Martinez kam für Boateng

Flick lässt Hernandez auf der Bank - Bemerkenswert offene Worte von Müller folgen

Auswechslung, Joshua Kimmich (FC Bayern München) und Lucas Hernandez (FC Bayern München) mit Trainer Hans-Dieter Flick (FC Bayern München)
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Lucas Hernandez spielt beim FC Bayern noch keine wichtige Rolle.

Der FC Bayern musste im Topspiel gegen den BVB den Ausfall von Jerome Boateng verkraften. Für ihn kam Javi Martinez und nicht Lucas Hernandez - aus bestimmten Gründen.

München - In seiner zweiten Saison sollte alles besser werden – so zumindest war der Plan von Lucas Hernandez (25) vor der laufenden Spielzeit. Nach einem durchwachsenen ersten Jahr beim FC Bayern samt langwierigem Innenbandriss hatte der französische Verteidiger erklärt: „Der Verein setzt große Stücke auf mich – dieses Vertrauen möchte ich bestätigen.“ Im März 2021 ist aber mal wieder fraglich, welches Vertrauen Hernandez genau gemeint hat.

Denn am Samstagabend im Topspiel gegen Borussia Dortmund – es lief die 70. Minute – traf Hansi Flick eine Entscheidung, die sowohl die TV-Zuschauer als auch die sich aufwärmenden Bayern-Stars überrascht haben dürfte. Jerome Boateng humpelte mit einer Kapselzerrung im linken Knie von dannen. Es brauchte also einen neuen Innenverteidiger, es kam: Javi Martínez.

Auf den ersten Blick eine ganz bittere Pille für Hernandez, der 2019 für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid nach München gewechselt war. Wenn es schon nicht für einen Platz in der Startelf reicht, dann sollte er doch zumindest Innenverteidiger Nummer drei sein. Gleichbedeutend mit der ersten Alternative, falls einem Teamkollegen etwas zustößt.

FC Bayern: Kein Fan von Hernandez? Darum brachte Flick Martinez für Boateng gegen den BVB

Flick aber wollte Boateng (Größe: 1,90 m, Rechtsfuß) möglichst passgenau ersetzen. Martínez (1,89 m, Rechtsfuß) übernahm. Hernandez (1,84 m, Linksfuß) hätte neben David Alaba (1,80 m, Linksfuß) rein von der Körperlänge im Kopfballduell gegen Dortmund-Joker Steffen Tigges (1,93 m) wohl mehr Probleme gehabt. Außerdem gilt, auch wenn Flick das für sich verneinte, dass Trainer ungern zwei Linksfüße nebeneinander in der Innenverteidigung agieren lassen.

So litt Hernandez, der den Platz erst in der Nachspielzeit betreten durfte, als das Spiel entschieden war. Thomas Müller setzte bei Instagram nicht etwa zu einer Lobeshymne über Dreifach-Torschütze Robert Lewandowski an, sondern schrieb an die Adresse von Hernandez: „Ein besonderes Dankeschön an Lucas Hernandez. Was du jedes Mal für uns tust, wenn du reinkommst, ist etwas Besonderes.“ Das Vertrauen seiner Teamkollegen also hat der Franzose, die große Frage: Wann sieht Flick das ähnlich? jau

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