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Bayern-Sorgenkind Sarr die nächsten zwei Jahre auf der Tribüne? Gehaltswunsch verhindert Abschied

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Von: Antonio José Riether

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Auch in seiner zweiten Spielzeit spielte Bouna Sarr kaum eine Rolle beim FC Bayern. Dennoch könnte er in München bleiben, wenn auch nur als Tribünengast.

München - Für Bouna Sarr war die abgelaufene Saison alles andere als zufriedenstellend. Bis auf einen neunzigminütigen Einsatz im DFB-Pokal wurde der Rechtsverteidiger lediglich elfmal eingewechselt, meist für die letzten Spielminuten. Für den 30-Jährigen wird es nach der Verpflichtung von Noussair Mazraoui künftig wohl noch schwerer, Einsatzminuten zu sammeln. Die Bayern wollen den Senegalesen los werden, doch dessen Vertrag und Gehalt verhindern aktuell einen Transfer.

Bouna Sarr
Geboren: 31. Januar 1992 in Lyon
Position: Rechtsverteidiger
Pflichtspiele für den FC Bayern: 27 (1 Tor, 3 Assists)
Länderspiele: 13 für den Senegal

Bouna Sarr könnte ins Ausland wechseln - Verteidiger will keinen Abstriche machen

Sarr ist mit einem kolportierten Jahresgehalt von 2,5 Millionen Euro zwar keineswegs ein Topverdiener bei den Münchnern, dennoch beeinflusst das Salär die Suche nach einem neuen Verein wohl maßgeblich. Wie Sport1 berichtet, gibt es durchaus Interessenten aus dem Ausland, so werden Italien, die Türkei oder Sarrs Geburtsland Frankreich als mögliche Ziele genannt. Allerdings findet sich bislang kein Klub, der die Gehaltsvorstellungen des diesjährigen Afrika-Cup-Siegers erfüllen würde.

Bei seinem Wechsel von Olympique Marseille im Oktober 2020 wurde der Acht-Millionen-Euro-Einkauf Sarr mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet, bis 2024 ist der Defensivspieler an den FC Bayern gebunden. Auch dieser Umstand macht es den Münchner schwer, einen neuen Verein für Sarr zu finden, da dieser mit möglichst kleinem finanziellen Schaden aus seinem Kontrakt gekauft werden müsste. Eine unverhältnismäßig hohe Ablöse wäre angesichts der Leistungen sowie der fehlenden Praxis nicht zu rechtfertigen.

Große Konkurrenz für Bouna Sarr: Trainer Nagelsmann plant komplett ohne den Rechtsverteidiger

Sollte Sarr noch während seiner Vertragslaufzeit wechseln, müsste er also mit hoher Sicherheit bei seinem neuen Klub auf Gehalt verzichten. Nach Informationen von Sport1 plant Cheftrainer Julian Nagelsmann gänzlich ohne ihn. Bereits vor dem Transfer von Noussair Mazraoui hatte der gebürtige Lyoner mit Benjamin Pavard und Eigengewächs Josip Stanisic große Konkurrenz.

Bouna Sarr ist auch nach zwei Saisons beim FC Bayern nicht richtig angekommen.
Bouna Sarr ist auch nach zwei Saisons beim FC Bayern nicht richtig angekommen. © Revierfoto/imago-images

Bleibt Sarr trotz seiner sportlich ernüchternden Situation in München, würde ihm voraussichtlich dauerhaft ein Platz auf der Tribüne blühen. Folglich muss er sich zwischen finanzieller Sicherheit für die kommenden zwei Jahre oder einer neuen sportlichen Herausforderung mit wirtschaftlichen Abstrichen entscheiden. Bei den Bayern gibt es für ihn jedenfalls keine Zukunft. (ajr)

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