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„Schöne Augen, schöne Haare“: Bayern-Star will eigentlich lieber woanders spielen

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Von: Patrick Freiwah

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Torjubel beim FC Bayern: Benjamin Pavard und Leroy Sané freuen sich mit Thomas Müller
Torjubel beim FC Bayern: Benjamin Pavard und Leroy Sané freuen sich mit Thomas Müller. © Frank Hoermann/SVEN SIMON/Imago

Während der FC Bayern nach einer Machtdemonstration obenauf ist, herrscht nicht im gesamten Kader Zufriedenheit. Es gibt da jemanden, der möchte lieber woanders spielen.

München - Beim FC Bayern läuft es sportlich wieder blendend. Kassierte der Rekordmeister vor der Länderspielpause noch eine unrühmliche Heimpleite gegen Eintracht Frankfurt, so konnte diese Scharte mit einer phänomenalen Vorstellung beim vermeintlichen „Titelrivalen“ Bayer Leverkusen ausgemerzt werden. Die Münchner scheinen insgesamt auf einem sehr guten Weg, die zehnte Meisterschaft in Folge einzutüten - und Trainer Julian Nagelsmann die erste überhaupt (im Herrenbereich).

Da wäre es fast schon langweilig, würden nicht zumindest innerhalb des Kaders Unzufriedenheiten nach außen dringen: Denn ungeachtet des sportlichen Erfolges gibt es Spieler, die mit Trainerentscheidungen nicht allzu glücklich sind - und das hat sich auch unter dem gebürtigen Landsberger nicht geändert. Diesmal geht es um Benjamin Pavard, seines Zeichens amtierender Weltmeister mit Frankreich. Der angestammte Rechtsverteidiger hat seinen Anspruch erneuert, lieber woanders zu spielen: in der Innenverteidigung.

FC Bayern: Pavard möchte im Zentrum ran - „Da habe ich am meisten Spaß“

In einem Gespräch mit Canal+ erklärte der 25-Jährige, dass er lieber im Zentrum spiele - obwohl er sowohl bei Bayern München wie auch in der Nationalmannschaft zumeist auf dem Flügel ran muss. „Meine Position ist in der Innenverteidigung. Das war schon immer so, hier fühle ich mich am wohlsten. Da habe ich am meisten Spaß. Ich denke, auf dieser Position sieht man meine Qualitäten besser“, lässt Pavard wissen.

Bei seinem Bundesligaklub und in der Landesauswahl sieht sich der Münchner Neuzugang des Jahres 2019 immer mal Kritik ausgesetzt, so wird dem Abwehrspieler gerne ein fehlender Offensivdrang bescheinigt. Das könnte durchaus einer der Gründe sein, warum sich Benjamin Pavard in der Mitte besser aufgehoben fühlt.

Bayern München: Pavard wehrt sich gegen Kritik aus der Heimat

Auch eine mangelnde technische Finesse wird dem FC-Bayern-Star zuweilen vorgeworfen - speziell in der französischen Heimat. „Meine Trainer wissen sehr gut, dass meine Position im Abwehrzentrum ist. Im Moment lassen sie mich auf der rechten Seite spielen, weil sie Vertrauen in mich und meine Qualitäten haben. Didier Deschamps vertraut mir nicht wegen meiner schönen Augen oder Haare, sondern weil er sich meiner Qualitäten bewusst ist“, rechtfertigt sich der Ex-Stuttgarter.

Was die Kritik aus Frankreich betrifft, lässt der 2016 nach Deutschland gewechselte Profi wissen: „Ich habe nur selten in der Ligue 1 gespielt, also kennt mich die französische Öffentlichkeit kaum. Sie haben mich wohl erst nach meinem Tor bei der WM 2018 (für viele das schönste des Turniers) wahrgenommen und sich für mich interessiert.“

Zumindest beim FC Bayern dürfte er es jedoch schwer werden, künftig in der Innenverteidigung Fuß zu fassen: Schließlich verfügt der Serienmeister (auch) in diesem Mannschaftsteil über formidables Personal: die Landsleute Lucas Hernandez und Dayot Upamecano, Niklas Süle oder der mit großen Vorschusslorbeeren ausgestattete Tanguy Nianzou. (PF)

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