„Die Zeichen stehen auf Trennung“

Micho sorgt für Eklat!

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Martin Demichelis will angeblich den FC Bayern verlassen.

München - Martin Demichelis sorgte beim Bundesliga-Auftakt des FC Bayern für einen Eklat: Als er erfuhr, dass er nur Auswechselspieler sein würde, wollte er gar nicht in den Kader. Angeblich will er nun den Verein verlassen.

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Alle waren sie heiß auf dieses Spiel, auch Martin Demichelis. Bis der Argentinier merkte, dass er zwar einen guten Platz in der Allianz Arena ergattern würde – aber eben nur als Zuschauer… Das war zuviel für den stolzen Gaucho, er weigerte sich, auf der Ersatzbank Platz zu nehmen. Der erste Eklat war schon vorm Anpfiff perfekt, auch wenn Bayernboss Karl-Heinz Rumme­nigge das bei Sky natürlich etwas vornehmer ausdrückte: „Der Trainer hat Martin gesagt, dass er mit Daniel van Buyten und Holger Badstuber spielen wird. Daraufhin hat Martin den Trainer gebeten, ihn nicht in den Kader zu berufen.“

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FC Bayern München: Bilder des Spiels gegen den VfL Wolfsburg
Trainer Louis van Gaal will die Bayern auch in dieser Saison wieder ganz oben sehen, räumte aber vor dem Spiel ein, dass eigentlich nur zwei Spieler fit sind. Nämlich Daniel van Buyten und Diego Contento. Alle anderen stecke die WM noch in den Knochen. © dpa/Getty
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Zum Bundesliga-Auftakt brachten diese beiden Mädels die Meisterschale mit aufs Spielfeld. © dpa/Getty
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Bayern - hier Diego Contento am Ball - begann die Partie druckvoll. © dpa/Getty
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Kapitän Mark van Bommel - bekannt als Agressiv-Leader - hatte sogar Zeit für kreative Ideen im Mitelfeld. © dpa/Getty
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So dauerte es bis zur 8. Minute, als WM-Held Thomas Müller sich nach Doppelpass mit Toni Kroos... © dpa/Getty
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... das Leder zurecht legte und abzog. © dpa/Getty
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Der 1:0-Führungstreffer in unwiderstehlicher Müller-Manier. © dpa/Getty
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Da werden Erinnerungen an Südafrika wach. © dpa/Getty
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Franck Ribéry, der auf der linken Seite Druck machte, gratulierte als erster. © dpa/Getty
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Aber es dauerte nicht lange,... © dpa/Getty
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da kamen auch die restlichen Sportkameraden dazu. © dpa/Getty
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Bayerns kollektiver Jubel-Rausch. © dpa/Getty
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Nach der Pause kamen die Wolfsburger, bis dato absolut ungefährlich, wie ausgewechselt aus der Kabine. © dpa/Getty
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Nur kurz konnten sich die Münchner, beispielsweise über Ribéry aus dem Pressing befreien. © dpa/Getty
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Das registrierten auch Bundestrainer Jogi Löw und sein Co-Trainer Hansi Flick. © dpa/Getty
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Mark van Bommel bei einer Flugeinlage. © dpa/Getty
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Ribery spielte über 90 Minuten, was auch Trainer Louis van Gaal erfreute. © dpa/Getty
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Der Franzose sorgte immer wieder für schnelle Vorstöße, ließ aber seine wahre Klasse aber nur selten aufblitzen. © dpa/Getty
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Mark van Bommel kassierte die erste Gelbe Karte in der diesjährigen Bundesliga-Saison. © dpa/Getty
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Und Keeper Jörg Butt musste in der 2. Halbzeit mehrmals gegen gefährliche Wolfsburger klären. © dpa/Getty
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Mario Gomez und Andres Ottl mussten sich das Spielgeschehen von der Bank aus betrachten. Gomez wurde später für Klose eingewechselt. © dpa/Getty
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Dann fiel der Ausgleich. Nach einer Ecke... © dpa/Getty
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stieg Edin Dzeko am höchsten auf... © dpa/Getty
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--- und köpfte zum 1:1 ein. © dpa/Getty
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Jubel bei Wolfsburg. © dpa/Getty
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Vor allem in der ersten Viertelstunde der 2. Halbzeit hatten sich die Gäste fünf gute Chancen erarbeitet. © dpa/Getty
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Der FC Bayern versuchte seinen Spiel-Rhythmus wieder zu finden. Vor allem Müller drängte auf die Führung. © dpa/Getty
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Für diese sorgte dann Bastian Schweinsteiger: Nach einem langen Freistoß von Ribéry stand er ganz allein am langen Pfosten. © dpa/Getty
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Sein Treffer zum 2:1 in der Nachspielzeit rettete die Bayern vor einem misslungenem Buli-Auftakt. © dpa/Getty
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Zum Jubeln ging's dann zu Eckfahne. © dpa/Getty
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Jörg Butt: Hatte in der ersten Halbzeit Glück, dass die Bayern-Fans in seinem Rücken jede Menge Feuer machten, sonst wäre dem beschäftigungslosen Keeper schnell kalt geworden. Und danach? Der Oldie wirkte zunächst sehr verunsichert, hielt bei Misimovics Schuss aber in höchster Not (54.). Auch danach ein guter Rückhalt. Note: 3 © Getty
Philipp Lahm: Bildete mit Thomas Müller wie zu WM-Zeiten die deutsche Sahne-Seite. Die Dynamik aus der letzten Saison fehlte aber sichtlich, er setzte kaum zu gefährlichen Vorstößen an. Note: 4 © Getty
Daniel van Buyten: Chef in der Abwehr. Wirkte auch als Neu-Papa hellwach, fiel in Hälfte zwei aber zunächst wie die gesamte Hintermannschaft in einen Tiefschlaf. Leider ein entscheidendes Nickerchen. Note: 4 © Getty
Holger Badstuber: Er hat seine geliebte Position auf der Innenbahn wieder – und zeigte sich dafür äußerst dankbar. Verfehlte 20 Minuten vor Schluss mit einem strammen Freistoß den Wolfsburg-Kasten nur knapp. Note: 3 © Getty
Diego Contento: Diego Constanto! Seit er das volle Vertrauen von van Gaal genießt, spielt der Jungspund fast fehlerfrei. Nach vorne klappt das Zusammenspiel mit Ribéry immer besser, kurz vor der Halbzeit hätte sein Schuss fast gesessen! Note: 3 © Getty
Mark van Bommel: Die harte Hand im Mittelfeld! Er griff immer durch, wenn die Wölfe lästig wurden – und brachte sie ein ums andere Mal zum Heulen. Nach dem 1:1 der Antreiber im Bayern-Team! Note: 3 © Getty
Bastian Schweinsteiger: Das Hirn der Mannschaft, aber es arbeitet noch nicht auf Hochtouren. Ab und zu fehlte ihm die Spritzigkeit, konnte nach dem 1:1 nicht entscheidend zulegen. Bis zum Siegtor. Note: 2 © Getty
Thomas Müller: Dieser Mann ist kein Wirbelwind mehr, er ist ein Orkan! In Hälfte eins machte er genau da weiter, wo er nach der letzten Saison und der WM aufgehört hat. Beim 1:0 war die alte Unbekümmertheit zurück, als wäre Südafrika nur ein Sommernachtstraum gewesen. Note: 2 © Getty
Toni Kroos: Ein größtenteils gelungener Einstand des Rückkehrers. Er forderte die Bälle, setzte seine Mitspieler gut in Szene. Nach dem Wechsel nur Mitläufer. Note: 3 © Getty
ab der 73. Minute Danijel Prajic: Note: o.B. © Getty
Franck Ribéry: Der Superstar findet zurück zu sich selbst! In der ersten Halbzeit dribbelte und schaltete er schon fast wie früher, danach ging ihm langsam die Puste aus. Dennoch: Man darf sich wieder auf den Franzosen freuen. Note: 2 © Getty
ab der 73. Minute Mario Gomez: Note: o.B. © Getty
Miroslav Klose: Sehr bemüht, nicht immer glücklich. Er arbeitete viel, blieb aber glanzlos – zu wenig. Note: 4 © Getty

