Guardiola-Vertrauter

Perarnau zu Pep-Vertrag: "Sind drei Jahre nicht genug?"

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Pep Guardiola und sein künftiger Vertrag: Einer seiner Vertrauten fragt, ob drei Jahre nicht genug sind.

München - In rund einem Monat weiß man, ob Pep Guardiola seinen Vertrag beim FC Bayern verlängert. Einer seiner Vertrauten stellt nun die Frage, ob drei Jahre nicht ausreichen.

Martí Perarnau ist bekannt als der Mann, der Pep Guardiola in seinem ersten Jahr beim FC Bayern begleitete. Anschließend veröffentlichte er ein Buch über die Arbeitsweise des Spaniers und ließ tief hinter die Kulissen des FC Bayern blicken. Seitdem ist er ein begehrter Interview-Partner und vor allem derzeit, da Guardiolas Vertragssituation ungeklärt ist.

Allerdings: Er selbst behauptet, dass er keine Ahnung habe, wie sich der Katalane entscheiden werde. "Ich spreche mit Guardiola nicht darüber. Ich will ihn damit nicht auch noch belasten", sagte Perarnau in einem Gespräch mit der "Neuen Züricher Zeitung". Er stellt sogar die Gegenfrage: "Warum sollte er seinen Vertrag verlängern? Sind drei Jahre nicht genug?"

Klare Anzeichen, dass Pep gehen wird? Soweit lehnt sich Perarnau nicht aus dem Fenster. Denn ein wenig später relativiert der Landsmann von Pep, dass Guardiola seine Aufgabe möglicherweise noch nicht beendet habe. "Guardiolas Mannschaft weiß jetzt zwar, wie sie spielen soll. Doch sie muss das Erlernte nun auch in jeder Situation richtig anwenden", erklärt Perarnau. "Die größte Herausforderung der kommenden Monate ist es, flexibel zu sein." 

Allerdings muss das auch kein Anzeichen sein, dass Guardiola bleiben wird. Die Fähigkeiten könnten die Spieler unter einem neuen Trainer einsetzen und dem Spanier bleiben noch ein paar Monate, um seinen Mannen das Pep-Gen einzuimpfen.

Guardiola wurde von einigen Spielern nicht verstanden

Perarnau verrät in dem Interview auch, warum Guardiola nach dem 5:1-Sieg gegen Arsenal in der Champions League von einem echten "Pep-Team" gesprochen hat. Speziell kurz nach der Ankunft von Guardiola im Sommer 2013 hielten ihn viele Spieler für Superman, für eine Überfigur. Deshalb waren sie nervös im Training und wollten alles richtig machen, berichtet der Journalist und Autor. "Das erschwerte es, eine produktive Arbeitsatmosphäre zu schaffen", sagte Perarnau.

Ein weiteres Problem war, dass einige Spieler nicht verstanden haben, was Guardiola von ihnen wollte. "Die Beziehung zwischen Franck Ribéry und Guardiola war zunächst nicht ganz einfach, was vor allem an der sprachlichen Verständigung lag", erzählt Perarnau.

Mittlerweile verstehen die Spieler ihren Coach auch. Guardiola ist ein Ladenbesitzer, der die Regale mit allen Waren aufgefüllt habe und die Spieler wissen nun, welche Waren sie brauchen, erklärt Perarnau den Reifeprozess. Ob sie auch weiterhin unter seinem Zepter trainieren und einkaufen werden, wird in rund einem Monat geklärt. Aber auch einer der engsten Vertrauten von Guardiola weiß nicht, wohin der Weg des spanischen Star-Coach führt. Eines ist aber, so Perarnau, gewiss: "Neulich sagte er zu mir: "Ich habe in München mehr gelernt, als ich gedacht hätte." Er meinte damit nicht nur den Fußball."

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