Sind die Stars unzufrieden? 

Pulverfass Bayern-Kabine? Berichte über schlechte Stimmung wegen Kovac

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James Rodriguez (r.) soll mit den Entscheidungen von Trainer Niko Kovac nicht immer einverstanden sein.

Noch vor zwei Wochen schien der FC Bayern über der Konkurrenz zu schweben - nach drei sieglosen Spielen in Folge hat sich die Stimmungslage jedoch komplett geändert. So soll es in der Bayern-Kabine mächtig brodeln und die Zweifel an Niko Kovac wachsen.

München - Niko Kovac bekommt derzeit einen Eindruck, was es heißt, Trainer des zu FC Bayern sein, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. Nach sieben Pflichtspielsiegen zum Saisonstart ist der Motor des Rekordmeisters etwas in Stottern geraten - drei sieglose Partien in Folge und schon scheint der Baum an der Säbener Straße zu brennen.

Berichte über unzufriedene Spieler, erste Zweifel an den Rotationsmaßnahmen des aus Frankfurt gekommenen Trainers sowie eine merkwürdige Ansage aus der Präsidentensuite - Boss Uli Hoeneß hatte geäußert, Kovac sei für seine Maßnahmen selbst verantwortlich und müsse „am Ende den Kopf hinhalten“, wenn es nicht laufe -, die Luft für den 46-Jährigen wird rauer.

Video: Hecking warnt vor nachdenklichen Bayern

FC Bayern: Fünf angebliche Gründe für die schlechte Stimmung unter Kovac

Dazu passend kommt ein Bericht der Bild (Vorsicht, Bezahl-Content), wonach es in der Kabine des FC Bayern bereits mächtig brodele. Angeblicher Grund: Coach Kovac. Die Stimmung unter den Stars sei nicht gut, schreibt das Boulevardblatt. Gleich fünf Gründe sollen ausschlaggebend für die wachsenden Zweifel an Kovac sein.

So soll James Rodriguez einen Wutanfall in der Kabine gehabt haben, als der Coach nicht anwesend war. Der Kolumbianer bekommt nicht so viele Einsatzminuten, wie er es sich selber gerne wünscht, und soll gefaucht haben: „Wir sind hier nicht in Frankfurt.“ Verbunden mit der Ankündigung, dass er Kovac klar machen wolle, dass er den Verein verlassen möchte. Immer wieder gibt es Gerüchte, wonach James zu Real Madrid zurückkehren könnte.

Zudem soll laut des Berichts einigen Spielern und Verantwortlichen übel aufstoßen, dass Kovac mit seinem Bruder Robert und dem bosnischen Sportdirektor Hasan Salihamidzic häufig auf Kroatisch spreche, auch im Beisein anderer. Co-Trainer Peter Hermann soll darüber ebenso wenig erfreut sein wie viele andere, die solch ein Verhalten als respektlos empfänden.

FC Bayern: Zu wenig Training und zu viel Kroatisch?

Weiterer Kritikpunkt in der Kabine laut Bild: der mangelnde Trainingsumfang. So soll Kovac seine Stars am Donnerstag, dem einzigen „normalen“ Trainingstag der Woche, lediglich 52 Minuten auf dem Platz gefordert haben. Aus der Vorbereitung sind die Profis noch ganz andere Umfänge gewohnt, damals dauerten die Einheiten auch gerne mal zwei Stunden.

Dass Kovac generell rotiert, stört die Kicker nicht. Doch offenbar bemängeln sie bei den unterschiedlichen Einsatzzeiten eine unfaire Verteilung. Es gebe das Gefühl, dass Spieler vor allem nach guten Leistungen wieder zurück auf die Bank oder gar Tribüne müssten, so etwa James nach seinem Auftritt auf Schalke oder Niklas Süle nach dem Erfolg gegen Leverkusen.

Und schließlich sollen die Stars eine klare Handschrift des Trainers Kovac vermissen. Statt eine klare Philosophie wie etwa Pep Guardiola zu vertreten, fehle dem noch relativ unerfahrenen Coach eine Spielidee, neue taktische Varianten würden selten eingeübt, stattdessen wiederhole Kovac in den Analysen ständig die Ansagen an die Innenverteidiger.

Viele Vorwürfe also wabern da durch die Landschaft - welche davon haltbar sind und welche ins Reich der Fabel gehören, wird die Zukunft zeigen. Das beste Mittel beim FC Bayern gegen aufkommende Kritik sind Siege, das weiß auch Kovac. Am besten gleich am Samstag im Topspiel zuhause gegen Borussia Mönchengladbach.

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