„Er hätte es mir sagen können“

Vom Ex-Trainer enttäuscht: Luiz Gustavo tritt gegen Pep Guardiola nach

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Pep Guardiola im Gespräch mit Luis Gustavo.

Luiz Gustavo verließ im Sommer 2013 den FC Bayern. Doch das tat er offenbar nicht ganz aus freien Stücken. Was Pep Guardiola damit zu tun hatte: 

München - Er gewann mit dem FC Bayern im Jahr 2013 die Meisterschaft, den Pokal und die Königsklasse. Doch dann flüchtete Luiz Gustavo - bis dahin ein Anker des Rekordmeisters - plötzlich aus München und wechselte zum VfL Wolfsburg. Aber was trieb den 30-Jährigen, der mittlerweile bei Olympique Marseille spielt, dazu, der Isar-Stadt den Rücken zu kehren? Das verriet er nun im Gespräch mit der französischen L‘Equipe

Sein Wechsel hing nämlich an einer Person: Pep Guardiola. Der Spanier hatte nach der Triple-Saison das Ruder von Jupp Heynckes übernommen - und offenbar überhaupt keine Verwendung mehr für Gustavo. Statt auf den Mittelfeldspieler zu setzen, baute er lieber auf andere Kicker. „Er hatte seine Ideen schon im Kopf, bevor er mich überhaupt kennenlernte“, offenbarte Gustavo nun der Sport-Tageszeitung. 

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Gustavo über Guardiola: „Er hätte es mir sagen können“

Schon damals habe sein Landsmann Filipe Luis immer wieder versucht, ihn zu Atlético Madrid zu locken - denn Luis schien zu ahnen, dass es für Gustavo bald keinen Platz mehr beim Rekordmeister geben würde. „Verstehen konnte ich es nicht, denn ich hatte ja einen Vertrag bei den Bayern und war glücklich dort.“ Doch dann kam Guardiola, der auch noch seinen Wunschspieler Thiago verpflichten durfte - und auf einen Schlag geriet Gustavo ins Hintertreffen. Kurze Zeit später habe ihn sein Agent über die Situation aufgeklärt. „Pep Guardiola hatte nie vor, mit mir zu arbeiten. Am Ende war es zwar egal, aber Guardiola hätte es mir sagen können“, so Gustavo.

Was also tun? Auf der Bayern-Bank versauern? Unter einem Coach trainieren, der dich als Spieler nicht genug wertschätzt? Für Gustavo alles keine Option. Also entschied er sich einen Monat nach der Ankunft Guardiolas an der Säbener Straße für einen Wechsel in die VW-Stadt. „Ich wollte nicht bei einem Klub bleiben, dessen Trainer nicht auf mich zählt.“

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Im Jahr 2017 zog es Gustavo dann nach Südfrankreich, sein Vertrag mit Olympique Marseille läuft noch bis Juni 2021. Und mit l‘OM ist Gustavo gerade voll auf Erfolgskurs: Nicht nur, dass der Klub in der Tabelle der französischen Ligue 1 momentan auf Platz vier liegt. Nach dem „total verrückten“ Triumph über RB Leipzig (0:1 und 5:2) zog Marseille ins Halbfinale der Europa League ein - und dort wartet nun RB Salzburg.

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mes

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