Vorsicht, Bayern!

Mehr als ein Gerücht? Englischer Topklub lockt Pep

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Pep Guardiola (r.) könnte im Sommer Nachfolger von Manuel Pellegrini (l.) bei Manchester City werden.

München - Wer erfolgreich ist, ist begehrt - und wer keinen Erfolg hat, wird geschasst. Dieses Prinzip gilt in der freien Wirtschaft wie im Profifußball. Und könnte dem FC Bayern nun gefährlich werden.

Es gibt beim und am FC Bayern derzeit wenig auszusetzen. Der sportliche Erfolg ist Dauergast, die Finanzen stimmen, die Weichen für die Zukunft sind gestellt und sogar die zahlreichen Verletzten im Laufe der bisherigen Saison wuchsen sich angesichts des äußerst prominent besetzten Luxuskaders nicht wirklich zu einem Problem aus.

Manchester City hat Pep Guardiola auf dem Zettel

Pep Guardiola hat es seit seiner Ankunft im Sommer 2013 geschafft, den Triplesieger taktisch und spielerisch auf eine neue Stufe zu heben - nicht umsonst gilt der Spanier als einer besten Trainer der Welt. Doch Erfolg weckt bekanntlich Begehrlichkeiten - auch und vor allem bei der Konkurrenz. Und so könnte dem FC Bayern nun doch ein wenig Unheil drohen, sollte sich die Meldung bewahrheiten, die die englische Tageszeitung "The Guardian" aufgegriffen hat: Der englische Spitzenverein Manchester City soll die Fühler nach Pep Guardiola ausgestreckt haben.

Möglicherweise muss man dieses Gerücht als Bayern-Fan ernster nehmen als gewünscht. Bereits im vergangenen November war es im "Daily Mirror" aufgetaucht. Doch während man den "Mirror" getrost als Revolverblatt bezeichnen kann, handelt es sich beim "Guardian" um eine englische Tageszeitung, die sich zuletzt in der Überwachungs- und Spionageaffäre mit Hilfe ihres prominenten Informanten Edward Snowden als seriöses Medium erwiesen hat.

Scheitert Pellegrini, soll Guardiola kommen

Um was geht es genau? Klar ist, dass der aktuelle Trainer von Manchester City, Manuel Pellegrini, derzeit schlechte Aktien hat. Der Guardian schreibt, Pellegrini müsse entweder den englischen Meistertitel von 2013 verteidigen oder die Champions League gewinnen, ansonsten werde sich City um Pep Guardiola als neuen Trainer bemühen. Die "Citizens" drohen in der Premier League den Anschluss zu verlieren, Spitzenreiter Chelsea hat bereits fünf Punkte Vorsprung und noch ein Nachholspiel zu absolvieren. In der Champions League sind die Chancen auf ein Weiterkommen äußerst gering, nachdem das Hinspiel im Achtelfinale zuhause gegen den FC Barcelona 1:2 verloren ging.

Pellegrini genießt zwar hohes Ansehen bei Bossen und Spielern, doch angesichts der seit Jahren in den Kader fließenden Scheich-Millionen aus dem Emirat Abu Dhabi könnte ihm eine titellose Saison zum Verhängnis werden. Dem 61-jährigen Chilenen wird mangelnde taktische Flexibilität vorgeworfen, zu oft hält der Spanier an seinem offensiv ausgerichteten 4-4-2-System fest. Ein Jahr vor Auslaufen seines aktuellen Vertrages könnte also für Pellegrini am Ende der Saison Schluss sein bei den "Citizens".

Geben persönliche Verbindungen den Ausschlag?

Und bei der Nachfolge sind die Besten gerade genug. Neben Guardiola soll auch Carlo Ancelotti ein Kandidat sein, schreibt der "Telegraph". Der Italiener gewann im vergangenen Jahr mit Real Madrid die Champions League und gilt als Meister im Umgang mit sensiblen und manchmal etwas schwierigen Stars. Zudem wird in Spanien hinter nicht mehr allzu vorgehaltener Hand bereits über eine vorzeitige Trennung von Real und Ancelotti in diesem Sommer gemunkelt.

Vielleicht gibt aber auch eine enge Bekanntschaft den Ausschlag: die zwischen Txiki Begiristain, Ferran Soriano und Pep Guardiola. Die beiden City-Manager arbeiteten bereits beim FC Barcelona mit Guardiola zusammen, zu Begiristain verbindet Pep zudem eine gute Freundschaft. Beide gewannen sowohl als Spieler (1992 Europapokal der Landesmeister) als auch in der Kombination Trainer-Sportdirektor (2009 Champions League) zwei Mal die europäische Königsklasse. Zusätzlich unterstellt der "Guardian" Guardiola eine schlechte Beziehung zu einigen Führungsfiguren bei den Bayern, namentlich zu Sportvorstand Matthias Sammer. Eine Unterstellung allerdings, die Guardiola und Sammer öffentlich vehement ins Reich der Fabel verweisen würden.

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