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Leroy Sané in Bayern-Hierachie nur noch die Nummer sechs? Bankplatz droht – trotz Gnabry-Ausfall

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Von: Christoph Klaucke

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Leroy Sané steht im Schatten der anderen Offensiv-Asse beim FC Bayern. Dem Edeltechniker droht trotz einem möglichen Gnabry-Ausfall ein Bankplatz.

München – Leroy Sané ist in diesen Tagen wahrlich nicht zu beneiden. Trotz hohem Einsatz und verbesserter Körpersprache findet sich der Tempodribbler zu Saisonbeginn beim FC Bayern nur auf der Ersatzbank wieder. Im Offensiv-Ranking von Trainer Julian Nagelsmann ist Sané aktuell nur die Nummer sechs. Im Training am Mittwoch musste der deutsche Nationalspieler den nächsten Nackenschlag einstecken.

Leroy Sané
Geboren: 11. Januar 1996 (Alter 26 Jahre), Essen
Offensives Mittelfeld
Vertrag beim FC Bayern bis: 30.06.2025
Marktwert: 60 Millionen Euro

Leroy Sané im Bayern-Training nur in der B-Elf – trotz Gnabry-Ausfall

Leroy Sané stand beim Trainingsspiel nur in der B-Elf – und das, obwohl Serge Gnabry mit einer Handgelenksverletzung fehlte. Den Platz von Gnabry, nahm nicht etwa Sané ein, sondern Kingsley Coman. Der Franzose fehlte dem FC Bayern München die ersten beiden Bundesliga-Spiele rotgesperrt und ist am kommenden Spieltag beim VfL Bochum wieder einsatzberechtigt. Offenbar hat Coman im Bayern-Training zuletzt einen guten Eindruck hinterlassen und Coach Nagelsmann überzeugt.

Bitter für Sané: In Comans Abwesenheit konnte der 26-Jährige nicht wirklich auf sich aufmerksam machen. Der gebürtige Essener und Ex-Schalker kam bislang nur als Einwechselspieler zum Zug, gegen Wolfsburg immerhin eine Halbzeit – allerdings nur weil Gnabry Adduktorenprobleme plagten. Sané ist in der Rangfolge der Offensiv-Stars hinter Shooting-Star Jamal Musiala, Coman, Gnabry, Sadio Mané und Thomas Müller zurückgefallen und offenbar nur noch die Nummer sechs. Das Problem: Im Nagelsmann-System sind aktuell nur vier Positionen im Angriff zu vergeben.

Sané nur noch die Nummer sechs in Bayern-Hierachie? WM-Nominierung in Gefahr

Sané, der zuletzt von Ex-DFB-Kapitän Michael Ballack kritisiert wurde, muss nun ernsthaft um seine erste WM-Teilnahme zittern, sollte er weiterhin auf wenig Spielzeit kommen. Schon vor der Weltmeisterschaft vor vier Jahren wurde der Offensivkünstler kurzfristig aussortiert. Sané dürfte nun die englischen Wochen mit vielen Spielen innerhalb kurzer Zeit herbeisehnen. Darauf setzen auch die Bayern-Verantwortlichen, die Sanés Bank-Frust keinesfalls unterschätzen.

Leroy Sané sitzt beim FC Bayern zu Saisonbeginn auf der Bank.
Leroy Sané sitzt beim FC Bayern zu Saisonbeginn auf der Bank. © Imago

„Das ist eine Aufgabe, die wir alle haben, natürlich auch das Trainerteam, wie man die alle zufrieden stellt“, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der auf die zwischenmenschlichen Fähigkeiten von Nagelsmann setzt. „Wir werden alle brauchen, wir haben über 50 Spiele hoffentlich. Das ist jetzt nicht einfach, wo keine englischen Wochen sind, wenn man draußen sitzt. Aber ich bin sicher Julian und sein Team werden das gut managen.“

Sané beim FC Bayern nur auf der Bank: Salihamidzic und Kahn zuversichtlich

Derselben Meinung ist Vorstandsboss Oliver Kahn, der Sané ein Stück weit Mut macht. „Wir wussten ja vor der Saison, was auf uns zukommt mit der Belastung, mit der WM-Unterbrechung. Die Spiele kommen dann extrem schnell hintereinander. Da hat man Verletzte, da braucht man einfach so einen Kader“, sagte der 53-Jährige. „Wir werden diese Saison alle Spieler im Kader brauchen – und alle in Topverfassung brauchen.“ Sané muss sich wohl noch weiter in Geduld üben – auch in Bochum? (ck)

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