Dieser „Bitte“ entsprach Louis van Gaal dann auch – und schickte dem gekränkten Abwehrmann gleich einen Gruß hinterher: „Demichelis muss jetzt lernen, damit umzugehen, Ersatzspieler zu sein. Letztes Jahr war er Stammspieler, jetzt ist er Ersatz. Damit muss er klarkommen.“

Und Micho weiß auch, wie er damit klarkommen will. „Die Wahrheit ist, dass ein Zyklus zu Ende geht und es für beide Seiten besser ist, wenn wir getrennte Wege gehen. Ich hielt es auch nicht für richtig, bei der Mannschaft zu bleiben, wenn die Zeichen auf Trennung stehen“, sagte er zu Bild.de.

Dass Demichelis nun einen neuen Verein findet kann gut sein – die Freigabe allerdings wird er nicht bekommen, erklärte Rummenigge: „Ich glaube nicht, dass er nun den Verein verlässt. Man braucht vier Spieler für diese Position. Wir haben die Saison nach der WM, da sind wir alle gut beraten, bis Januar ruhig zu bleiben.“

Ist damit sein Platz auf auch in Zukunft auf der Tribüne? Van Gaal sagt nein: „Ich denke, dass das normal ist, dass er nächste Woche wieder dabei ist oder die Woche danach.“ So ähnlich hatte er das auch bei Luca Toni im letzten Jahr gesagt.

Das Rezept der Bayern in der Sache: Bloß kein Öl ins Feuer gießen. Vorbildlich in dieser Hinsicht: Sportdirektor Christian Nerlinger: „Es gab Anfang der Woche die Information für Martin, dass er nicht spielt und er hat dann darum gebeten, etwas Zeit zu bekommen, um mit der Situation umzugehen. Ich finde es sehr human, dass der Trainer damit so umgeht und ihm die Zeit gibt. Das entspricht seinem ganzheitlichen Prinzip.“ Man könnte auch sagen, dass Demichelis jetzt ganzzeitlich draußen ist…

tz

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