hoeneß: „Ist es okay, dass wenn ich mir in Ruhe ein Training ansehe, zu behaupten, dass ich ihn beobachte? Das ist ein Witz!“

12.30 Uhr: Rummenigge: „Es wird im Moment ein bisschen der Eindruck vermittelt, man wolle uns ein Stück weit herunterziehen. Was mich am Meisten aufregt: Es wird nur noch gedealt zwischen Verlagen und Beratern. Das ist das größte Problem in der Medienlandschaft, das ist eine Unart. Ich bin froh, dass ich in der Zeit noch nicht gelebt habe.“ Und weiter: „Es werden kontinuierlich falsche Fakten verkauft. Eben von gewissen Verlagen, ich will da nicht alle über einen Kamm scheren.“

Hoeneß rudert bei Özil zurück - Rummenigge mit nächster Ansage an Medien

12.29 Uhr: Hoeneß: „Unmittelbar nach dem Spiel ist man emotional aufgeregt.“ Es geht dabei um die wortgewaltigen Äußerungen, die der Präsident gerne mal macht. „Ich wollte bei Mesut Özil mit einer überspitzten Wortwahl das Thema auf den Sport reduzieren.“ Hoeneß hatte gesagt, dass der ehemalige Nationalspieler „seit Jahren einen Dreck gespielt“ habe.

Präsident Uli Hoeneß auf der Pressekonferenz des FC Bayern München.

12.27 Uhr: Rummenigge: „Es sieht so aus, dass wir, wenn despektierliche, respektlose Kritik an unseren Spielern und unserem Trainer geübt wird, uns das nicht mehr gefallen werden.“ Er wolle an die Öffentlichkeit gehen, „wenn ich es für notwendig halte.“

FC Bayern München: Video der Attacke-Pressekonferenz von Hoeneß und Rummenigge

12.24 Uhr: Rummenigge: „Manuel Neuer war ein Jahr verletzt. Natürlich hat er gegen Augsburg oder gegen Holland nicht glücklich ausgesehen. Aber ist das ein Grund, so einen Mann in Schutt und Asche zu legen? Das ist unverschämt!“ Und weiter: „Wir haben bei ihm keine Sorgen!“ Hoeneß ergänzt: „Wir agieren hier familiär. Das Wort Dankbarkeit spielt bei uns eine große Rolle.“ Und weiter: „Wir werden uns von unserer Politik nicht abwenden.“

Hoeneß attackiert Reporter Uli Köhler - dann kriegt es Juan Bernat so richtig ab

12.19 Uhr: „Ich sage Dir mal eins“, so Hoeneß Richtung Sky-Reporter Uli Köhler, der Bernat offenbar mehrmals als „fehlende Alternative“ für die Außenverteidigerposition der Bayern gesehen hatte. „Als wir in Sevilla gespielt haben, war Juan Bernat fast alleine dafür verantwortlich, dass wir aus der Champions Leauge beinahe ausgeschieden sind. Da wurde entschieden, dass er verkauft wird.“ Köhler hatte des Öfteren den Bernat-Transfer in Frage gestellt. Hoeneß zu Köhler: „Da hätte ich gerne deinen Kommentar gehört, was er für einen Scheißdreck gespielt hat.“ Als sich Köhler dazu erklären will, unterbricht ihn Hoeneß und wirft ihm „hanebüchene“ Berichterstattung vor.

12.18 Uhr: „Es kann doch nicht sein, dass nach dem 5. Spieltag die Bundesliga nach Meinung der Medien schon entschieden ist“, so Hoeneß. „14 Tage später soll alles, was bis dahin überragend war, falsch sein. Natürlich sind wir nicht zufrieden und haben schon intern diskutiert. Aber einen Verein führt man nicht, indem man alles infrage stellt.“ 

Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge: Angriff auf n-tv-Reporter

12.16 Uhr: Salihamidzic: „Meine Arbeit wird nicht nach Schlagzeilen bezahlt. Ich muss hier was klar stellen. Mir wurde vorgeworfen, ich würde mich nicht vor Niko Kovac stehen. Warum? Niko ist nicht in Frage gestellt.“ Und weiter: „Die Berichterstattung ist respektlos, das hat unsere Mannschaft nicht verdient.“

12.14 Uhr: Hoeneß über die Berichterstattung über die angeblichen Pfiffe der FCB-Basketball-Fans gegne Kovac: „Das Herangehen der Presse ist eine Frechheit! Wir werden kritisch mit unseren Spielern umgehen, aber wir werden keine respektlose Berichterstattung akzeptieren.“ Angeblich sei versucht worden, Bewegtbilder als Beweis einzukaufen.

