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Mainz-Trainer Svensson wütet nach Niederlage gegen FCB: „Fragt ihr wirklich nicht nach der Elfmeterszene?“

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Von: Patrick Huljina

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Der FC Bayern mühte sich am Samstag zu einem 2:1-Sieg gegen den FSV Mainz 05. Der Trainer der Gäste war auf der PK enttäuscht vom Schiedsrichter – und den Reportern.

München - Bo Svensson, Trainer des 1. FSV Mainz 05, hatte Redebedarf. Auf der Pressekonferenz nach der 1:2-Niederlage beim FC Bayern München hatten alle Reporter ihre Fragen gestellt. Dem Coach der Mainzer fehlte allerdings noch eine, aus seiner Sicht, entscheidende. „Fragt ihr wirklich nicht nach der Elfmeterszene, Männer?“, warf er vorwurfsvoll in den Raum.

Mainz-Trainer Svensson sauer: „Fragt ihr wirklich nicht nach der Elfmeterszene?“

„Ich glaube, wärt ihr Dortmund-Reporter, würdet ihr bestimmt nach der Elfmeterszene fragen“, ergänzte Svensson. Damit spielte er auf die Diskussionen nach dem Topspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vom vergangenen Wochenende an. Der Rekordmeister bekam in der Schlussphase einen Strafstoß zugesprochen, der BVB fühlte sich benachteiligt, hätte gerne selbst mindestens einen Elfmeter bekommen.

Ähnlich erging es den Mainzern an diesem Bundesliga-Spieltag. Was war passiert? In der 19. Spielminute traf FCB-Verteidiger Dayot Upamecano seinen Gegner Jae-Sung Lee im Strafraum am Fuß. Die Pfeife von Schiedsrichter Benjamin Cortus blieb still. Auch der VAR schaltete sich nicht ein – zum völligen Unverständnis von FSV-Trainer Svensson.

Mainz-Coach Svensson schimpft nach strittiger Elfmeterszene: „Das verstehe ich nicht“

„Sehr gute Frage“, sagte der zunächst mit einem ironischen Lächeln im Gesicht, nachdem ihn ein Reporter letztlich doch nach der besagten Szene fragte. „Es ist halt problematisch, finde ich“, fuhr Svensson fort. Er könne verstehen, dass der Schiedsrichter die Szene „im Spiel mit dem Tempo“ als nicht strafstoßwürdig bewertet habe. Allerdings sei der VAR ja genau dafür da, um dann einzugreifen.

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann und Mainz-Trainer Bo Svensson geben sich nach dem Bundesliga-Spiel die Hand.
Mainz-Trainer Bo Svensson (r.) hätte gerne einen Elfmeter für seine Mannschaft bekommen. © Sven Simon / IMAGO

„Wenn wir Leute haben, die das dann nochmal anschauen können und sehen, dass er unten am Fuß getroffen wird – ohne, dass der Gegner an den Ball kommt – und fällt. Dass man dann keinen Elfmeter gibt, ohne dass der Schiri sich das überhaupt anschaut – das verstehe ich nicht“, schimpfte der Trainer der Mainzer allerdings über das fehlende Einschreiten des Video-Assistenten. Man habe mit dem VAR „alle Zeit der Welt“, sich die Szenen nochmals anzusehen.

FC Bayern im Glück: Mainz hadert mit dem Schiedsrichter – „Klarer Elfmeter“

„Es ist keine schwer zu bewertende Szene“, so Svensson. „Es ist ganz klar ein Elfmeter.“ Im Spiel habe er nur deshalb nicht allzu laut protestiert, „weil ich 70 Meter weg war. Hätte ich die Wiederholung gesehen, wie der liebe Schiri im Videoraum, wäre es schwer gewesen für mich, ohne Gelbe Karte rauszukommen“, erklärte der Mainz-Coach.

Kurz nach der strittigen Elfmeterszene gingen die Mainzer zunächst durch einen Kopfballtreffer von Karim Onisiwo (22.) in Führung. Durch die Tore von Kingsley Coman (53.) und Youngster Jamal Musiala (74.) drehten die Bayern das Spiel in der zweiten Halbzeit. Die beiden Torschützen waren die einzigen Stars des Rekordmeisters, die beim knappen 2:1-Sieg überzeugen konnten. (ph)

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