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Booster-Impfung für alle Bayern-Stars - doch neuer Corona-Ärger droht

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Von: Christoph Klaucke

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Beim FC Bayern erhält jeder Spieler, sofern möglich, die Booster-Impfung. Joshua Kimmich gilt als Genesener und muss sich noch gedulden.
Beim FC Bayern erhält jeder Spieler, sofern möglich, die Booster-Impfung. Joshua Kimmich gilt als Genesener und muss sich noch gedulden. © Frank Hoermann/Imago

Der FC Bayern reagiert auf die angespannte Corona-Situation mit Booster-Impfungen seiner Stars. Trotzdem müssen die Münchner längere Ausfallzeiten befürchten.

München - Dem FC Bayern machte im ablaufenden Jahr das Coronavirus schwer zu schaffen. Mehrere Profis mussten zeitweise wegen einer Corona-Infektion oder als Kontaktperson in Quarantäne - auch Trainer Julian Nagelsmann blieb nicht verschont. Hinzu kam eine emotionale Debatte um mehrere Stars, die einer Impfung skeptisch gegenüber standen.

Angesichts der neuartigen Omikron-Variante wollen sich die Bayern bestmöglich für die Rückrunde wappnen und die Spieler schützen. Dafür zieht der Verein nun alle Register. Neben schärferen Kontrollen und Hygienemaßnahmen wurde bereits fleißig geboostert, wie der deutsche Rekordmeister bekannt gab.

FC Bayern: Booster-Impfungen für alle Stars

Beim FC Bayern erhielten laut Bild alle Spieler, Trainer und Betreuer, sofern möglich, nach dem letzten Hinrunden-Spiel gegen Wolfsburg (4:0) in der Kabine die Booster-Impfung. Lediglich Profis, die erst vor Kurzem geimpft wurden beziehungsweise infiziert waren, wie Serge Gnabry, Jamal Musiala oder Joshua Kimmich, waren nicht darunter. „Alle Spieler, Trainer, sowie Staff-Mitglieder, bei denen dies bereits möglich war, haben die Booster-Impfung erhalten. Die Übrigen haben den Genesenen-Status oder sind geimpft“, erklärte Prof. Dr. Roland Schmidt, Mannschaftsarzt und Kardiologe des FC Bayern.

In Abstimmung mit dem Münchner Gesundheitsamt soll „wieder deutlich engmaschiger getestet und zudem alle Hygienemaßnahmen intensiviert werden“, teilten die Bayern mit. „Mit dem der aktuellen Lage angepassten Hygienekonzept und der erweiterten Teststrategie wollen wir das Risiko der Eintragung einer Corona-Infektion möglichst reduzieren. Wir werden hierbei auch auf eine Reduzierung von engen Kontaktsituationen abseits des Fußballplatzes achten“, betonte Schmidt. Die Maßnahmen würden auch die Beachtung von Abstandsregeln oder das Tragen von Masken betreffen.

FC Bayern: Trotz Booster-Impfung - neuer Corona-Ärger droht

Trotz der Booster-Impfungen drohen den Bayern im neuen Jahr längere Ausfallzeiten der Profis wegen Corona. Das Problem ist die Omikron-Variante. Bei dieser bewahrt einen der vollständige Impfschutz nicht vor einer Quarantäne. Seit Ende November sind die bayerischen Gesundheitsämter angewiesen, auch für Geimpfte und Genesene eine 14-tägige Quarantäne anzuordnen, wenn sie engen Kontakt zu einem Omikron-Infizierten hatten.

Die Quarantänedauer kann dabei nicht verkürzt werden, ein Freitesten ist nicht möglich. Ein Ende ist nur mit negativem Ergebnis eines PCR-Tests möglich und 48 Stunden Symptomfreiheit.

Video: News beim FC Bayern: Joshua Kimmich geht es besser

FC Bayern: Trainingsstart am Sonntag - Kimmich vor Rückkehr

Am Sonntag beginnt für den FC Bayern an der Säbener Straße die Vorbereitung auf die Rückrunde. Beim ersten Training im neuen Jahr dürfte dann auch wieder Joshua Kimmich mitmischen. Der Mittelfeldregisseur verpasste die letzten acht Spiele, zunächst musste er als ungeimpfte Kontaktperson in Quarantäne und infizierte sich schließlich selbst mit Corona.

Kimmich hatte eine Impfung anfangs wegen persönlicher Bedenken aufgrund fehlender Langzeitstudien verweigert, mittlerweile steht er einem Pieks jedoch offen gegenüber. Eine Impfung ist allerdings erst sechs Monate nach Genesung möglich. Immerhin scheint es Kimmich nach seiner Erkrankung wieder besser zu gehen. Der 26-jährige Schwabe meldete sich mit einer Ansage aus dem Winterurlaub. (ck)

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