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Bayern-Aufstellung gegen Stuttgart ist raus - Überraschung! Nagelsmann schont zwei Top-Stars

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Von: José Carlos Menzel López

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Trainer des FC Bayern München Julian NAGELSMANN und Leroy SANE (FC Bayern München, 10) klatschen nach Auswechslung ab
Leroy Sané sitzt gegen den VfB Stuttgart auf der Bank. © IMAGO / Passion2Press

Der FC Bayern hat aktuell massive Personalprobleme. Vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart muss Trainer Julian Nagelsmann improvisieren.

Update vom 14. Dezember, 17.32 Uhr: Die Aufstellung des FC Bayern ist raus! Julian Nagelsmann setzt notgedrungen auf Marc Roca. Der Spanier kam bislang erst 25 Minuten in der Liga zum Einsatz, muss jetzt aber ran, weil auf der Sechs das Personal sehr dünn wird. Außerdem erhalten Dayot Upamecano und Leroy Sané eine Pause - für sie beginnen Niklas Süle und Serge Gnabry.

Die Aufstellung des FC Bayern: Neuer - Pavard, Süle, Hernandez - Coman, Musiala, Roca, Davies - Gnabry, Müller - Lewandowski

Erstmeldung vom 13.12.2021:

München - Julian Nagelsmann plagen Sechs-Probleme. Klingt zunächst einmal besorgniserregend, angesichts der Potenz des Bayern-Kaders aber allemal lösbar. Der Reihe nach: Joshua Kimmich fällt bekanntermaßen aufgrund der Nachwehen seiner – mittlerweile überstandenen – Corona-Infektion bis 2022 aus. Wie der Cheftrainer des Rekordmeisters vor dem Duell in Stuttgart erklärte, gehe es dem Knie von Leon Goretzka zwar mittlerweile besser, ein Einsatz beim VfB am Dienstagabend kommt jedoch aller Voraussicht nach noch zu früh.

Corentin Tolisso, der zuletzt im defensiven Mittelfeld eingesprungen war, konnte gestern aufgrund von Muskelbeschwerden nur individuell trainieren. Jungspund Jamal Musiala erlitt zudem einen Mittelhandbruch, rückt wohl wie Marcel Sabitzer (Oberschenkelprobleme) angesichts der Personallage aber dennoch in den Kader.

Tolisso & Musiala verletzt - Roca muss gegen Stuttgart ran

Rein positionstechnisch gibt der Bayern-Kader nur zwei Akteure her, die im Vollbesitz ihrer Kräfte wären. Die Rede ist von Michael Cuisance und Marc Roca, die – wohlgemerkt zusammen – auf gerade einmal 122 Einsatzminuten im Laufe der bisherigen Saison kommen. Auf den Spanier angesprochen, der immerhin in den vergangenen zwei Partien gegen Barcelona und Mainz etwas Spielpraxis sammeln durfte, ließ Nagelsmann durchblicken, dass er in der Mercedes-Benz-Arena ein gefragter Mann sein könnte: „Die Personalsituation erlaubt es, dass er länger Spielzeit kriegt. Er trainiert sehr fleißig und ist charakterstark. Er lässt sich im Training nie hängen. Er ist ein sehr guter Fußballer und hat sich in den letzten Wochen gesteigert. Ich rechne das einem Spieler hoch an, wenn er so wenig spielt und dann trotzdem immer richtig Gas gibt“, lobte der Fußballehrer.

FC Bayern: Nagelsmann will lange nicht an Urlaub denken

Die Bayern gehen zwei Spieltage vor der verdienten Winterpause personell auf dem Zahnfleisch, an Urlaub will Nagelsmann aber noch lange nicht denken. Derartige Gedanken führen nur zu „Spannungsabfall – und das widerstrebt mir gänzlich“, unterstrich der 34-Jährige, für den es im Ländle zum Duell mit seinem ehemaligen Zimmergefährten kommt.

Zehn Monate lang führten Nagelsmann und Pellegrino Matarazzo während der Ausbildung zum Fußballehrer eine Zweck-WG, bei der es zwar keine Salzstreuer-Schlachten wie bei Pep Guardiola und Thomas Tuchel, dafür intensive Bettgespräche über ballferne Sechser oder asymmetrische Aufbausysteme mit seinem späteren Co-Trainer in Hoffenheim gegeben haben dürfte. Julian Nagelsmann über seinen Lehrgangsbruder: „Eine Mannschaft, auf die man sich schwer vorbereiten kann. Ich hatte mit Matarazzo viele witzige Momente. Er ist ein Mathematiker und geht auch so an die Spiele heran. Defensiv spielen sie sechs, sieben verschiedene Grundordnungen. Das ist alles sehr variabel. Dagegen kannst du fast nur mit eigener Dominanz punkten.“

FC Bayern hat Etappenziel im Visier

Mit Dominanz sollen nicht nur die Ausfälle kompensiert, sondern auch das Etappenziel Herbstmeisterschaft erreicht werden. Rein rechnerisch benötigen die Bayern dafür lediglich einen Punkt, damit die Dortmunder Borussia – in der Theorie – vor Heiligabend nicht mehr aufschließen kann. Ja, auch der BVB hat gewissermaßen ein Sechs-Problem: der Sechs-Punkte-Rückstand auf den Spitzenreiter aus dem Süden.

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