Die wichtigen Personalien im Überblick

Wer kommt? Wer geht? Alle Transfergerüchte

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Ein möglicher Kandidat für die Bayern in der Zukunft: Wolfsburgs Kevin de Bruyne.

München - Der Kader des FC Bayern wird sich vermutlich auch in diesem Sommer wieder ein wenig verändern. Wir blicken voraus und fassen alle Personalien, die ein Thema werden könnten, zusammen:

Update vom 20. März: Am 26. Spieltag der Bundesliga können die Spieler des FC Bayern gegen den Tabellendritten Borussia Mönchengladbach zeigen was sie können. Und ihren Wert für den Verein unter Beweis stellen. Zum Spitzenspiel FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach bieten wir am Sonntag wieder einen Live-Ticker.

Die heißeste Phase der aktuellen Saison hat noch nicht einmal begonnen, da machen sich viele Bayern-Fans schon Gedanken: Wie geht es mit ihrem Lieblingsverein ab dem Sommer weiter? Welche Veränderungen im Kader werden notwendig sein, um das gegenwärtig so unfassbar hohe Niveau zu halten beziehungsweise sich noch weiter verbessern zu können? Und was wird aus Trainer Pep Guardiola? Wird er seinen bis 2016 laufenden Vertrag erfüllen? Oder sogar verlängern?

Wir fassen an dieser Stelle alle relevanten Personalien zusammen, zu denen bei den Bayern in diesem Frühjahr und Sommer Entscheidungen getroffen werden müssen oder könnten.

Der Trainer: Pep Guardiola hat bei den Bayern einen Vertrag bis 2016 und sollte eigentlich gewillt sein, diesen mindestens zu erfüllen, wenn nicht sogar zu verlängern. Der Spanier betont stets, wie wohl er sich in München fühle und wie viel Spaß ihm die Arbeit beim Rekordmeister mache. Doch letztendlich wird aller Voraussicht nach das Abschneiden in der Champions League ausschlaggebend für Peps Entscheidung sein. Gerüchte über einen vorzeitigen Abgang Guardiolas erhielten aktuell wieder neue Nahrung. Vor dem CL-Achtelfinale äußerte Pep Guardiola vielsagend, dass er wisse was passieren würde, wenn er in der Champions League nicht die gewünschten Ergebnisse liefern würde.

Mögliche Abgänge:

Dante: Der Brasilianer scheint bei den Bayern nicht mehr jene Rolle zu spielen, die er in seinen ersten beiden Jahren inne hatte. Bereits mehrfach in dieser Saison wurden dem Brasilianer Gegentore angekreidet. Negativer Höhepunkt war seine Auswechslung nach rund einer halben Stunde beim Bundesliga-Spiel in Hannover. Offiziell stärkt man dem Verteidiger bei den Münchnern den Rücken. Doch hinter vorgehaltener Hand wird über den Abschied des 31-Jährigen (Vertrag bis 2017) spekuliert. Eine Rückkehr zu Borussia Mönchengladbach scheint allerdings ausgeschlossen.

Unsere Einschätzung: Das Geschäft ist zwar knallhart, aber die Bayern setzen keinen Spieler auf die Straße. Der Brasilianer wird mindestens noch ein Jahr in München bleiben.

Claudio Pizarro: Erst in der vergangenen Woche hatte Pep Guardiola für seinen Sturm-Veteranen wieder ein Sonderlob parat. Pizarro sei der beste Bayern-Stürmer "innerhalb des Strafraums", bauchpinselte Pep den 36-Jährigen. Gleichzeitig schilderte der Coach aber die immer wiederkehrenden muskulären Probleme des Peruaners, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. Über eine erneute Verlängerung des Kontrakts sickerte bislang nichts durch.

