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Bayern-Neuzugang spricht nach wenigen Wochen bereits von Abschied - „Alles kann passieren“

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Von: Christoph Klaucke

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Bouna Sarr wird beim FC Bayern vorgestellt.
Bouna Sarr (l.) wird beim FC Bayern vorgestellt. © Alexander Hassenstein / BAYERN MUNICH / AFP

Bouna Sarr hat nach seinem Wechsel zum FC Bayern einen schweren Stand. Der Franzose denkt sogar schon an einen Abschied.

München - Es läuft noch nicht rund für Bouna Sarr beim FC Bayern. Der Franzose wechselte erst im Oktober nach München und hat noch mit Anpassungsproblemen zu kämpfen.

FC Bayern: Bouna Sarr wirkt wie ein Fremdkörper

Erst am Deadline-Day am 5. Oktober machte der FC Bayern die Verpflichtung von Bouna Sarr perfekt. Der 28-Jährige wechselte für acht Millionen Euro Ablöse von Marseille an die Säbener Straße und unterschrieb einen Vertrag bis 2024. Der so wichtige Ersatz für Stamm-Rechtsverteidiger Benjamin Pavard war endlich gefunden. Schließlich muss die Position wie auch jede andere beim FC Bayern doppelt besetzt sein, damit der aktuell verletzte Joshua Kimmich nicht mehr notgedrungen rechts hinten aushelfen muss.

Bislang ist Sarr noch nicht die erhoffte Verstärkung und wirkt wie ein Fremdkörper im Spiel des Triple-Siegers. Im Topspiel gegen Dortmund vor der Länderspielpause durfte er den angeschlagenen Pavard vertreten und machte eine unglückliche Figur. Immerhin stand er an den letzten drei Spieltagen in der Bundesliga die komplette Spielzeit auf dem Platz, in Köln half er sogar als Linksverteidiger aus. In der Champions League reichte es aber nur zu zwei Kurzeinsätzen.

FC Bayern: Sarr spricht schon von Abschied

Nach nicht einmal zwei Monaten beim FC Bayern spricht Sarr jetzt schon wieder von Abschied. In einem Interview in der französischen Sportsendung Téléfoot könnte sich der Neuzugang eine Rückkehr zu Olympique Marseille vorstellen. „Natürlich! Warum nicht? Es ist ein Verein, in dem ich mich gut gefühlt habe. Dort habe ich den entscheidenden Schritt gemacht“, erinnert sich Sarr. Die folgenden Worte werden die Bayern-Fans gar nicht gerne hören.

„Die Fans sind zwar nicht immer unbedingt nachsichtig, aber sie lieben diesen Verein. Sie fehlen mir… Alles kann passieren“, erklärte Sarr. Der gebürtige Lyoner lässt seine Zukunft offen: „Ich bin 28 Jahre alt und habe noch viele Jahre vor mir. Wir werden sehen.”

Bayern-Bosse verbieten Sarr Reise zur Nationalmannschaft

Für Verstimmung sorgte zuletzt auch ein Machtwort der Bayern-Bosse. Eigentlich sollte Sarr letzte Woche zur französischen Nationalmannschaft reisen, er wurde erstmals von Didier Deschamps nominiert. Wegen einer kleinen Oberschenkel-Blessur wollte der FC Bayern aber kein Risiko eingehen und verhinderte Sarrs Debüt für Frankreich.

Schon zu Saisonbeginn in Marseille hatte Sarr mit Verletzungen zu kämpfen. Ende August setzte ihn das Coronavirus außer Gefecht. Zudem verpasste er zwei Partien aufgrund einer Sehnenentzündung. Bleibt der Franzose verletzungsfrei, könnte er in den nächsten Wochen endlich durchstarten. Vielleicht ja schon am Samstag gegen Werder Bremen? (ck)

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