Das sind die Folgen

Mentaltrainer warnt vor Guardiolas Lobhudelei

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Pep Guardiola lobte beispielsweise Philipp Lahm als "intelligentesten Spieler", den er je hatte.

München - Pep Guardiola lobt viel - und gerne. Meistens stehen die eigenen Spieler im Mittelpunkt. Allerdings kann zu viel Lob auch hinderlich sein, meint ein Mentaltrainer.

Auf der Pressekonferenz ist Pep Guardiola selten ein schlechtes Wort über seine Spieler zu entlocken. Für den Spanier sind seine Spieler immer "super" oder meistens "super, super". Auch "1000 Dante" hätte er gerne gehabt. Und am Ende saß der Brasilianer meistens nur auf der Bank.

Bei einigen Beobachtern verliert Guardiola damit in der Öffentlichkeit seine Glaubwürdigkeit. Das gibt auch ein Mentaltrainer im Spox-Interview zu bedenken: "Wenn er aber nur immer das Positive herauszieht, entsteht der Effekt der Unglaubwürdigkeit, weil es dann so aussehen würde, als würde man es sich immer zurechtlegen." Dies könne Pep bei den Spielern verhindern, indem er in einem Vier-Augen-Gespräch mit diesen alles bespricht, auch die Defizite.

Grundsätzlich ist das Lob jedoch eine gute Sache. "Das baut auf, aber man sollte die andere Seite nicht völlig ausblenden", sagte der Mentalcoach. "Wenn er beispielsweise sagt: "Der Spieler ist ein brillanter Techniker, hat aber diese und diese Defizite", ist es glaubwürdig und authentisch."

Ein anderes Thema, das der Mentalcoach ansprach: Die Dominanz der Bayern basiert auch auf der Demut und der Einstellung der Gegner. Rudi Völler beispielsweise betont in regelmäßigen Abständen, wie weit der FC Bayern dem Rest der Liga voraus sei. Das sei ein eindeutiges Signal. "Wenn ich das so kommuniziere, dann will ich vermeiden, dass ich falle, nachdem ich gegen die Bayern verloren habe", analysiert er. "Die Niederlage gegen Bayern ist da auch schon programmiert, sie ist legitim und damit ein Bestandteil des Gesamtkonzepts."

Die logische Konsequenz ist, dass man mit einer solchen mentalen Einstellung gegen die Bayern kaum bestehen wird. Vielmehr könnte man - wie Wolfsburg - sich stark reden, an den eigenen Sieg glauben und damit den FC Bayern ärgern, meinte der Mentaltrainer.

MS

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