FCB im Liga-Vergleich nur Siebter

Bayerns Krankenakte: Wo und wie lange es die FCB-Stars erwischte

Der FC Bayern hatte in der abgelaufenen Saison viele Ausfälle zu beklagen. Wo zwickte es besonders? Wir haben ein medizinisches Fazit gezogen.

  • Der Kader des FC Bayern musste in der abgelaufenen Saison oft mit Verletzungen kämpfen.
  • Am öftesten waren das Sprunggelenk und das Knie betroffen.
  • Die medizinische Abteilung darf trotz vieler Ausfälle eine positive Bilanz ziehen.

München - Hertha ist Meister, die Bayern landen nur auf Platz sieben. Was angesichts der bayerischen Dominanz nach sportlicher Utopie klingt, ist tatsächlich die Wahrheit. Die Berliner sind nämlich offizieller Gesundheitsmeister der Saison 19/20, so hat es der Stuttgarter Journalist Fabian Siegel in seinem Blog fußballverletzungen.com ausgerechnet.30 Tage im Schnitt fiel ein Herthaner in der vergangenen Saison verletzt aus, beim FCB waren es schon knapp 50. Der Klub mit der größten medizinischen Abteilung der Bundesliga, die nach dem Abschied von Team-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt aus 13 Personen besteht, befindet sich damit im Mittelfeld. Wo es besonders zwickte? Die tz öffnet die rot-weiße Krankenakte!

Und stellt fest: Die bei Bayern am häufigsten betroffenen Körperstellen waren das Sprunggelenk und das Knie. Sieben Mal zogen sich FCB-Kicker Verletzungen am Knöchel zu, im Knie schmerzte es sechs Mal. Klingt erst mal nicht allzu schlimm, beim Blick auf die Ausfalltage sieht es aber schon anders aus. Ganze 341 Tage fielen Spieler des Rekordmeisters aufgrund von Wehwehchen am Sprunggelenk aller Art aus, Knieblessuren zogen die Roten sogar insgesamt 359 Tage aus dem Verkehr. Macht summa summarum zusammen fast zwei Jahre. Verletzungsmeister an der Säbener Straße ist übrigensNiklas Süle. Ein Kreuzbandriss und ein Knie-Ödem zwangen den 24 Jahre alten Verteidiger zu einer Pause von 256 Tagen. Vize ist Lucas Hernández mit 118 Tagen.

Niklas Süle war Bayerns Pechvogel in der abgelaufenen Saison.

Bayern-Stars müssen hohe Belastung erdulden

Dass sich Blessuren bei einem Klub wie den Bayern häufen, hat seine Gründe. Im Gegensatz zu anderen Vereinentanzen die Roten regelmäßig auf drei Hochzeiten – eine zusätzliche Belastung, die sich unvermeidbar auf der Krankenakte widerspiegelt. „Die Belastung ist immens hoch“, erklärt Oliver Schmidtlein. Der Ex-FCB-Physio weiter: „Daher müssen wir uns daran gewöhnen, dass mal fünf, sechs Spieler zur gleichen Zeit ausfallen. Erst wenn sich die Art der Verletzungen ähnelt und zum Beispiel außergewöhnlich viele Muskel- oder Bandverletzungen eintreten, sollte man sich Gedanken machen.“ Hinzu kommt: Der Ursprung zahlreicher Verletzungen liegt bei einem Foul und kann somit mittels Prävention nicht verhindert werden.

Immerhin: Der FCB hat sich im Vergleich zur Saison 18/19 mit Blick aufs Lazarett verbessert. Standen damals noch rund 55 Tage Ausfallzeit im Schnitt pro Kicker zu Buche, waren es in der abgelaufenen Saison nur noch 49. Und wenn die Königsklasse in drei Wochen losgeht, liegt die Anzahl der Verletzten des FCB genau bei: null. (J Carlos Menzel López)

Rubriklistenbild: © MIS / Bernd Feil/M.i.S.

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