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Bricht ein Bayern-Talent vorzeitig seine Leihe ab? Zweitliga-Sportdirektor spricht über Transfer

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Von: Antonio José Riether

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Alexander Nübel (2.v.l.), Adrian Fein (Mitte) und Joshua Zirkzee (2.v.r.) wurden zum Saisonbeginn verliehen.
Alexander Nübel (2.v.l.), Adrian Fein (Mitte) und Joshua Zirkzee (2.v.r.) wurden zum Saisonbeginn verliehen. © Frank Hoermann/imago-images

Als Leihspieler des FC Bayern hat man es nicht leicht. Ein Youngster steht nun kurz davor, seine Erstliga-Leihe abzubrechen, es gibt offenbar Interesse aus der zweiten Liga.

München/Fürth - Auch in der laufenden Saison versuchen sich einige Leihspieler des FC Bayern bei ihren Klubs in den Fokus zu spielen. So trifft Joshua Zirkzee in Anderlecht regelmäßig, Alexander Nübel hütet als Stammkeeper das Tor der AS Monaco und Chris Richards ist in Hoffenheim ebenfalls gesetzt. Neben den überwiegend positiven Erfahrungen der verliehenen Spieler im In- und Ausland gibt es jedoch auch ein Negativ-Beispiel. Adrian Fein spielt bei seiner vierten Leih-Station in Fürth kaum eine Rolle, das einstige Mittelfeld-Juwel steht vor dem vorzeitigen Aus beim Bundesliga-Schlusslicht. Für ihn könnte es nun eine Etage tiefer gehen.

FC Bayern: Adrian Fein wurde bereits viermal verliehen - in einer Liga fühlt er sich offenbar wohl

Fein galt lange als großes Talent im zentralen Mittelfeld, der 22-Jährige wechselte im Alter von sieben Jahren vom TSV 1860 München eine Seitenstraße weiter zum FC Bayern. Dort durchlief er alle Jugendteams, ehe es nach der zweiten Mannschaft nicht mehr für die erste Mannschaft reichte. Die Münchner waren sich allerdings die Fähigkeiten des beidfüßigen Akteurs bewusst und verliehen ihn vorerst in die zweite Bundesliga. Bei seinem ersten Leihwechsel im Sommer 2018 zu Jahn Regensburg zeigte er sich in Liga zwei, sofort wurde ein weiterer Zweitligist auf Fein aufmerksam.

Nach einem Jahr in Regensburg ging es schließlich zum ambitionierten Hamburger SV, bei dem er zum Stammspieler avancierte. Der Aufstieg missglückte allerdings und die Leihe wurde zum Saisonende beendet, Fein kehrte nach München zurück, blieb dort bis zu einer erneuten Leihe ohne Einsatz für die erste Mannschaft. Eine Saison lang sollte der Mittelfeldmann im Ausland bei der PSV Eindhoven Erfahrungen sammeln, doch viel mehr als Kurzeinsätze und zwei Spiele über 90 Minuten kamen unter Trainer Roger Schmidt nicht rum.

Zur laufenden Saison starteten die Bayern einen vierten Versuch mit Fein, diesmal beim Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth. Es sollte die bislang schwierigste Karrierestation für den Münchner werden. Nach der Hinrunde stehen lediglich 29 Bundesliga-Minuten verteilt auf drei Einwechslungen zu Buche - selbst beim desolaten Tabellenletzten scheint Fein keine Chance zu bekommen.

FC Bayern: Wechselt Eigengewächs Adrian Fein in die zweite Liga? Ein Sportdirektor spricht offen über den Profi

Die verkorkste Leihe und das absehbare Ende von Feins Laufbahn beim FC Bayern, an den er noch bis 2023 vertraglich gebunden ist, ruft nun kleinere Klubs auf den Plan. Einem Bericht von Sportbuzzer zufolge soll der langjährige Juniorennationalspieler beim Zweitligisten Hannover 96 auf dem Zettel stehen. „Ich habe vernommen, dass er gehen kann“, meinte Sportdirektor Marcus Mann. „Ihn kennt man aus seiner Zeit in Regenburg und beim HSV“, so der Ex-Profi. Fein habe „eindreiviertel gute Jahre und zuletzt eineinhalb weniger gute“ erlebt.

Fürth und Fein sind beide unzufrieden, die Zeichen stehen auf Trennung. Wie der Kicker berichtet, wolle Fein die Vorbereitung auf die Rückrunde bereits bei einem neuen Klub absolvieren. Als mögliche Interessenten nennt das Blatt zwei Zweitligisten sowie einen Klub im Ausland. In Hannover denkt man weiter über den Spieler nach, wie Mann bestätigt. „Man muss schauen, ob er der passende Typ ist oder nicht“, sagt Mann. Der Profi sei „eher ein Sechser, aber auch nicht der zweikampfstärkste“. Damit passe er zwar „nicht zwingend ins Profil“, jedoch leidet das Spiel der Niedersachsen unter Kreativitätsmangel, diesen könnte Fein beheben. (ajr)

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