Deutliche Worte

Matthäus: Für 60 Millionen sollte Bayern diesen Star ziehen lassen

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Thiago (2.v.l.) würde dem FC Bayern nicht sonderlich fehlen, meint Matthäus.

Der FC Bayern wünscht sich kaum etwas sehnlicher, als den neuerlichen Gewinn der wichtigsten Trophäe im Klubfußball. Ex-Bayern-Profi Lothar Matthäus hält den Champions-League-Zug erstmal für abgefahren. Auf einen Starkicker könnte er gut verzichten.

München - Im Sommer 2013 konnte der FC Bayern letztmals die Champions League gewinnen. Seitdem warten die Münchner auf einen weiteren Triumph in der „Königsklasse“ - regelmäßig musste man sich einem spanischen Vertreter geschlagen geben. Wenn es nach Lothar Matthäus geht, wird der neuerliche Gewinn der wichtigsten Vereinstrophäe noch lange Zeit ein Traum bleiben. 

„Bayern wird die nächsten fünf Jahre Meister, aber nie Champions-League-Sieger!“, prophezeit der deutsche Rekordnationalspieler in einem SportBild-Artikel. „Aufgrund der Überlegenheit in der Liga sind fünf weitere Meisterschaften keine Überraschung. International sehe ich aber sechs bis acht Vereine mindestens genauso gut, wenn nicht besser aufgestellt als Bayern. (...) Die englischen Vereine und Paris werden weiter nachrüsten, dazu gibt es die starken Spanier. Das sind Vereine, die wirtschaftlich andere Möglichkeiten haben.“

Robben und Ribéry: „Eine Einsatzgarantie kann es für keinen der beiden geben!“

Damit die Münchner Bayern in den nächsten Jahren wieder vorne mit dabei sind, müssten sich aus Matthäus‘ Sicht einige Dinge ändern. „Die Bayern bräuchten bei Transfers und der Auslosung viel Glück, wenn es in den nächsten fünf Jahren zum Triumph in der Königsklasse reichen soll. Erst wenn das Financial Fairplay besser greift und es im europäischen Fußball härtere Regeln und Strafen gibt, steigen die Chancen des FC Bayern wieder. Das wird in den nächsten fünf Jahren nicht der Fall sein“, ist der ehemalige Bayern-Profi überzeugt. 

Tritt noch immer gerne gegen das Leder: Ex-Bayern-Profi und TV-Experte Lothar Matthäus.

Lothar Matthäus äußert sich auch über die personelle Situation bei den Münchnern. Die Vertragsverlängerungen mit den Routiniers Arjen Robben und Franck Ribéry sieht der 57-Jährige nicht gerade positiv: „Der Traum der Bayern ist der Sieg in der Champions League. Deshalb war es ein Risiko, mit Robben (34) und Ribéry (35) zu verlängern. Beide sind verletzungsanfällig. Zudem hoffe ich, dass intern eines geklärt ist: Eine Einsatzgarantie kann es für keinen der beiden geben! Es darf nicht, wie zuletzt mehrmals der Fall, Unruhe wegen persönlicher Eitelkeiten geben.“ Mit den potenziellen Nachfolgern Kingsley Coman und Serge Gnabry sieht Matthäus den Bundesliga-Krösus auf den Flügelpositionen für die Zukunft gut aufgestellt. 

Das denkt „Loddar“ über Thiago und 100-Mio.-Transfers

Auch was den Spanier Thiago Alcantara betrifft, hat Matthäus eine klare Meinung: Die Bayern sollten den Mittelfeldspieler, der mit seinem Heimatland zur WM 2018 fährt, verkaufen: „Hoeneß sprach zuletzt offen an, dass der Kader verkleinert werden soll. Erster Kandidat ist für mich Thiago. Er würde mir zwar als Spieler für die Galerie fehlen, aber Bayern braucht ihn nicht, um die Champions League zu gewinnen. Er und James sind ähnliche Spielertypen, standen sich zuletzt sogar etwas im Wege auf dem Platz, da beide immer den Ball fordern. Wenn ein Verein – womöglich Barcelona oder Man City – 60 Mio. für ihn bietet, sollte Bayern nicht zögern und ihn abgeben.“

Inwiefern die Bayern-Verantwortlichen einen Rat ihres polarisierenden Ex-Spielers annehmen, erscheint fraglich. Nichtsdestotrotz gibt Matthäus Uli Hoeneß und Co. den Tipp, einen Transfer in Höhe von etwa 100 Millionen Euro zu tätigen, um den Kader des FCB international konkurrenzfähig zu halten: „Das Festgeldkonto ist prall gefüllt und durch den 46-Mio.-Abgang von Douglas Costa zu Juve noch einmal angewachsen. Um die internationalen Ziele zu erreichen, wäre es absolut sinnvoll, sich an einen Spieler heranzuwagen, der solch einen Betrag kostet.“

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PF

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