12.13 Uhr: Hoeneß: „Der wichtigste Klub in Deutschland muss sich positionieren.“ Wie n-tv und dessen Mitarbeiter versucht hätten, „Jogi Löw abzuschießen“, das stößt Hoeneß auf. „Diesem Mann wurden zehn Jahre lang die Füße geküsst.“

Attacken von Hoeneß und Rummenigge: Schuld für Pleiten beim FC Bayern selbst

12.12 Uhr: Rummenigge: „Wir suchen die Schuld für die Resultate nicht bei den Medien. Man kann nicht erwarten, dass man da gelobt wird, wenn man verliert. Aber es gibt einen Unterschied zwischen fairer und kritischer Berichterstattung. Aber wir wollen faktische Berichterstattung. Wir haben eigene Kanäle, wir werden Ross und Reiter auch in Zukunft nennen.“

Hasan Salihamidzic, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge (v.l.) traten am Freitag überraschend geschlossen vor die Presse.

12.10 Uhr: Rummenigge: „Es ist ein wichtiger Tag heute. Wir teilen Ihnen mit, dass wir uns das nicht mehr gefallen lassen. Sie mögen daran Spaß haben, aber wir werden uns diese herabwürdigende, hämische Berichterstattung nicht mehr bieten lassen.“ Rummenigge spricht von rechtlichen SChritten vor allem gegen den Springer-Konzern. „Der Höhepunkt ist die falsche Darstellung übe die Kreuzbandoperartion von Tolisso oder der Einschätzung des Spielers Sancho des BVB. Bei den Herren werden wir genauer hinschauen. Mit dem heutigen Tag werden wir unsere Spieler, unseren Trainer und den Klub schützen.“

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12.08 Uhr: „Wir haben beim FC Bayern sechs Jahre eine Dauerparty feiern dürfen“, stellt Rummenigge klar. „Mehr kann man als Klub nicht gewinnen. Bitte nicht vergessen, Deutschland ist 2014 mit und Dank vieler Spieler des FC Bayern Weltmeister geworden. Vor drei Wochen war die Welt noch in Ordnung, jetzt haben wir vier Spiele erlebt, die uns nicht gefallen haben. Aber das ist kein Grund, einfach mit der Mannschaft in dieser Art und Weise umzugehen.

Hoeneß und Rummenigge attackieren Presse auch wegen Ribery und Robben

12.06 Uhr: Rummenigge: „Das trifft auch auf Franck Ribéry und Aren Robben zu. Sie haben ein Jahrzehnt dazu beigetragen, dass der FC Bayern in der Fußballwelt ein strahlender Stern ist. Da möchte ich daran erinnern, dass beide alles gewonnen haben. Die Altersgrenzen-Debatte ist respektlos und polemisch!“

12.04 Uhr: Rummenigge: „Was ich über Neuer lesen musste, da fehlen mir jegliche Worte. Manuel Neuer ist viermal Welttorhüter des Jahres geworden. Ohne jegliche Übertreibung darf es über das, was Manuel als Torhüter über die letzten Jahre und auch als Spiel kreiert hat, keine zwei Meinungen geben. Oder wenn ich Altherrenfußball lese bei Mats Hummels und Jerome Boateng. Es scheint so, dass man sich über Würde und Anstand nicht mehr im Klaren zu sein scheint. Es geht um Medien und Experten.“

Das war der Grund für die Attacken von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge

12.03 Uhr: Karl-Heinz Rummenigge beginnt: „Der Grund ist einfach erklärt. Wir haben uns am Montag nach dem Holland-Spiel zusammen gesetzt und wir werden es in diesem Stil nicht mehr akzeptieren. Das, was man da gelesen hat, war nur noch eine Abrechnung mit einzelnen Spielern. The Trend is your friend und vor allem mit Spielern des FC Bayern. Im Grundgesetz steht: Die Würde des Menschen ist unantastbar! Wir werden das bei Bayern München nicht mehr akzeptieren.“

12.02 Uhr: Es geht los!

12.00 Uhr: Noch fehlen die FCB-Bosse, wir sind gespannt ...

11.59 Uhr: Noch 60 Sekunden ...

11.53 Uhr: Wir sind dann mal bereit für den Auftritt der Chefetage des FC Bayern. Gibt es neben der erwarteten Rückenstärkung für Chefcoach Kovac von Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic noch weitere Neuigkeiten? Beispielsweise einen spektakulären Sponsoring-Deal? In wenigen Momenten werden wir es erfahren.

