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Polnische Presse ätzt wegen Lewandowski: „Bosse machten sich lächerlich“

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Von: Christoph Klaucke

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Robert Lewandowski ist mit dem FC Barcelona bei seinem Wunschverein gelandet. Die polnische Presse tritt nach dem Transfer-Poker gegen den FC Bayern nach.

München – Der Wechsel von Robert Lewandowski vom FC Bayern zum FC Barcelona war in den vergangenen Wochen das bestimmende Thema in diesem Transfer-Sommer. Zwischen den drei Parteien in diesem Poker flogen Giftpfeile hin und her, die einstige Erfolgsstory zwischen den Bayern und Lewy verkam zur Schlammschlacht.

Der Pole machte seinem Klub öffentlich Vorwürfe und wollte damit einen Transfer nach Spanien erzwingen. Die Bayern blieben aber lange Zeit hart und blockierten den gewünschten Wechsel. Schließlich lenkte der deutsche Rekordmeister bei einer Ablöse von 45 Millionen Euro plus fünf Millionen Boni doch noch ein und erteilte Lewandowski die Freigabe.

Das Wechsel-Theater hallt auch noch mit ein paar Tagen Abstand nach. Während Lewandowski mittlerweile versucht die Wogen zu glätten und die letzte Wochen „vergessen“ will, verschafft sich die polnische Presse Luft und ätzt gegen den FC Bayern. Lewandowski wird in Polen als Volksheld verehrt.

Robert Lewandowski
Geboren: 21. August 1988 (Alter 33 Jahre), Warschau, Polen
Ehepartnerin: Anna Lewandowska (verh. 2013)
Alter Klub: FC Bayern (2014 bis 2022)
Neuer Klub: FC Barcelona

Polnische Presse tritt nach Lewandowski-Transfer gegen FC Bayern nach: „Bosse machen sich lächerlich“

„Zwei Monate lang wurde immer wieder gesagt, dass Robert Lewandowski nirgendwo hingehe, dass er beim FC Bayern München bleiben werde, dass er seinen bis Ende Juni 2023 laufenden Vertrag erfüllen müsse“, fasst das polnische Portal Onet.pl zusammen und übt heftige Kritik an der Vereinsführung. „Robert Lewandowski wollte weg und hat sein Ziel erreicht. Bayern München wollte ihn behalten, aber die Bosse machten sich nur lächerlich.“ Immerhin konnten Oliver Kahn, Hasan Salihamidzic & Co. mit ihrer Taktik die Ablöse in die Höhe treiben.

„In Deutschland wird seit langem ein harter Feldzug gegen unseren Landsmann geführt“, schreibt die große Boulevard-Zeitung Fakt. Fans, Presse und Experten würden Lewandowskis Charakter in Frage stellen. „Ernsthaft? So über den besten ausländischen Spieler in der Geschichte der deutschen Liga sprechen?“, fragt die Zeitung rhetorisch. „Vielleicht ist Lewy der beste Spieler in der gesamten Geschichte der Bundesliga! Fans, die von aufeinanderfolgenden Hassartikeln deutscher Journalisten aufgewühlt wurden, schlossen sich oft selbst dem Angriff auf den polnischen Fußballer an. Sie sagten unter anderem, dass Robert nur ein Söldner war... Das ist verrückt!“

Der Transferpoker zwischen dem FC Bayern und Robert Lewandowski wurde in der polnischen Presse aufmerksam verfolgt.
Der Transferpoker zwischen dem FC Bayern und Robert Lewandowski wurde in der polnischen Presse aufmerksam verfolgt. © Sven Hoppe/dpa

Polnische Medien: „Robert Lewandowski ist und bleibt eine Bayern-Legende“

Doch nicht alle polnischen Medien machen den FC Bayern nieder. „Robert Lewandowski ist und bleibt eine Bayern-Legende. Daran ändert sich weder durch den Transfer nach Barcelona noch durch dessen Begleitumstände etwas“, schreibt etwa TVN 24. Lewandowski selbst erklärte zuletzt, dass er bald nach München zurückkommen möchte um sich angemessen von allen Kollegen und Mitarbeitern zu verabschieden.

Wirft man einen Blick auf Lewandowskis Zeit bei den Bayern war der Pole ein Glücksfall für die Münchner – sowohl sportlich aus auch finanziell. „Lewandowski kam im Sommer 2014 nach München. Die Bayern zahlten keinen einzigen Zloty für ihn, da sein Vertrag bei Borussia Dortmund gerade ausgelaufen war. Schon damals war klar, dass sich der Wechsel für die Bayern lohnen würde, doch was der Pole in ihren Farben geleistet hat, übertraf selbst die Erwartungen der größten Optimisten“, so der Nachrichtensender weiter.

Lewandowski-Spitze gegen FC Bayern bei Barca-Termin

Lewandowski ist mittlerweile bei seinem neuen Klub FC Barcelona in Miami gelandet. Die Katalanen sind in Florida zur Saisonvorbereitung und Marketing-Zwecken unterwegs. Lewandowski konnte es sich bei seinem ersten Auftritt in Barca-Kleidung nicht verkneifen, eine Spitze Richtung FC Bayern zu senden. (ck)

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