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Kimmich-Ersatz gegen den BVB gesucht: Musiala, ein Weltmeister oder eine alte Heynckes-Idee?

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Von: Philipp Kessler

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Jamal Musiala vom FC Bayern München
Jamal Musiala könnte gegen den BVB in der Startelf stehen. © Sven Hoppe/dpa

Bayerns Youngster Jamal Musiala kämpft um einen Startplatz im Spitzenspiel gegen Dortmund. Dabei könnte er auch auf einer ungewohnten Position zum Einsatz kommen.

München – Gute Stimmung an der Säbener Straße. Am eigentlich trainingsfreien Montag (29. November) legte eine kleine Gruppe von Profis des FC Bayern vormittags eine Extra-Schicht im Schnee ein. Mit dabei: Ersatz-Torwart Christian Früchtl, Michael Cuisance, die kürzlich vom Coronavirus wiedergenesenen Niklas Süle und Josip Stanisic sowie die zuletzt quaräntierten Serge Gnabry und Jamal Musiala. Vor allem der hochbegabte Youngster machte beim Fußballtennis – mit Absperrgittern als Netz – eine gute Figur, stieg dabei ab und an auch zum Kopfball hoch.

Die große Frage: Springt Musiala gegen Dortmund in die Startelf? Fest steht: Antreiber Joshua Kimmich, der vergangene Woche positiv auf Corona getestet wurde, fehlt auch beim Bundesliga-Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) beim BVB.

FC Bayern: Jamal Musiala überzeugt gegen Bielefeld in ungewohnter Rolle

Klar ist seit vergangener Woche auch: Musiala ist für Trainer Julian Nagelsmann eine ernsthafte Option für den Platz im zentralen Mittelfeld neben Leon Goretzka. „Es ist nicht seine beste Position, ich traue es ihm aber auf jeden Fall zu“, betonte der Landsberger auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bielefeld. Beim 1:0 am Samstagabend (27. November) brachte Nagelsmann Musiala dann in der 56. Minute auf der Zentrums-Position.

Lohnte sich! Obwohl das Offensiv-Juwel erst am Abend zuvor aus der siebentägigen Quarantäne rauskam, machte der Nationalspieler ein starkes Spiel, leitete das Sieg-Tor von Leroy Sané mit einem Zauber-Pass ein.

„Jamal hat es nach seiner Einwechslung gut gemacht“, fand Nagelsmann, der eine „extreme Einzelspielersteigerung“ gegen Bielefeld festgestellt hat und dabei auch Rechtsverteidiger Benjamin Pavard und Corentin Tolisso namentlich erwähnte. Der Mittelfeldspieler ist ebenfalls ein Startelf-Kandidat im Zentrum gegen den BVB mit deren wieder einsatzbereitem Top-Stürmer Erling Haaland.

FC Bayern: Musiala oder Tolisso – wer ersetzt Kimmich im Kracher gegen den BVB?

Tolisso spielte in den letzten beiden Spielen – beim 2:1 in der Champions League in Kiew und beim Arbeitssieg in der Liga gegen Bielefeld – von Beginn an mit Goretzka im Mittelfeld-Zentrum. Gegen die Ukrainer bereitete er das Tor von Kingsley Coman vor. Beim Duell mit der Arminia war er noch präsenter, hatte viele Ballkontakte und war sehr passsicher.

Im Vergleich zu Musiala wäre der Weltmeister von 2018 der robustere Spieler. Der DFB-Jungstar hingegen stünde für mehr Magie in der Offensive, für das Unberechenbarere. Für wen entscheidet sich Nagelsmann?

FC Bayern: Sabitzer und Roca nur mit geringen Chancen auf Startelf-Einsatz gegen BVB

Auf Marcel Sabitzer kann der Tabellenführer aus München im Spiel mit seinem Verfolger jedenfalls nicht zählen. Der Österreicher fällt mit einer Muskelverletzung am Muskelsehnenübergang an der Wade noch ein paar Wochen aus. Auch für Marc Roca könnte es besser laufen. Der Mittelfeld-Akteur, der im Herbst 2020 von Espanyol Barcelona kam, spielte – auch verletzungsbedingt – noch keine große Rolle, kommt in dieser Saison erst auf 23 Einsatzminuten.

Übrigens: Auch Abwehr-Mann Süle könnte theoretisch auf der Sechser-Position agieren. Tat er unter Trainer-Legende Jupp Heynckes 2018 hin und wieder. (pk)

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