"Momentan nicht bei 100 Prozent"

Gaudino zieht Bayerns Weiterkommen in Zweifel

München - Das Achtelfinal-Rückspiel gegen Schachtjor Donezk wird für den FC Bayern kein Spaziergang. Nach dem 0:0 im Hinspiel braucht der Rekordmeister einen Sieg. Maurizio Gaudino äußert Zweifel.

Den alles und alle überragenden FC Bayern aus der Hinrunde gab es im neuen Jahr noch nicht zu sehen. Nach der Niederlage zum Rückrundenauftakt in Wolfsburg folgten nur phasenweise überzeugende Siege in der Bundesliga und im Pokal. Punktemäßig ist also alles in Ordnung, doch in Sachen Leistung gibt es beim Star-Ensemble von Trainer Pep Guardiola sicher noch Luft nach oben.

"...dann wird das ein ganz schwieriges Spiel"

Am Mittwoch wartet nun im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinale der ukrainische Vertreter Schachtjor Donezk (hier bei uns im Live-Ticker) - ein echter Gradmesser, findet auch Maurizio Gaudino, dessen Filius Gianluca im vergangenen Dezember seinen ersten Profivertrag beim FC Bayern unterzeichnete.

"Wenn sie so spielen wie gegen Köln und Manuel Neuer dann vielleicht mal nicht so glänzend klären kann, sondern der Gegner in Führung geht, dann wird das ein ganz schwieriges Spiel", sagte Gaudino im Gespräch mit Sport1. Der Ex-Profi findet auch, dass der Rekordmeister "nicht so gut in die Rückrunde gestartet" sei und dann von der Tatsache profitiert habe, dass nach der Wolfsburg-Pleite (1:4) und dem 1:1 gegen Schalke mit dem Hamburger SV (8:0-Sieg) und dem SC Paderborn (6:0) dann zwei Gegner "zur rechten Zeit" gekommen seien: "Bis auf einzelne Spieler sind die Bayern momentan nicht bei 100 Prozent."

Donezk wird zum Gradmesser für die Form der Bayern

Zwar findet auch Gaudino, dass Guardiolas Mannschaft durch ihre individuelle Klasse gegen jedes andere Team gewinnen könne. Doch die Aufgabe am Mittwochabend in der Allianz Arena gegen den ukrainischen Meister werde ein echter Prüfstein, in welcher Form der FC Bayern wirklich ist.

"Wenn sie Donezk weghauen, dann bedeutet das, dass sie in der Bundesliga mit angezogener Handbremse spielen", erklärt der 48-Jährige, dessen Sohn in der Bundesliga vier Mal und in der Champions League bislang ein Mal in dieser Saison zum Einsatz kam: "Wird es knapp, dann ist die Situation deutlich kritischer. Dann sieht man, dass die Bayern im Moment einfach nicht ihre 100 Prozent abrufen können."

Rubriklistenbild: © dpa

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