Unsere Einschätzung: Wahrscheinlich neigt sich die Zeit des besten ausländischen Bundesliga-Torjägers (176 Tore) bei den Bayern dem Ende entgegen. Die Alternative: Pizarro ist zwar jetzt schon eine Art Stand-by-Profi, könnte dies in der kommenden Saison aber in der Funktion als Regionalliga-Spieler für die zweite Mannschaft werden. Heißt: Der Peruaner hilft als Stammkraft beim Aufstieg in die 3. Liga (der in dieser Saison wahrscheinlich nicht mehr gelingen wird) und springt dann im Notfall bei den Profis ein.

Mitchell Weiser: Der 20-Jährige erlebt derzeit seine beste Phase seit seinem Wechsel zu den Bayern im Jahr 2012. Pep Guardiola setzte Weiser zuletzt öfters als Rechtsverteidiger ein, in den 18er-Kader schaffte es der Ex-Kölner in den vergangenen Wochen regelmäßig. Laut Sportdirektor Matthias Sammer befindet man sich bei den Bayern noch in der "Beobachtungsphase", was die Planungen für die neue Saison betrifft. Weisers Vertrag läuft Ende Juni aus. Eine Entscheidung über eine mögliche Vertragsverlängerung fällt sicherlich bald.

Unsere Einschätzung: Weiser hat sich bei Pep Guardiola ins Blickfeld gespielt. Und nicht nur bei ihm. Auch Sportdirektor Matthias Sammer hält große Stücke auf den Spieler. Ein neuer Vertrag scheint realistisch.

Pepe Reina: Trotz seines Vertrages bis 2017 wurde im Winter ein möglicher Abschied des Spaniers kolportiert. Der Heimatklub seines Vaters, CF Cordoba, sei der Wunschverein des 32-Jährigen, um seine Karriere ausklingen zu lassen. Das dürfte allerdings in diesem Sommer noch kein Thema sein. Reina hat seine Rolle als Nummer 2 hinter Manuel Neuer von Beginn an akzeptiert und zuletzt bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz in Bremen bewiesen, dass er ein zuverlässiger Ersatzkeeper ist.

Unsere Einschätzung: Pepe bleibt, basta!

Pierre-Emile Hojbjerg: Der Däne ist bis Saisonende an den FC Augsburg ausgeliehen, um dort Spielpraxis und Bundesliga-Erfahrung zu sammeln. Nach vielversprechendem Beginn ist es zuletzt etwas ruhiger um den Mittelfeldspieler geworden, trotzdem ist Hojbjerg bei den Fuggerstädtern eine feste Größe. Manager Stefan Reuter hat bereits sein Interesse signalisiert, das Ausleihgeschäft mit dem 19-Jährigen zu verlängern. Klar ist, dass man bei den Bayern auf das Talent setzt: Kurz vor seinem Abschied zum FCA verlängerte der Klub mit Hojbjerg bis 2018.

Unsere Einschätzung: Ein weiteres Jahr Augsburg könnte dem jungen Mann sicher nicht schaden, vor allem wenn der FCA den Sprung ins internationale Geschäft schaffen würde. Danach aber nichts wie zurück an die Säbener Straße!

Gianluca Gaudino und Sinan Kurt: Beide sind Spieler, auf die man beim FC Bayern in der Zukunft setzt. Je nachdem, wie die Bayern-Verantwortlichen die bisherige Entwicklung der beiden Youngster einschätzen, wäre eine mögliche Ausleihe zu einem anderen Bundesligisten eine Option. Derzeit deutet darauf zwar nichts hin, eine solche Entscheidung könnte aber auch noch kurz vor Schließung des Sommer-Transferfensters Ende August getroffen werden.

Unsere Einschätzung: Eine Ausleihe an einen anderen Klub käme für beide Spieler wohl noch zu früh. Zumal die Bayern mit ihrer zweiten Mannschaft in der kommenden Saison ernst machen wollen, was den Aufstieg in die 3. Liga betrifft. Dafür werden beide auf jeden Fall gebraucht - mindestens. Bei optimaler Entwicklung in den kommenden Monaten ist aber auch eine wichtige Rolle bei den Profis möglich. 

