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FC Bayern jagte ihn vom Hof – Ex-Juwel Stiller packt aus: „War nicht schön“

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Von: Marius Epp

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Angelo Stiller ist eine der Nachwuchshoffnungen im deutschen Fußball.
Angelo Stiller ist eine der Nachwuchshoffnungen im deutschen Fußball. © Robin Rudel/imago

Angelo Stiller wollte beim FC Bayern den gleichen Weg wie Thomas Müller gehen. Doch der gebürtige Münchner musste seinen Traum aufgeben - zumindest vorerst.

München - Der Weg zum Profi beim FC Bayern ist hart, nur die wenigsten schaffen es bis ganz nach oben. Angelo Stiller stand kurz davor. Der gebürtige Münchner durfte schon dreimal bei den Profis ran, schnupperte zudem Champions-League-Luft. Doch die Bilderbuchkarriere beim Rekordmeister blieb ihm zunächst verwehrt.

2021 wechselte der U21-Nationalspieler ablösefrei zu 1899 Hoffenheim. „Ich wollte unbedingt den Weg gehen, den Thomas Müller gegangen ist“, sagt Stiller in einem Interview mit Spox. Der 21-Jährige durchlief von 2010 bis 2021 die Jugend des FC Bayern und wurde 2020 mit der Bayern-Reserve Meister in der 3. Liga.

Angelo Stiller
Geboren: 4. April 2001 (Alter 21 Jahre), München
Größe: 1,83 m
Verein: 1899 Hoffenheim
Marktwert: 6 Millionen Euro

FC Bayern: Ex-Juwel Angelo Stiller erinnert sich einschneidenden Moment - „War nicht schön“

Doch es gab einen Moment, in dem klar war, dass er seine Heimatstadt verlassen muss: Die Verpflichtung von Marc Roca und Tiago Dantas 2020 bezeichnete er einst als „Schlag ins Gesicht“. Somit war klar, dass er wohl keine Chancen mehr bekommen würde. „Ich habe es in der Kabine von anderen Spielern erfahren. Das war nicht schön“, erinnert er sich.

Stiller spart nicht mit Kritik an seinem ehemaligen Arbeitgeber. „Wer bei der Reserve Leistung bringt, kriegt oben seine Chancen - das war uns immer gesagt worden. Ich hätte mich gefreut, wenn ich mehr Vertrauen gespürt hätte“, betont er. Sein Entschluss, den FC Bayern zu verlassen, stand fest.

Angelo Stiller: Hoffenheim statt Bayern

„Natürlich haben die Verantwortlichen versucht, mich umzustimmen. Für mich stand aber fest, dass es Zeit für etwas Neues ist“, sagt Stiller. Und diese Entscheidung stellte sich als goldrichtig heraus: Sebastian Hoeneß kannte ihn aus seiner Zeit bei den Bayern-Amateuren bestens und lotste ihn zu sich in den Kraichgau. Dort ist er vom Drittligaprofi zum Bundesliga-Stammspieler gereift.

Möglicherweise trauert ihm schon jetzt so manch einer an der Säbener Straße hinterher. Seit Thomas Müller hat es kein Bayern-Eigengewächs mehr geschafft, sich bei den Profis festzuspielen. Im zentralen Mittelfeld brachte Neuzugang Marcel Sabitzer nicht die gewünschte Verstärkung - der Österreicher könnte die Bayern schon nach einem Jahr wieder verlassen. (epp)

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