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Vor dem Spiel gegen Dortmund

FC Bayern auf der Wiesn: Ein Vollrausch ist nicht drin

München - Den grandiosen CL-Sieg feiert der FC Bayern am Mittwoch auf dem Oktoberfest. Doch ein Vollrausch ist vor dem Spiel gegen den BVB nicht drin.

Und Prost! Die Stars des FC Bayern haben am Mittwoch auf einen optimalen Saisonstart angestoßen, wenn auch mit gewohnt angezogener Handbremse. Im Käferzelt kamen Lahm & Co. am frühen Nachmittag mit ihren Begleitungen und Kindern zusammen, machten Brotzeit und nippten am Bier. Jeweils eine Mass für die fünf sehenswerten Treffer vom Abend zuvor gegen Dinamo Zagreb? Nein, soweit wollte niemand gehen. „Wir werden uns nicht abschießen, das haben wir noch nie gemacht, das ist auch nicht gut für unseren Körper“, sagte Ur-Bayer Thomas Müller.

Zumal die Roten in dieser Woche auch noch etwas vorhaben. Am Sonntag kommt Borussia Dortmund in die Arena, zum ersten Mal wieder in echter Konkurrenz-form. Zwar liegt der FCB entspannte vier Zähler vor dem Rivalen aus dem Ruhrpott, eine Pleite würde jenseits jeder Punkterechnung aber wieder mal mehr als nur einen Sturm im Bierglas hervorrufen. Diese Duelle gegen Schwarzgelb nimmt man seit ein paar Jahren empfindlich ernst.

Vielleicht ziehen sich auch deshalb die Verantwortlichen ein wenig zurück. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hatte schon nach dem furiosen Sieg gegen Zagreb nichts zu sagen, grüßte gestern nur einmal freundlich in die Kameras. Sportvorstand Matthias Sammer hielt es wie der Chef – nur kein Satz, der die Verfolger zusätzlich anstacheln könnte. Die Spieler gingen diesen Weg mit.

„Wenn wir fokussiert bleiben, können wir den BVB schlagen“, sagte Supertorschütze Robert Lewandowski, als hätte er die Gedanken von Matthias Sammer gelesen. Auch Jerome Boateng ordnete die Stimmung im Land ganz entspannt ein: „Klar verstehe ich, dass die anderen alle wollen, dass wir verlieren. Das ist, glaube ich, normal.“ Der Verteidiger will nichts dazu beitragen, dass es noch mal spannend wird.

Auch von Seiten der Borussia kommen derzeit keine spitzen Kommentare in Richtung Süden. Eher in Richtung ehemaliger Identifikationsfiguren. Ex-Spieler Kevin Großkreutz hatte zuletzt aus der Türkei angemahnt, dass ihm bei seinem Lieblingsklub so einiges gegen den Strich geht. „Was ist aus unserer Borussia geworden? Es ist ein geiler Verein, macht ihn nicht kaputt und werdet nicht wie andere Vereine!“ Es ging ihm dabei um Eintrittspreiserhöhungen, Traditionsverlust und andere emotionale Themen. Sein ehemaliger Boss Hans-Joachim Watzke fand das gar nicht lustig. „Das erfüllt schon den Tatbestand des Nachtretens“, sagte Watzke. Er würde ihm empfehlen, „sich mal um seine Probleme zu kümmern. Da hat er mit Sicherheit genug zu tun.“

Ein versöhnliches Anstoßen ist vorerst also nicht drin, zumal in Dortmund keiner Zeit für so etwas hat. Am Donnerstagabend geht es bei PAOK Saloniki in eine hitzige Europa-League-Schlacht, und das nach zwei schwächeren Auftritten bei zwei Unentschieden in der Liga. Thomas Tuchel ließ zur Regeneration gleich mal fünf Spieler zu Hause. Sie werden wohl nicht freudig prostend vor dem Fernseher sitzen.

Bilder: So lassen es die Roten im Wiesn-Zelt krachen

mic, sw

Rubriklistenbild: © dpa

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