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FC Bayern II: Martin Demichelis verspricht Wintermeisterschaft

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Von: Korbinian Kothny

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Martin Demichelis glaubt weiterhin an den Aufstieg seiner Mannschaft.
Martin Demichelis glaubt weiterhin an den Aufstieg seiner Mannschaft. © BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg via www.imago-images.de

Der FC Bayern II verpasst den Sprung an die Tabellenspitze durch das Remis gegen Bayreuth. Martin Demichelis verspricht dennoch die Wintermeisterschaft.

München - Tabellenführung verpasst. Versprechen abgegeben. So könnte man das Spitzenspiel zwischen den Amateuren des FC Bayern München* und der SpVgg Bayreuth zusammenfassen. Die Mannschaft von Martin Demichelis bleibt durch das 1:1 im heimischen Grünwalder Stadion zwei Punkte hinter der SpVgg Tabellenzweiter und verpasste es an der Elf von Timo Rost vorbeizuziehen.

Mit dem Ergebnis waren weder Spieler noch Trainer der Bayern-Amateure zufrieden. „Wir hätten den Sieg verdient gehabt und mindestens einen Elfmeter bekommen müssen“, haderte Routinier Maxi Welzmüller nach der Partie. Tatsächlich waren die kleinen Bayern optisch überlegen und hatten eine Mehrzahl an Chancen. Die Gäste hätten wiederum die Partie kurz vor Schluss auf den Kopf stellen können, wenn sie ihre Großchance genutzt hätten. „Dieses Risiko nehmen wir. Wir versuchen jedes Spiel zu gewinnen“, erklärte Bayern-Coach Martin Demichelis die Großchance der Gäste.

„Bayreuth ist zufrieden mit einem Punkt, wir nicht.“

Martin Demichelis über die Gefühlslage der Mannschaften nach dem Spiel.

Viel mehr waren sich die Bayern darüber einig, wie sie die Geschehnisse nach dem Spiel bewerten sollen. Welzmüller erklärte nach der Partie: „Bayreuth hat das Unentschieden gefeiert, als ob sie gewonnen hätten. Für uns ist nur ein Sieg ein Erfolg“. Auch Demichelis hob die unterschiedlichen Ansprüche zwischen Bayreuth und seiner Mannschaft hervor: „Der Unterschied zwischen den zwei Mannschaften ist: Die sind zufrieden mit einem Punkt, wir nicht.“

Abgesehen vom Ergebnis war Demichelis mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. „Was wir versuchen zu spielen ist Bayern-Niveau“, schwärmte der 40-Jährige von seiner jungen Mannschaft. Die Leistung der kleinen Bayern nahm der Argentinier gleich zum Anlass eine Kampfansage an die Konkurrenz zu schicken. „Ich verspreche euch, dass wir nach den restlichen acht Partien in diesem Jahr Ende Dezember Erster sind“, versicherte der ehemalige Profi bei der Pressekonferenz. Ähnlich äußerte sich sein Routinier Maxi Welzmüller. „Für uns ist es egal, ob wir jetzt Tabellenführer sind oder nicht. Am 38. Spieltag wären wir gerne Erster.“ Für Demichelis selbst steht in dieser Saison aber vor allem die Entwicklung der Mannschaft im Vordergrund. „Die Art wie wir spielen, ist wichtiger als das Ergebnis“, nennt der ehemalige Innenverteidiger seine Mannschaftsziele.

„Der Favorit ist ganz klar Bayern München.“

Timo Rost, Trainer der SpVgg Bayreuth, über die Favoritenrolle in der Regionalliga Bayern.

Der Aufstieg soll aber natürlich trotzdem am Ende der Saison gelingen. Abhalten wollen sich die Bayern dabei auch nicht von der Winterpause. „Die Pause von drei Monaten ist extrem lang. Gerade für uns ist sie wahrscheinlich zu lang“, gibt Welzmüller zu Bedenken. Auch mögliche Abgänge stehen bei den Amateuren im Winter immer wieder auf dem Tagesprogramm. Spieler wie Nemanja Motika, Gabriel Vidovic oder Oliver Batista-Meier haben sich durch ihre Leistungen in das Blickfeld etlicher Profimannschaften gespielt und könnten den Verein für eine Leihe verlassen. Für Welzmüller kein Grund zur Sorge: „Ich freue mich für jeden, der den Sprung in eine Profimannschaft. Wir haben einen starken Kader und können solche Ausfälle kompensieren. Seitdem ich bei Bayern bin, waren wir in der Rückrunde immer besser und daran glaube ich auch diese Saison.“

Und neben den Bayern ist da ja auch noch immer der aktuelle Spitzenreiter SpVgg Bayreuth. Deren Trainer Timo Rost freute sich nach der Partie über ein „gerechtes Unentschieden, mit einer absoluten Top-Chance für uns am Ende, durch die wir das Spiel auch gewinnen hätten können“. Überhaupt ist sich der 43-Jährige sicher, dass andere Spiele entscheidend in der Meisterfrage sind. „Am Ende steigt die Mannschaft auf, die gegen die ‚Kleinen‘ am wenigsten Punkte liegen lässt“. Wenn das am Ende dann die ‚Oldschdod‘ ist, hätte Rost sicher nichts dagegen. Aber der Fußballehrer ist sich eines bewusst: „Der Favorit ist ganz klar Bayern München“.

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