Achtelfinale und Gruppensieg perfekt

Bayern macht's gegen Rom auch ohne Gala

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In der 38. Minute nahm sich Franck Ribéry ein Herz und bereitete seinen Treffer zum 1:0 einfach selber vor.

München - Auch ohne eine Traumvorstellung kann der FC Bayern den AS Rom besiegen. Gegen die Italiener machten die Münchner den Gruppensieg in der Königsklasse klar.

Achtung, liebe Liga: Ab jetzt kann sich der FC Bayern wieder auf das Auseinandernehmen der heimischen Gegner konzentrieren, in der Champions League ist die Wiese mal wieder gemäht - wie Karl-Heinz Rummenigge sagen würde. Mit 2:0 (1:0) fertigten seine Roten am Mittwochabend den AS Rom ab und liegen zwei Spieltage vor Schluss schon sicher im Lostopf für das Achtelfinale, und das sogar als Gruppenerster! Das ist selbst für die roten Rekordjäger neu, sie schließen die Hammergruppe also mit einem historischen Szenario ab.

Hier können Sie das Spiel im Ticker Nachlesen.

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Dafür verantwortlich war am Abend ein Gegner, der wieder einmal nicht das abrufen konnte, was man ihm eigentlich zutraut. Die Gäste überraschten zunächst mit einer Aufstellung, die nicht mehr viel mit der vom 7:1-Hinspiel zutun hatte. Trainer Rudi Garcia tauschte sogar den Torwart aus, brachte ganz vorn für Italien-Legende Francesco Totti den Kollegen Mattia Destro - im wörtlichsten Sinne ein Zeichen von Destruktivität. Und so wurde es erst mal ein zerfahrenes Hin und Her ohne Prickelfaktor, weil auch beim FC Bayern der letzte klare Pass fehlte. Ein Grund: Arjen Robben. Der Holländer meldete sich kurzfristig mit Magen-Darm-Problemen ab. Und ohne Robben ist diese Star-Truppe dann doch eine andere, auch wenn FCB-Sportvorstand Matthias Sammer vorab anmerkte: „Die anderen sind auch nicht so schlecht!“ Da hat er recht: Die Namen Ribéry, Götze und Lewandowski dürften den meisten Zuschauern in der Arena etwas gesagt haben. Trotzdem passierte über eine halbe Stunde so ziemlich nichts, viel verhakte sich im Mittelfeld.

Sieben Minuten vor der Halbzeit packte sich dann die Nummer sieben die Kugel und schickte sie weiter zu David Alaba auf die linke Seite. Von da kam sie zurück auf, genau, Franck Ribéry. Der Franzose netzte zum 1:0 ein und deutete mit beiden Zeigefingern gen Himmel - der Jubel für seinen kürzlich verstorbenen Cousin.

Bilder und Noten: Chapeau Monsieur Ribéry

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Auch danach blieb Ribéry einer der auffälligeren Bayern, der 31-Jährige führte das von ZDF-Experte Oliver Kahn „Angriffspressing“ bezeichnete Bayernspiel mit großem energischen Aufwand an. So kam der Gastgeber zu immer mehr Ballgewinn und -kontrolle, der Drang auf das Römer-Tor verpuffte aber in kleinen Ungenauigkeiten. Beispiel: David Alaba köpfte aus guter Position unbedrängt über die Latte (52.), auf der Tribüne rief der verletzte Co-Kapitän Bastian Schweinsteiger: „Da musst du doch drücken!“ Er kann es ab dem Achtelfinale besser machen, beim Sieg Mittwochabend wurde er jedenfalls nicht gebraucht.

Der stand dann spätestens nach dem 2:0 durch Mario Götze fest (64.). Der Weltmeister verwertete einen halbhohen Pass von Lewandowski elegant-artistisch ins lange Eck und markierte damit sein siebtes Tor in den letzten acht Spielen.

Am Samstag in Frankfurt kann er dann nachlegen - mit voller Konzentration auf den Bundesligaalltag.

mic, lop, sw

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