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Liu-Leihe nach Österreich? Das plant der FC Bayern mit seinem chinesischen Torwart-Juwel Shaoziyang

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Von: Manuel Bonke

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Er wird der erste Spieler aus China beim FC Bayern München: Liu Shaoziyang.
Er ist der erste Spieler aus China beim FC Bayern München: Liu Shaoziyang. © FC Bayern München

Mit dem Torwart-Talent Liu Shaoziyang hat der FC Bayern München erstmals einen Chinesen verpflichtet, aber spielen darf er aus rechtlichen Gründen nicht. Der FCB hat einen Plan.

München - Die Verpflichtung von Torwart-Juwel Liu Shaoziyang (18) ist gleich auf mehreren Ebenen ein multikultureller Transfer des FC Bayern: Der chinesische Nachwuchs-Keeper kommt vom asiatischen Partner-Verein FC Wuhan Three Towns. Mit Torwartkoordinator Tom Starke (40), seine wichtigste Bezugsperson am Bayern-Campus, verständigt sich Shaoziyang regelmäßig auf Spanisch.

In Sachen europäischer Küche bevorzugt der Nachwuchskeeper allerdings deutsche Kost – Knödel mit Soße. Und seine sportliche Zukunft könnte nächstes Jahr in Österreich liegen. Denn: Nach tz-Informationen planen die Münchner für ihren Nachwuchskeeper ein Leihgeschäft mit dem österreichischen Erstligisten Austria Klagenfurt.

FC Bayern verpflichtet chinesischen Torhüter Liu Shaoziyang - doch spielen darf er nicht

Diese Idee hat folgenden Hintergrund: Shaoziyang trainiert zwar schon seit vergangenen Sommer mit der U 19 des deutschen Rekordmeisters und absolvierte darüber hinaus zahlreiche Extra-Schichten mit Ex-Profi-Torwart-Starke, Spielpraxis konnte er in Europa bisher aber nicht sammeln. Beziehungsweise: Er durfte sie nicht sammeln.

Als nicht EU-Ausländer ist der junge Chinese für die Amateure in der Regionalliga Bayern nicht spielberechtigt. Ausnahmen gibt es unter anderem nur für Staatsbürger aus Ländern wie den USA, Kanada oder Südkorea. Deshalb konnte seinerzeit beispielsweise der Kanadier Alphonso Davies (20) für die Reserve in der Regionalliga auflaufen. Shaoziyang darf das nicht.

FC-Bayern Transfer Liu Shaoziyang: Towart-Juwel soll bei Austria Klagenfurt Spielpraxis sammeln

An dieser Stelle kommt Klagenfurt ins Spiel. Bei der Austria, die vom früheren Löwen-Coach Peter Pacult trainiert wird, würde Shaoziyang erste Spielerfahrungen in Europa sammeln. Die Münchner Nachwuchsleitung um Campus-Chef Jochen Sauer verfolgt bei Shaoziyang einen klaren Karriereplan und wusste von Anfang an, dass sie in Sachen Spielpraxis beim Chinesen kreativ werden muss.

Die Bayern trauen Liu eine Profi-Karriere zu. „Wir haben Liu nun einige Zeit als Gastspieler, und er hat sich ausgesprochen gut entwickelt. Wir sehen in ihm weiteres Potenzial.“ Nun geht es im nächsten Schritt darum, diese vielversprechenden Anlagen im Wettbewerb künftig abzurufen. Vermutlich in Klagenfurt. (bok)

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