Comebacker Ribéry: "Bin traurig"

Nach Pleite: Guardiola mit dringlichem Appell

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Pep Guardiola fordert sein Team zu mehr Kontrolle auf.

Mönchengladbach - Der FC Bayern hat beim 1:3 bei Borussia Mönchengladbach die erste Saisonniederlage in der Bundesliga kassiert. Die Freude über das Comeback von Franck Ribery hielt sich daher in Grenzen.

Den Schock über die erste Saisonniederlage in der Fußball-Bundesliga hatten Spieler und Verantwortliche von Bayern München schnell verdaut, die Art und Weise wird den deutschen Rekordmeister aber noch länger beschäftigen. „Wir müssen lernen, dass Siege nicht selbstverständlich sind und Rückschläge in einem Spiel dazugehören. Da muss man die Ruhe bewahren“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer nach dem 1:3 (0:0) bei Borussia Mönchengladbach.

Nach dem ersten Gegentreffer durch Oscar Wendt (54.) verloren die bis dahin souverän agierenden Bayern vollkommen die Ordnung. Gladbach wurde zu Kontern eingeladen, im Spiel nach vorne lief nicht mehr viel zusammen. Nach dem Doppelschlag durch Lars Stindl (66.) und Fabian Johnson (68.) war das Spiel gelaufen. „Wir müssen in der Lage sein, aus diesem Spiel zu lernen, dass wir nie unsere Kontrolle, unsere Basis verlieren dürfen“, forderte Pep Guardiola mit Nachdruck.

Dreimal die Note 5: FCB-Kicker in der Einzelkritik

Die Szenen im Borussia-Park erinnerten fatal an das Aus in den vergangenen beiden Jahren im Champions-League-Halbfinale. Bei den deutlichen Niederlagen gegen Real Madrid im Rückspiel 2014 und beim FC Barcelona im Hinspiel 2015 waren die Bayern nach dem ersten Gegentor ebenfalls auseinandergebrochen und kassierten schnell die Treffer zwei und drei. „Da müssen wir einen kühlen Kopf bewahren“, forderte Franck Ribery, der sich über sein Comeback nach knapp neunmonatiger Verletzungspause und sein Tor zum Endstand (81.) nicht freuen konnte: „Ich bin traurig, weil wir nicht gewonnen haben“.

Lahm: "Wir haben zu viele Fehler gemacht"

Trotz der nicht einkalkulierten Pleite beim großen Rivalen aus den 70er-Jahren ist der Vorsprung des Tabellenführers immer noch komfortabel. Man sei voll im Plan, stellte ein leicht genervter Philipp Lahm fest. Der Kapitän übte aber ebenfalls Kritik am Auftritt in der zweiten Halbzeit. „Man darf in fünf Minuten das Spiel nicht herschenken. Wir haben zu viele Fehler gemacht, das wird von einer guten Mannschaft bestraft“, sagte Lahm.

Die großen Verletzungssorgen wollte der Weltmeister nicht als Ausrede für die erste Hinrunden-Niederlage seit dem 28. Oktober 2012 (1:2 gegen Leverkusen) gelten lassen. In Arjen Robben, Douglas Costa, David Alaba, Mario Götze und Thiago fehlten fünf Hochkaräter. „Wir werden uns nicht beschweren. Wir hatten eine gute Mannschaft auf dem Feld“, sagte Lahm.

Neuer: "Wir haben nie gesagt, dass wir alle schlagen werden"

Diese vergab in einer guten ersten Halbzeit reihenweise große Chancen. „Da müssen wir 2:0 oder 3:0 führen“, so Lahm. Torhüter Manuel Neuer warb um Verständnis nach den starken Auftritten in den vergangenen Wochen. „Wir haben nie gesagt, dass wir alles überrennen und jede Mannschaft schlagen werden“, so der Weltmeister, der ebenfalls dazu aufforderte, „aus dem Spiel zu lernen“.

Gladbachs Trainer Andre Schubert lobte unterdessen sein Team nach dem Coup gegen die Über-Bayern in höchsten Tönen. „Das war eine sensationelle Leistung. Wir haben mit viel Herz, viel Leidenschaft und sehr klug gespielt“, sagte Schubert. Seit seinem Amtsantritt sammelte die mit fünf Niederlagen in die Saison gestartete Borussia in zehn Spielen (acht Siege, zwei Unentschieden) sogar einen Punkt mehr als die Münchner.

Das Spiel im Ticker zum Nachlesen.

Am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) soll bei Manchester City die Erfolgsserie ausgebaut werden. Mit einem Sieg würden die Gladbacher in der Europa League überwintern. „Wir wollen weiter europäisch spielen und haben uns viel Selbstvertrauen erarbeitet“, sagte Wendt.

sid

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