1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

BVB - FCB: Transferflop plötzlich in Start-Aufstellung? Nagelsmann deutet Überraschung an

Erstellt:

Kommentare

Kingsley Coman, Lucas Hernandez, Corentin Tolisso und Marc Roca beim Training des FC Bayern.
Marc Roca (r.) könnte beim FC Bayern plötzlich in die Startelf rutschen - ausgerechnet beim Topspiel in Dortmund. © Philippe Ruiz/imago-images

Die Zeit als Bayern-Profi war für Marc Roca meist unbefriedigend - er ist nur Bankdrücker. Doch nun im Topspiel in Dortmund könnte seine große Stunde schlagen.

München - Er bekommt kaum Spielzeit beim FC Bayern - doch nun könnte im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund seine große Stunde schlagen: Die Rede ist von Marc Roca. Der Spanier könnte von den großen Personalproblemen beim FCB profitieren.

„Jamal Musiala und Marc Roca sind die Alternativen“, sagte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Freitag. Bei den Münchnern fehlen im Topspiel Corona-bedingt Joshua Kimmich und Eric Maxim Choupo-Moting, außerdem Marcel Sabitzer (Wadenverletzung), Buona Sarr (Adduktorenverletzung) und Josip Stanisic (Muskelbündelriss). Fraglich ist auch ein Mitwirken von Serge Gnabry, der das Abschlusstraining vorzeitig beendete. Auch Leon Goretzkas Einsatz steht auf der Kippe.

Weil Kimmich und möglicherweise Goretzka dem Team von der Säbener Straße fehlen, muss Nagelsmann im Zentrum umbauen. Corentin Tolisso dürfte beginnen - doch wer steht ihm als Sechser zur Seite? Gerade wenn Musiala wegen eines Gnabry-Ausfalls in der Offensive gebraucht wird, dürfte die Wahl auf Roca fallen.

Marc Roca: Nur 174 Minuten Einsatzzeit seit seinem Wechsel im Vorjahr

Seitdem er im Vorjahr von Espanyol Barcelona an die Isar gewechselt ist, hat Roca gerade einmal 174 Minuten Spielzeit sammeln dürfen. Der 25-Jährige hätte im größten und wichtigsten Bundesliga-Spiel der Hinrunde endlich die Chance, sich im Bayern-Dress zu zeigen.

Dabei wertet er seine bisherige Zeit beim deutschen Rekordmeister nicht als Fehler in seiner Vita, wie er El Mundo verriet: „Man könnte meinen, dass meine bisherigen Leistungen ein Misserfolg waren. Ich sehe das nicht so. Es war eine Herausforderung, und ich bin stolz darauf. Ich habe mich als Fußballer sehr verbessert.“

Roca weiter: „Vielleicht kann ich es im Moment nicht zeigen, weil ich nicht die Einsatzzeiten habe, die ich gerne hätte. Aber ich bin sicher, dass ich in Zukunft in der Lage sein werde, all dies zu nutzen.“

Er erklärt mit einem Lob, warum es bisher dazu nicht gekommen sei: Eben weil er „vielleicht den besten Mittelfeldspieler der Welt vor mir habe, und das muss ich akzeptieren.“ Die Rede ist von Joshua Kimmich. Dass Roca im Duell um den Platz als Sechser keine Chance hat, kann frustrieren: „Du fühlst dich bereit, aber du siehst nicht, dass du spielen kannst oder das Gefühl hast, dass du Teil der Mannschaft sein kannst. Das erzeugt Frustration.“ 

Marc Roca: „Ich wünschte, ich könnte hier erfolgreich sein. Aber im Leben weiß man nie“

Trotzdem sieht Roca das Positive an seinem Wechsel - so beispielsweise seine physische Entwicklung. „Auch wenn ich nicht gespielt habe, fühle ich mich körperlich besser. Das scheint widersprüchlich, aber so ist die Realität.“ Auch sein Verhältnis zu Julian Nagelsmann sei gut: „Mein Trainer sagt mir, worauf ich achten muss. Auch, dass er mich gut sieht, dass er mit meiner Mentalität, mit meiner Arbeit, mit meiner Einstellung zufrieden ist. In dieser Hinsicht bin ich ruhig.“

Vieles stimmt also an Rocas Engagement in München. Er habe seine Komfortzone verlassen und sei „daran gewachsen.“ Doch unter dem Strich bleibt die Tatsache, dass er nur Bankdrücker ist. „Ich wünschte, ich könnte hier erfolgreich sein. Aber im Leben weiß man nie. Wenn es nicht hier ist, dann eben woanders.“

Die Zeichen stehen also eher auf Abschied. Außer eben, ein bärenstarker Einsatz im Spitzenspiel in Dortmund verändert alles. (cg)

Am Samstag stehen sich Borussia Dortmund und der FC Bayern gegenüber. Welcher der beiden Trainer kann mit der besseren Taktik aufwarten? Eine Analyse.

Auch interessant

Kommentare