11.47 Uhr: Niko Kovac hat sich nicht beirren lassen und sachlich die Fragen der Pressevertreter beantwortet. Er strahlt Ruhe und Zuversicht aus für die kommenden Aufgaben.

Kovac über anstehende PK von Hoeneß, Rummenigge und Brazzo: „Wir lassen uns alle überraschen“

11.30 Uhr: 30 Minuten Kovac-PK sind rum, in weiteren 30 Minuten folgt dann die PK der FCB-Bosse.

11.28 Uhr: Kovac über die mögliche Aufstellung gegen Wolfsburg: „Alle, die hier im Kader sind, haben die Berechtigung zu spielen. Wir schauen uns das an, ob der ein oder andere zu müde ist, dann geben wir ihm eine Pause. Ich wünsche mir, dass wir für morgen den Schlüssel für die richtige Aufstellung finden.“

11.27 Uhr: Ist die Krise Kopfsache? „Wir reden wirklich sehr viel mit den Spielern, auch Brazzo oder mein Bruder. Wir horchen da rein, ob es Probleme gibt. Wir versuchen die Sachen aus dem Weg zu räumen und den Spielern positiv zuzureden.“

Pressekonferenz des FC Bayern: Kovac attestiert Team harte Arbeit

11.25 Uhr: Kovac über die vier sieglosen Spiele in Folge und wo man ansetzen kann: „Die Hoffnung generiert sich in der Arbeit. Wir arbeiten wirklich sehr fleißig und jeder einzelne ist mit Engagement dabei. Wenn der FC Bayern keinen Erfolg hat, ist das ein Weltwunder. Aber wir können jetzt nicht darüber nachdenken, was war. Das müssen wir ausblenden. Das Jetzt und Morgen können wir beeinflussen.“

11.23 Uhr: Kovac über den generellen Kader des FC Bayern: „Wir müssen darüber diskutieren, was und wen wir jetzt haben. Es kam einfach Pech hinzu. Wir versuchen das Beste daraus zu machen.“

11.22 Uhr: Kovac über den Kader für das Wolfsburg-Spiel: „Alle sind wohlauf, James ist aber sehr spät gekommen. Er ist noch etwas müde, aber ich denke, wir kriegen das hin.“

11.19 Uhr: Kovac betont: „Es bringt nichts, in der Kürze der Zeit etwas komplett Neues zu machen. Das wäre blinder Aktionismus und das werden Sie bei mir nicht finden.“ Und weiter: „Wir müssen versuchen, den Bock umzustoßen, man kann Fußball nicht so richtig erklären. Es gibt Phasen, da landet der ball nicht im Tor. Und dann landet er im Tor - und man weiß nicht, warum. Wir müssen unsere Fehler minimieren.“

11.17 Uhr: Kovac über die Leistungen seines Teams in den letzten Spielen: „Es gibt überall Statistiken, da werden Sie sehen, dass wir den Gegner immer überlegen waren. Es ist nicht alles so schwarz, wie es gemalt wird. Ich habe auch zu Beginn nicht alles so rosig gesehen. Es ist eben so: Zwischen Schwarz und Weiß gibt es nichts. Es wird immer gesagt, wir sind hier beim FC Bayern - aber auch hier gelten die Regeln das Fußballs.“

Pressekonferenz des FC Bayern: „Das Leben besteht aus Misserfolg und Erfolg“

11.15 Uhr: Kovac über seine ausweichende Antwort nach dem Kader nach der FCB-Pleite gegen Gladbach: „Wir haben 19 gesunde Feldspieler gehabt nach der Vorbereitung. Man kann nicht davon ausgehen, dass man dann drei Spieler verletzungsbedingt verliert. Wir sind von dem Kader überzeugt.“

11.14 Uhr: Kovac stört sich nicht daran, dass einige Bayern-Spieler eigene Physiotherapeuten oder Betreuer haben, betont aber: „Wir haben Top-Leute hier.“

11.13 Uhr: „Wenn der Erfolg ausbleibt, versuche ich noch mehr zu arbeiten. Vielleicht habe ich deshalb keine Zeit gefunden, mich zu rasieren“, scherzt Kovac.

