Vidal und Müller treffen

Adeus, Benfica! Bayern mit Remis im Halbfinale

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Thomas Müller brachte die Bayern in der zweiten Halbzeit in Führung.

München - Der FC Bayern München steht im Halbfinale der Champions League. Gegen Benfica Lissabon spielte der Rekordmeister dank Toren von Vidal und Müller Remis.

Erst unnötig spannend, dann aber doch gewohnt souverän – mit dem 2:2-Remis in Lissabon hat der FC Bayern zum fünften Mal in Folge das Halbfinale der Champions League erreicht. Dabei waren die Münchner über weite Strecken des Spiels die dominierende Mannschaft, mussten nach dem 0:1-Rückstand durch Raul Jimenez (27.) aber kurzzeitig ums Weiterkommen zittern. „Natürlich haben wir uns das nicht so vorgestellt, aber wir sind ruhig geblieben“, meinte Thomas Müller später.

In der Folge drehten Arturo Vidal (38.) und jener Müller (52.) die Partie mit ihren Treffern und sicherten dem deutschen Rekordmeister das Ticket für die Vorschlussrunde. Benficas Joker Talisca gelang nur noch der Ausgleichstreffer für zu spät aufwachende Portugiesen (76.). Die Sensation des Abends ereignete sich in Madrid, wo Underdog Atlético den großen Favoriten FC Barcelona mit einem 2:0-Sieg aus der Königsklasse kegelte. Neben Atlético ist noch Lokalrivale Real dabei und Peps künftiger Klub aus Manchester. Für die Bayern heißt es jetzt: Auf nach Madrid – oder doch lieber zu City?

Keine Sensation, aber zumindest eine Überraschung gab es auch in Lissabon, denn Pep Guardiola ließ Robert Lewandowski zunächst auf der Bank. Benfica-Trainer Rui Vitoria musste ebenfalls improvisieren, neben dem gesperrten Jonas fielen in der Offensive kurzfristig auch noch Kostas Mitroglou und Nico Gaitan aus. Auf dem Platz machte sich das aber nicht bemerkbar, denn auch ohne ihre Tormaschinerie gingen die Gastgeber nach 27 Minuten mit ihrer ersten Chance in Führung. Flankengeber Eliseu durfte unbedrängt durch Mittelfeld marschieren, seine fein getimte Hereingabe nickte Raul Jimenez bedrängt von David Alaba und Martinez am vorbeisegelnden Neuer zum 1:0 ins Netz.

Einer überragt beim Fight in Lissabon - Bilder und Noten

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Die Bayern waren sichtbar geschockt – und fingen sich nur drei Minuten später fast den nächsten Treffer. Wieder war es Jimenez, der im Strafraum an die Kugel kam und sich die Ecke aussuchen durfte. Glücklicherweise entschied er sich aber für die Arme von Neuer (30.). Zwar hatten die Gäste in der ersten Halbzeit stolze 70 Prozent Ballbesitz, nur in Benficas Hälfte machten sie daraus zu wenig. Bis zur 38. Minute. Da war plötzlich Platz auf dem rechten Flügel, den Lahm für eine scharfe Hereingabe nutzte. Ederson klatschte ab, Vidal rauschte aus dem Hinterhalt an und setzte zum Schuss an. Nach dem Motto Fangzaun oder Tornetz drosch er die Kugel auf den Kasten, Sekundenbruchteile später schlug sie ein – 1:1! „Das war ein exzellenter Abschluss von Arturo“, lobte Kapitän Philipp Lahm. Das Tor zum Halbfinale war wieder weit offen, kurz nach der Halbzeitpause marschierten die Münchner dann durch. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff stellte Müller einmal mehr seinen unnachahmlichen Torriecher unter Beweis und stand nach einer Alonso-Ecke und einem Martinez-Kopfball goldrichtig (52.). „Das war eine einstudierte Variante. Immer schön, wenn sowas funktioniert“, freute sich der Torschütze. Die Portugiesen brauchten jetzt drei Tore, aber die Münchner hatten alles im Griff. Alleine Douglas Costa hätten den Portugiesen eine Packung verpassen können. Erst scheiterte der Dribbler frei vor Ederson (54.), wenig später am Pfosten (60.). Müller erzielte den dritten Treffer, wurde aber wegen Abseits zurückgepfiffen (68.).

Alles deutete auf ein entspanntes Ende hin, doch dann brach die Schluss-Viertelstunde an. Für einen Moment war die Bayern-Defensive unaufmerksam, plötzlich lief der eingewechselte Guedes auf Neuer zu. Martinez holte den Portugiesen kurz vor dem Strafraum von den Beinen und hatte großes Glück, dass Schiri Kuipers es bei einer Gelben Karte beließ (75.). Der Benfica-Tross forderte Rot, Trainer Vitoria gar so vehement, dass er auf die Tribüne verwiesen wurde. Von dort aus sah er, wie der ebenfalls eingewechselte Talisca den folgenden Freistoß sehenswert zum 2:2 einnetzte (76.) – mehr aber auch nicht.

sw, lop

 

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