"Er bräuchte sechs Wochen"

Schweinsteiger: Doc schlägt Alarm

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Bastian Schweinsteiger musste während des WM-Endspiel mehrmals medizinisch behandelt werden.

München - Bastian Schweinsteiger ging - wie viele andere auch - im WM-Endspiel über seine Grenzen. Die Zeit für Regeneration bis zum Bundesliga-Start ist kurz. Zu kurz, fürchtet Bayern-Doc Müller-Wohlfarth.

Bastian Schweinsteiger war schwer gezeichnet von den 120 Minuten im WM-Finale. Von Krämpfen geschüttelt und mit blutigen Wunden im Gesicht schleppte er sich mit letzter Kraft die Treppen der Haupttribüne des Maracana in Rio de Janeiro empor, um gemeinsam mit den Teamkollegen aus der deutschen Nationalmannschaft den WM-Pokal in Empfang zu nehmen.

Die anschließende Jubelfeier weckte zwar wieder die Lebensgeister des - zumindest gefühlt - meistgefoulten Akteur des WM-Endspiels gegen Argentinien. Doch jedem halbwegs fitten Hobbysportler war angesichts der Leidensmiene Schweinsteigers klar: Der Mann ist am Ende mit seinen Kräften und braucht dringend Urlaub.

Nur drei Wochen Pause für die Bayern-Weltmeister

Das Problem: Zwischen dem letzten WM-Spiel am 13. Juli und dem 1. Spieltag der Bundesliga mit der Eröffnungspartie zwischen Schweinsteigers Klub FC Bayern und dem VfL Wolfsburg am 22. August liegen gerade einmal knappe sechs Wochen. Das erste wichtige Spiel für den Titelverteidiger findet bereits am 13. August, also genau einen Monat nach dem Finale von Rio statt - der Supercup gegen den Rivalen Borussia Dortmund.

Elf Spieler aus dem aktuellen Kader des Meisters und Pokalsiegers waren in Brasilien dabei. Das Weltmeister-Sextett der Münchner um Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm wird erst Anfang August das Training aufnehmen und mit entsprechendem Rückstand in die Saison starten. Drei Wochen Pause nach einer solch anstrengenden Saison mit Pokalfinale, Champions-League-Halbfinale sowie der kräftezehrenden WM - reicht das? Bayern-Teamarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth, nebenbei auch für die medizinische Betreuung des DFB-Teams zuständig, gibt eine klare Antwort: Nein!.

"Schweinsteiger bräuchte sechs Wochen Pause - mindestens!"

Eurosport-Redakteur Sigi Heinrich, der wie Müller-Wohlfarth bei der Verleihung des Bayerischen Sportpreises geehrt wurde, hat nun in seinem Blog verraten, welche wirkliche Regenerationszeit der Bayern-Doc im vertraulichen Gespräch im Rahmen der Preisverleihung veranschlagt hat: "Schweinsteiger bräuchte sechs Wochen Pause - mindestens!"

Doch der Zeitdruck im Fußball-Profigeschäft ist enorm. Die Bayern selbst gönnen sich kaum Schonung und gehen von Mittwoch, 30. Juli, bis Donnerstag, 7. August, in den USA auf Promotion-Tour. Dort hat der Verein im April in New York sein erstes Auslandsbüro eröffnet. In den Vereinigten Staaten von Amerika sieht der FC Bayern einen wichtigen Zukunftsmarkt. Vorgesehen sind im Sommerfahrplan 2014 deswegen zwei Spiele in New York und in Portland. Zum letzteren am 6. August gegen eine All-Star-Auswahl werden die Bayern-Weltmeister dann wieder dazu stoßen. Ob Schweinsteiger bis dahin wieder die Kraftspeicher aufgeladen hat?

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