tz-Analyse

Abwehr, Aufbau, Auswechslungen: Das muss Guardiola aufpeppen

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Robben, Alaba, Lahm & Alonso (v.l.).

München - Beim Supercup sind die Bayern leer ausgegangen, trotz einer ansprechenden Leistung. Es gibt noch in einigen Bereichen Luft nach oben: die tz-Analyse.

Der Ärger über die Supercup-Pleite war beim FC Bayern schnell verraucht. Einzig Arjen Robben war „enttäuscht, sauer“ über den Last-Minute-Ausgleich und die anschließende Niederlage im Elfmeterschießen. Pep Guardiola lobte dagegen: „Wir haben gut gekämpft, sind viel gelaufen.“ Und Kapitän Philipp Lahm meinte: „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt.“ Früher hatten gute Spiele allerdings andere Ergebnisse.

In Wolfsburg lieferten die Bayern zwar über weite Strecken der Partie eine ansprechende Leistung ab, offenbarten aber auch einige Schwächen – vor allem in der Defensive. Drei Spiele bleiben den Roten noch bis zum Saisonstart gegen den HSV am 14. August – und das muss Guardiola bis dahin noch aufpeppen:

Die Abwehr: Gegen den VfL setzte Guardiola auf die Außenverteidiger Lahm und David Alaba. Hat Pep erkannt, dass die beiden dort am effektivsten sind? Im Triple-Jahr bildeten der Kapitän und der Österreicher mit Robben und Franck Ribéry zwei überragende Flügelduos. Allerdings richtet Pep seine Außenverteidiger offensiver als Jupp Heynckes aus, im Aufbau agierten beide als Mittelfeldspieler neben Xabi Alonso. Deshalb tun sich Lücken in der Defensive auf. Den Wölfen gelang es immer wieder, durch lange Bälle für Gefahr zu sorgen. Einmal scheiterte De Bruyne (42.), einmal traf Bendtner (89.). Zwar verteidigen die Bayern immer hoch, aber die richtige Abstimmung fehlt noch.

Den Aufbau: Xabi Alonso agierte am Samstag als einziger Sechser vor der Abwehr – der Position, von der er Bastian Schweinsteiger verdrängt hat. Doch rutscht Alonso bald selbst aus der ersten Elf? Neuzugang Arturo Vidal scharrt schon mit den Hufen, legte viel Einsatz und Leidenschaft in seinen 17-Minuten-Einsatz in Wolfsburg. Alonso dagegen fiel fast nur durch Stellungsfehler und Fehlpässe auf, war alles andere als ein Stabilisator im Aufbauspiel. Der Spanier muss sich mächtig steigern – oder Pep andere Maßnahmen ergreifen.

Die Auswechslungen: Nicht wenige wunderten sich über die Wechsel des FCB-Trainers. Erst brachte er Verteidiger Rafinha für Angreifer Lewandowski, beorderte Thomas Müller dafür in die Spitze. Zehn Minuten später nahm er Müller auch vom Feld. Verunsicherte er die Spieler mit seinen ständigen Positionswechseln? Zudem wechselte er bei dem dünnen Vorsprung mit Müller den sichersten Elferschützen aus – die Geschehnisse bei dessen Auswechslungen in der Vorsaison sind auch noch nicht vergessen…

sw

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