Doppelpack

Lewy knipst seine Mini-Krise weg

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Traf doppelt: Robert Lewandowski.

München - Nach einer Mini-Krise in der Bundesliga traf Robert Lewandowski in der Champions League am Mittwoch doppelt. Auch Ersatzkeeper Ulreich überzeugte in Zagreb.

Man kann so einen Abend in der Eliteklasse schon sehr unterschiedlich erleben, auch in der Mannschaftssportart Fußball. Und auch, wenn man am Ende gemeinsam gewonnen hat. Sven Ulreich und Robert Lewandowski sind da zwei ganz gute Beispiele. Ulreich kam nach langer Zeit mal wieder im Tor des FC Bayern zum Einsatz, als Ersatz von Manuel Neuer. Und während der Nationalspieler manchmal ewig lange nichts auf sein Tor bekommt und dann plötzlich blitzschnell da sein muss, hatte der Ex-Stuttgarter Glück: Gleich nach sechs Minuten stand ein Za­greb-Spieler in guter Position vor ihm, Ulreich hielt den Ball per Reflex, ohne groß nachdenken zu müssen. Danach war er drin im Spiel.

Eine Aktion zum Reinkommen und zum im Gedächtnis bleiben. Philipp Lahm sagte über Ulreich: „Er hat uns im Spiel gehalten!“ Und Vorstandsboss Rummenigge lobte in seiner Rede: „Er hat es gut gemacht – erstens, er hat gewonnen, zweitens, er hat kein Tor zugelassen. Du hast alles richtig gemacht.“ Ulreich strahlte, er wusste längst: „Ich hatte das Glück, dass zwei, drei Situationen dabei waren, in denen ich mich auszeichnen konnte. Und deswegen freue ich mich, dass ich mich zeigen konnte.“

Ganz anders lief es und hätte es laufen können für den Mann, der auf der anderen Seite des Platzes spielt: Robert Lewandowski. Gleich zu Beginn bekam er die Kugel aussichtsreich serviert, um sie halbwegs kläglich auf den Torwart der Gastgeber zu schießen. Dreimal hintereinander hatte Lewy in der Bundesliga nicht getroffen, für einen Mann mit seiner Qualität schon so etwas wie die Minikrise, die sich fies im Hinterkopf festsetzt. Erst in der zweiten Halbzeit die Erleichterung: Lewandowski traf aus deutlich schwierigerer Position. „Ich freue mich sehr, dass ich zwei Tore geschossen habe und dass wir gewonnen haben. Wir haben alles geschafft, was wir geplant hatten“, sagte der Pole anschließend mit einer gewissen Erleichterung. Nach dem schwachen Einstieg ins Spiel schien er gewusst zu haben, welche Fragen aufgetaucht wären, hätte seine schwache Chancenausbeute zu einem 0:0 geführt. Am Ende hätte der 27-Jährige fast noch den Hattrick geschnürt, setzte die Kugel nach feiner Vorarbeit von Sebastian Rode aber knapp am Kasten vorbei.

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So ist wieder alles im Lot, für ihn wie für Torwart Ulreich. Mit einem Unterschied: Lewandowski wird gleich wieder zeigen können, was er kann. Ulreich muss zurück auf die Bank. Er sagt: „Als Spieler freut man sich immer, wenn man spielen kann. Aber ich stelle mich in den Dienst der Mannschaft – wenn ich gebraucht werde, wenn es bei Manu nicht geht oder etwas sein sollte, bin ich da."

MIC

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