Mögliche Zugänge:

Paul Pogba (Juventus Turin): Der Franzose ist eines der heißesten Eisen, das derzeit auf dem internationalen Transfermarkt gehandelt wird. Klar, dass der Mittelfeldspieler deshalb auch schon mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wurde. Doch Pogbas skandalumwitterter Spielerberater Mino Raiola hat für seinen Schützling einen Preis von rund 100 Millionen Euro aufgerufen - bei so einem Wahnsinn machen die Bayern garantiert nicht mit.

Unsere Einschätzung: Macht ruhig, Real!

Ricardo Rodriguez (VfL Wolfsburg): Der Linksverteidiger hat seinen Vertrag beim Bayern-Konkurrenten bis 2019 verlängert, allerdings mit einer Ausstiegsklausel von 25 bis 30 Millionen Euro. Diese Klausel verringert sich aber angeblich ab 2016 jährlich. Vor seiner Vertragsunterschrift war der Schweizer mit den Bayern in Verbindung gebracht worden.

Unsere Einschätzung: In diesem Sommer gewiss kein Thema für die Bayern. Und dann? Das kommt ganz auf David Alaba an: Wenn der nämlich vermehrt im Mittelfeld aufläuft, wäre ein zweiter Linksverteidiger von internationaler Klasse nötig.

Seamus Coleman (FC Everton), Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen), Danilo (FC Porto), Branislav Ivanovic (FC Chelsea)Martin Montoya (FC Barcelona): Dass der FCB einen Rechtsverteidiger verpflichtet, erscheint nicht unwahrscheinlich. Zwar haben die Münchner Rafinha und auch noch Sebastian Rode (plus möglicherweise Mitchell Weiser, siehe oben), doch ein Mann von internationalem Topformat stünde den Bayern auf dieser Position gut zu Gesicht. Neben Ivanovic scheint am ehesten Danilo dieses Profil zu erfüllen, doch um den buhlen auch andere europäische Top-Klubs. Zudem hält man sich bei den Bayern ja mit der Verpflichtung von Südamerikanern, die noch keine Bundesliga-Erfahrung haben, zurück.

Unsere Einschätzung: Wenn die Bayern einen Rechtsverteidiger verpflichten, dann wird es womöglich einer vom Typ Juan Bernat. Mit dem hatte im vergangenen Sommer auch keiner als Neuzugang gerechnet, doch dann zauberten die Bayern den Linksfuß vom FC Valencia aus dem Hut - und der schlug voll ein.

Kevin de Bruyne (VfL Wolfsburg): Der Belgier mischt derzeit die Bundesliga auf und wurde deshalb natürlich auch schon beim FC Bayern gehandelt. Thema: "Robben und Ribéry werden nicht jünger" ... Der 23-Jährige passt genau in das Beuteschema der Münchner. Er ist schnell, technisch ohne Schwäche, noch am Anfang seiner Entwicklung und, ein nicht zu unterschätzender Faktor: Er steht bei Bayerns derzeit stärkstem Rivalen unter Vertrag. Mehr als Gerüchte gab es zu dieser Personalie bislang aber nicht.

Unsere Einschätzung: Bayern wird bei de Bruyne in diesem Sommer (noch) nicht aktiv. Sollte dem doch so sein wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Bayern den teuersten Transfer der Bundesliga-Geschichte tätigen würden: De Bruyne hat einen Marktwert von 28 Millionen Euro und noch einen Vertrag bis 2019 ...

Ante Coric (Dinamo Zagreb) und Enes Ünal (Bursaspor): Die beiden Offensivspieler sollen ebenfalls auf dem Einkaufszettel der Bayern stehen. Allerdings wären diese Transfers eine Investition in die Zukunft, ähnlich wie es bei Joshua Kimmich oder Sinan Kurt der Fall war.

Unsere Einschätzung: Gut möglich, dass die Bayern sich eines oder gar die beiden 17-jährigen Talente schnappt. Nachdem der heiß begehrte Martin Ödegaard zu Real Madrid wechselte, will man sich an der Säbener Straße gewiss nicht das nächste Talent durch die Lappen gehen lassen.

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