11.12 Uhr: Kovac über die Umsetzung seines Systems bei Bayern: „Die Kalibrierung ist da, aber es fehlt das letzte Quäntchen.“ Kovac erklärt, dass er die Berichterstattung über seine Position nicht verfolgt hat, er habe nichts gelesen.

11.09 Uhr: Kovac über die Rotation im Team: „Wir müssen mal hinter das Wort Rotation einen Punkt setzten. Schauen Sie sich mal die anderen Teams an, die international spielen - alle rotieren! Es geht nicht fünf, sechs Wochen lang hintereinander zu spielen. Das geht nicht!“ Wer das Gegenteil behauptet, habe laut Kovac keine Ahnung.

11.07 Uhr: Kovac: „Das Leben besteht aus Misserfolg und Erfolg. Ich kann versichern, dass wir richtig gut trainiert haben. Jeder möchte unbedingt spielen und gewinnen.“ Der Coach beteuert, dass „jeder Spieler wollte“, manchmal die Leistung nicht auf den Platz gebracht hat - vor allem gegen Ajax Amsterdam.

11.04 Uhr: Kovac über die anstehende Überraschungs-PK der Bayern-Bosse: „Ich schlage folgendes vor: Wir lassen uns alle überraschen! Mit der Interpretation, da gibt es verschiedene. Das ist wie in der Schule, wenn du eine Arbeit schreibst. Entweder triffst du das Thema oder nicht, mit Absicht oder nicht.“

11.03 Uhr: Wie ist die Stimmung im Team, auch nach der Länderspielpause? „Fakt ist, dass die Ergebnisse nicht stimmen“, so Kovac. „In den ersten Spielen war die Anzahl der Torchancen gleich hoch wie in den letzten vier.“ Das Problem: Sie werden nicht genutzt. „Die Stimmung ist positiv. Wir wollen und müssen auch positiv sein. Die Leidenschaft ist da.“ Er betont: „Es waren gute Ansätze, aber da Ball wollte nicht ins Tor. Wir weren nicht alles hinterfragen und alles auf links drehen. Wir brauchen das Quäntchen Glück.“

11.01 Uhr: Kovac erwartet ein „schwieriges und intensives Spiel“ gegen Wolfsburg.

11.00 Uhr: Wir sind bereit - und Niko Kovac ist pünktlich da! Legen wir los!

Video: Wenn der FC Bayern nicht die Kurve kriegt

Überraschende Pressekonferenz der Bayern-Bosse: Fans spekulieren über Anlass

10.52 Uhr: Bayern-PK, Teil 1 mit Niko Kovac - in wenigen Minuten geht es los!

10.29 Uhr: Unter den Fans auf unserer Facebook-Seite FC Bayern News wird bereits spekuliert, um was es heute gehen könnte - von einem spektakulären Sponsoren-Deal mit BMW (Gerüchte gab es bereits) über die Verpflichtung von Arsène Wenger bis zu einem Rücktritt einer der Bosse ist so ziemlich alles dabei.

10.15 Uhr: Was könnte das Thema des Pressetalks sein? Fakt ist: Dadurch, dass Kovac bereits um 11 Uhr selbst spricht, wird es keine negativen Entscheidungen gegen den Trainer geben. Viel wahrscheinlicher ist, dass sich die Bayern-Bosse demonstrativ vor ihn stellen und ihm den Rücken stärken. Allerdings wäre es auf jeden Fall bemerkenswert, dass dies dann in dieser Form geschieht.

9.30 Uhr: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Live-Ticker von den beiden Pressekonferenzen des FC Bayern am Freitag! Zunächst erwarten wir um 11.00 Uhr Cheftrainer Niko Kovac auf dem Podium, der sich zum anstehenden Gastspiel der Roten beim VfL Wolfsburg (wir berichten am Samstag ebenfalls im Live-Ticker) äußern wird. Eine Stunde später werden die Vereinsbosse Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic geschlossen vor die Medienvertreter treten, der Grund hierfür ist allerdings noch unklar. Am wahrscheinlichst erscheint die gemeinsame und öffentliche Stärkung von Kovac, der zuletzt in Folge der Ergebniskrise des FC Bayern in die Kritik geraten war.

