1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

Knapper Sieg gegen Köln - Müller schildert ein kleines Problem

Erstellt: Aktualisiert:

Von: José Carlos Menzel López, Manuel Bonke

Kommentare

Thomas Müller.
Thomas Müller. © AFP

Zweistellig gegen das Schlusslicht? Denkste! Anderthalb Halbzeiten biss sich der FC Bayern die Zähne gegen das Abwehrbollwerk der Kölner aus, bis Robert Lewandowski seine Mannschaft schließlich erlöste.

Nach dem Remis der Leipziger in Wolfsburg (1:1) liegt der FCB nun neun Punkte vor Schalke, Thomas Müller dazu: „Wir haben keine hundertprozentigen Energiereserven mehr, aber so ein 1:0 zuhause nehmen wir gerne mit.“ 

Verständlich. Immerhin haben die Kölner ihren Humor noch nicht verloren. Aufgrund akuter Personalnot hatte der FC am Tag vor der Partie im Fröttmaninger Rund via Twitter eine Spielberechtigung für Vereinsmaskottchen Hennes (seines Zeichens Geißbock) beantragt, letzten Endes bekamen die Rheinländer aber doch elf gesunde Männer auf den Platz. Und im Vergleich zur Medienabteilung des Klubs agierten die relativ humorlos (Der Live-Ticker zum Nachlesen).

Um das ganz große Desaster beim FCB zu verhindern, verzichtete Köln direkt auf seinen Sturm und verteidigte mit elf Mann. Vor Keeper Timo Horn stellte die Rote Laterne der Liga eine Fünferkette, davor agierte eine Viererkette als Puffer und ganz vorne (meistens zehn Meter hinter der Mittellinie) lief sich Lukas Klünter einen Wolf und versuchte Arturo Vidal & Co. beim Aufbau zu stören. 

Kaum klare Gelegenheiten für die Münchner

Und siehe da: Das Köllenaccio hatte auch Erfolg. Immer wieder prallten die Roten an der Kölschen Wand ab, wobei der Tabellenführer in Sachen Kreativität auch nicht seinen allerfeinsten Abend erwischt zu haben schien. Ballstafetten um den Kölner Strafraum waren aufgrund von klaustrophobischen Verhältnissen vor Horn nicht möglich, weshalb die Münchner sich darauf einigten, einfach mal Flanken in die Kölner Box zu jagen. Eine nach der anderen. Und eine nach der anderen wurde von der Kölschen Abwehr mit bestem Dank wieder Richtung Mittelfeld geklärt. 

Klare Torchancen? Fehlanzeige! Ein verzogener Vidal-Schuss und ein Müller-Köpfer neben den Pfosten, mehr nicht. Fand auch Jupp Heynckes etwas dürftig, weshalb der Trainer der Münchner direkt handelte. Für die Mittelfeld-Stabilisatoren Corentin Tolisso und Vidal kamen James und Kingsley Coman, brenzlig wurde es jedoch auf der anderen Seite. Bei einem Laufduell gegen Klünter fielen bei Jerome Boateng direkt zwei Triebwerke aus, weswegen der Kölner allein auf Tom Starke hätte zulaufen können, die Kugel aufgrund eklatanter Nervenschwäche jedoch verstolperte. 

Starke im sechsten Frühling - „und das mitten im Winter“

Die Hausherren dagegen machten keine allzu großen Anstalten, ihre Taktik zu ändern und schlugen Flanke um Flanke in den Sechzehner. Und siehe da: Eine davon landete im FC-Sechzehner tatsächlich mal bei einem Spieler in Rot - und schon klingelte es. Ein Boateng-Lupfer fiel auf Thomas Müllers Kopf, der legte elegant auf Lewandowski ab und der Pole schob die Kugel ins Glück (60.). Mit dem Treffer war dann auch der Druck bei den Roten weg, womit sich auch der Rest der Partie als Einbahnstraßenfußball in Richtung Horn gestaltete. James, Müller, sie alle beschäftigten den Kölner Schlussmann, der Münchner Keeper hingegen war ausgiebig damit beschäftigt, sich keine Grippe einzufangen. 

Doch dann, als Neuer- und Ulreich-Ersatz Starke gefordert war, holte er prompt einen Klünzer-Schlenzer aus der Ecke. Mit 36. Thomas Müller dazu: „Man sieht es ihm nicht an, aber er ist noch taufrisch. Er ist in seinem sechsten Frühling, und das mitten im Winter.“

Bayern mit Pflichtsieg gegen Köln.
Bayern mit Pflichtsieg gegen Köln. © MIS

lop, bok, ja

Auch interessant

Kommentare

Mehr zum Thema