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Bayern-Star Müller komplett fassungslos: „Auf jeden Fall eine Enttäuschung“

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Von: Manuel Bonke

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Beim FC Bayern München ist in diesen Tagen einiges geboten. Für Diskussionen sorgt aktuell vor allem die Verleihung des Ballon d‘Or.

München - Erhält Robert Lewandowski (33) den nächsten Trostpreis im Rahmen der Weltfußballer-Wahl? Nachdem der Argentinier Lionel Messi (34) den Ballon d’Or gewann, bekam der Angreifer des FC Bayern mehr symbolisch den Pokal als weltbester Stürmer überreicht – und nun könnte der Goldene Ball doch noch den Weg in Lewandowskis Trophäen-Schrank finden. Denn: Ballon-d’Or-Chef Pascal Ferre schloss eine nachträgliche Ehrung des Polen für das Jahr 2020 nicht aus.

Nachträgliche Verleihung des Ballon d‘Or 2020?

„Ich denke, wir müssen die Entscheidungen nicht sehr schnell treffen. Wir können darüber nachdenken und sollten gleichzeitig die Geschichte des Ballon d’Or respektieren, die auf Wahlen basiert“, sagte Ferre dem Nachrichtenportal watson. Den Denkanstoß hierfür gab Preisträger Messi in seiner Dankesrede in Richtung Lewandowski: „Jeder weiß, dass du letztes Jahr der Gewinner warst. Ich finde, sie sollten dir den Preis für 2020 noch geben. Du hast ihn verdient und solltest ihn auch zu Hause haben.“


Robert Lewandowski von Bayern München hält die Ballon d‘Or-Trophäe 2021 für den Stürmer des Jahres während der Verleihung im Pariser Théâtre du Châtelet.
Robert Lewandowski erhielt lediglich den Ballon d‘Or für den Stürmer des Jahres. © Christophe Ena / dpa / AP

Zlatan Ibrahimovic pflichtete bei. „Den Ballon d’Or hätte dieses Jahr Lewandowski verdient gehabt“, sagte der schwedische Superstar dem Corriere della Sera.

Fußballer unterstützen Robert Lewandowski: „Die Verleihung war eine Enttäuschung“

Diese Meinung vertritt auch Thomas Müller (32). Der Ur-Bayer ist seit Jahren der kongeniale Partner Lewandowskis in der Offensive. „Aus bayerischer, polnischer und auch aus deutscher Sicht war die Verleihung des Ballon d’Or auf jeden Fall eine Enttäuschung. Für manche sogar noch etwas mehr“, startete Müller sein Plädoyer auf Lewandowski und die Bundesliga bei LinkedIn und erklärte: „Obwohl ich ja schon etwas länger im Geschäft bin und deshalb über den Ausgang nicht wirklich überrascht war (bei Franck Ribéry war das 2013 ähnlich), hat das Ganze in mir einen Gedanken geformt bzw. nochmals verfestigt: Wir haben großartige Spieler in der Bundesliga und müssen uns nicht verstecken.“

Für Müller ist die Nicht-Wahl Lewandowskis kein Problem des Stürmers, sondern ein Problem der Bundesliga. Darum kündigt er an, dass das Wahlergebnis für ihn eine riesige Motivation sei, um alles in die Waagschale zu werfen, „um die Champions League wieder nach München zu holen und der Fußballwelt zu zeigen, was Sache ist. Und vor allem, was der deutsche Fußball zu bieten hat.“ (bok)

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