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Einst Juwel, jetzt Sorgenkind: Bundesliga-Klub will Leihe von Bayern-Youngster abbrechen

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Von: Patrick Mayer

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Sportvorstand des FC Bayern: Hasan Salihamidzic.
Sportvorstand des FC Bayern: Hasan Salihamidzic. © IMAGO / Sportfoto Rudel

Beim FC Bayern gilt ein gebürtiger Münchner einst als Zukunftshoffnung. Doch jetzt kann er sich nicht mal beim Bundesliga-Letzten durchsetzen. Er soll weitertransferiert werden.

München/Fürth - Es ist eine Sehnsucht von Ehrenpräsident Uli Hoeneß: ein gebürtiger Münchner beim FC Bayern. Das gab es nach Philipp Lahm nur einmal. Konkret: Ex-Stürmer Sandro Wagner wurde wie Lahm in München geboren und spielte schon mit sieben Jahren für den Nachwuchs an der Säbener Straße im Stadtteil Untergiesing-Harlaching, ehe er Anfang 2018 über etliche Umwege zurück zum deutschen Bundesliga-Rekordmeister kam.

Ein anderer Fußballer wurde auch in München geboren: Adrian Fein, 22 Jahre jung, aktuell an Greuther Fürth ausgeliehen. 2006 kam er schon als junger Bub zum FC Bayern und durchlief sämtliche Jugendmannschaften des Bundesliga-Giganten. Kurz nach Weihnachten 2019 verlängerten der Klub den Profi-Vertrag mit dem damals 20-Jährigen vorzeitig bis 2023. Die Hoffnung war seinerseits groß, dass es endlich wieder ein Fußballer aus der Isarmetropole selbst in die Mannschaft des deutschen Fußball-Riesen aus dem Freistaat schaffen könnte.

Adrian Fein: FC Bayern verlieh ihn an Jahn Regensburg, an den HSV und an PSV Eindhoven

„Adrian durfte in den vergangenen eineinhalb Jahren in der 2. Bundesliga viel Spielpraxis sammeln und konnte dadurch große Fortschritte in seiner Entwicklung machen. Wir sind von seinem Potenzial überzeugt und haben ihn deshalb längerfristig an den FC Bayern gebunden“, erklärte Sportvorstand Hasan Salihamidzic damals. Fein wurde in einer Mitteilung des Vereins zitiert: „Ich bin in München geboren und habe beim FC Bayern viele Jahre meiner Jugend verbracht. Umso glücklicher bin ich, dass ich jetzt die Chance bekommen habe, meinen Vertrag zu verlängern.“

Er spielte zu diesem Zeitpunkt für den Hamburger SV, und das ziemlich gut. Es war die zweite Leihe, zuvor parkten die Bayern den Spieler bei Jahn Regensburg in der Oberpfalz. Doch: Jetzt muss der Bosnier offenbar schon wieder einen neuen Abnehmer für den defensiven Mittelfeldspieler finden. Denn: Dessen Karriere ist offensichtlich ganz schön ins Stocken geraten.

Im Video: Lewandowski-Rekord - FC Bayern verschärft Wolfsburg-Krise

Das galt schon für die vergangene Saison, als er sich weder in der Vorbereitung unter Hansi Flick noch bei Leih-Klub PSV Eindhoven durchsetzen konnte. „Wir hatten uns von seiner Entwicklung hier etwas mehr erhofft und erwartet. Das hat aus mehreren Gründen nicht geklappt. Am Montag haben wir den Bayern mitgeteilt, dass wir seine Option nicht ziehen werden“, erklärte Eindhovens Technischer Direktor John de Jong im Mai 2021. Für Fein ging es (mit der nächsten Leihe) weiter zu Greuther Fürth.

Adrian Fein: Greuther Fürth will Leihe mit Bayern-Youngster offenbar beenden

Bei den Franken spielte der Oberbayer aber überraschend keine Rolle. Bis zum 17. Spieltag hatte er nur 29 Minuten für den erfolglosen Aufsteiger gespielt, der nun schon wieder für die Zeit nach dem erwarteten Abstieg plant. Fein war zuletzt nicht mal mehr im Kader. Mehr noch: Wie die Sport Bild berichtet, will Fürth die Leihe nun sogar vorzeitig abbrechen. Fein würde demnach im Januar nach München zurückkehren. Was wieder Arbeit für Salihamidzic bedeutet. Kann man ihn direkt wieder an einen anderen Verein verleihen? Das Ziel eines „echten“ Münchners beim FCB bleibt wohl vorerst weiter ein Wunsch. (pm)

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