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FC Bayern kündigt überraschende PK an: Was wollen uns die Bosse des FC Bayern sagen?

München - In dieser Konstellation hat die Bayern-Führung schon lange nicht mehr öffentlich Platz genommen! Am Freitag findet ab 12 Uhr an der Säbener Straße ein Pressetalk mit Präsident Uli Hoeneß, Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic statt. Darüber informierte der FC Bayern Donnerstag Abend um 17.34 Uhr. Zur Erinnerung: Das letzte Mal, als das Trio in dieser Konstellation eine Pressekonferenz bestritt, wurde Jupp Heynckes als Nachfolger von Carlo Ancelotti vorgestellt. Das war im Oktober 2017. 

Pressetalk am Freitag: Was wollen uns die Bosse damit sagen?

Man darf also gespannt sein. Die entscheidende Frage: Was wollen uns die Bosse damit sagen? Die tz erfuhr, dass sich Hoeneß, Rummenigge und Salihamidzic heute zu dritt geschlossen hinter Trainer Niko Kovac stellen wollen, um ihm so öffentlich den Rücken zu stärken. Triple-Schwur für Kovac! Nach vier sieglosen Spielen in Folge und Tabellenplatz sechs in der Liga steht herrscht innerhalb der Mannschaft Unzufriedenheit. Unter anderem wird aus Spielerkreisen die starke Rotation und das mangelnde Offensiv-Konzept kritisiert. 

Vor allem nach der 0:3-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach vor der Länderspielpause saß der Frust bei den Münchnern tief. „Das ist nicht Bayern, das ist zu wenig“, lautete die Knallhart-Kritik von Kapitän Manuel Neuer nach dem Gladbach-Spiel, während Kovac selbst erklärte: „Ich gehe davon aus, dass der Klub mir vertraut. Aber ich bin nicht derjenige, der letzten Endes diese Frage beantworten kann.“ Unmittelbar nach der Pleite stärkte keiner der Bosse Kovac den Rücken. 

Lesen Sie auch: Friedhelm Funkel über FCB-Krise: „Das ist respektlos von den Spielern“

FC Bayern München: Stärken Rummenigge, Hoeneß und Salihamidzic Niko Kovac den Rücken?

Das tat kurze Zeit später dann aber Uli Hoeneß. Er ließ erst via SZ verkünden, er stehe „wie eine Eins“ hinter Kovac, „egal, was in den nächsten Wochen passiert“. Im Kicker legte er dann mit den Worten nach: „Ich werde Niko Kovac bis aufs Blut verteidigen.“ Rummenigge und Salihamidzic schwiegen bisher beharrlich. Vor allem Brazzo musste deswegen Kritik einstecken - unter anderem von Ex-Mitspieler Stefan Effenberg. „Von Brazzo kommt gar nichts. Er ist doch Sportdirektor“, kritisierte Effe. Er wolle „Salihamidzic nichts Böses“, verlange aber, dass er „seinen Mann steht. Ich hätte gesagt, ich muss hier meinen Trainer schützen“. Das wird Brazzo heute tun! 

Am Freitag findet ab 11 Uhr und ab 12 Uhr zwei Pressekonferenzen statt.


Auch interessant - Meldung auf tz.de*: VfL Wolfsburg gegen FC Bayern München live im TV und im Live-Stream

Fakt ist: Wenn sich Hoeneß, Rummenigge und Salihamidzic mit aller Deutlichkeit hinter Kovac stellen, macht das auch bei den Spielern Eindruck. Denn: Stars wie Franck Ribéry klagen den Bossen gerne ihr Leid, wenn sie beispielsweise mit Einsatzzeiten unzufrieden sind. Daran scheiterte bereits Ancelotti nach eigener Aussage: „Wenn man einen Spieler aussortiert, dieser zur Vereinsführung geht und von ihr gestärkt wird, dann verliert man sein Gesicht vor den anderen Spielern.“ Carlo weiter: „Welche Entscheidung man auch trifft: wenn der Verein dich nicht schützt, bist du tot.“ Am Freitag soll’s für Niko Kovac den Schutz der Bosse geben… 

Lesen Sie auch: Wölfe-Coach Labbadia möchte „etwas reißen“ - „Fracksausen“ beim FC Bayern?

Manuel Bonke

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