1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

Callum Hudson-Odoi und der FC Bayern: Sein Umfeld schätzt die Münchner weiterhin

Erstellt:

Von: Philipp Kessler

Kommentare

Bayer Leverkusen - Atletico Madrid
Er jubelt mittlerweile für Bayer: Callum Hudson-Odoi (r.). Nun spielt er mit der Werkself beim FC Bayern. © Marius Becker/dpa

Callum Hudson-Odoi ist seit Jahren ein hoch gehandelter Name in München. Am Freitag kommt er mit Leverkusen in die Allianz Arena. Klappt der Wechsel doch noch?

München - Sein Name ist in München ein Begriff: Callum Hudson-Odoi (21). Der Engländer ist bis Saisonende von Chelsea an Leverkusen ausgeliehen, trifft am Freitag (20.30 Uhr, DAZN) mit Bayer 04 in der Allianz Arena auf den FC Bayern. Dabei hätte er durchaus auf der anderen Seite auf dem Platz stehen können.

Callum Hudson-Odoi und der FC Bayern: 2019 waren 40 Millionen Euro im Gespräch

Januar 2019: Im Trainingslager gibt Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) das Bayern-Interesse an Hudson-Odoi, der bei Chelsea nicht regelmäßig zum Zug kam, öffentlich zu. Als Ablöse waren 40 Millionen Euro im Gespräch. „Er ist ein sehr interessanter Spieler, den wir unbedingt verpflichten wollen“, so Brazzo damals. „Er hat Qualitäten, die zu unserem Spiel passen. Er ist dribbelstark, trickreich, hat einen guten Zug zum Tor und ist ein junger Spieler, der großes Potenzial besitzt, sich noch weiterzuentwickeln.“

Der Flügelflitzer sei ein Spieler, „der uns gut zu Gesicht stehen wird“. Chelsea kritisierte das offensive Werben der Bayern. Noch im Januar bat Hudson-Odoi seinen Klub um Freigabe – erfolglos.

FC Bayern holt Jamal Musiala aus der Chelsea-Jugend - mit der Hilfe von Hudson-Odois Bruder

Sommer 2019: Ende April zog sich Hudson-Odoi einen Riss der rechten Achillessehne zu. Trotzdem gab Salihamidzic seinen Wunschspieler nicht auf. Auch weil der damalige Chelsea-Trainer Frank Lampard (44) sich sehr um einen Verbleib des Engländers einsetzte, unterschrieb er am Ende einen neuen gut dotierten Vertrag bis 2024 bei seinem Jugendklub.

Immerhin äußerst positiv für den FC Bayern: Im selben Sommer holten die Münchner Jamal Musiala (19) für 250.000 Euro Ablöse aus der Chelsea-Jugend. Den Transfer wickelten Salihamidzic und Bayerns Technischer Direktor, Marco Neppe (36), ab – mit Bradley Hudson-Odoi, Callums Bruder und Berater, und Louis Bell, die damals auch Musiala vertreten haben.

2020 platzte der Bayern-Wechsel von Hudson-Odoi erneut

Herbst 2020: Nach dem Champions-League-Triumph des FC Bayern waren die Münchner wieder an Hudson-Odoi dran. „Er kann Außenstürmer spielen, er kann im Mittelfeld zentral spielen, also auf der zehn. Es ist ganz legitim, dass wir als Bayern Münchern uns mit ihm beschäftigen“, schwärmte Ex-FCB-Coach Hansi Flick (57) im Oktober öffentlich.

Der Wechsel nach München platzte erneut – weil Chelsea verschiedene Klauseln in den Leih-Vertrag einbauen wollte, u.a. angeblich eine Kaufverpflichtung in Höhe von 77 Millionen Euro, falls Hudson-Odoi eine gewisse Anzahl von Spielen erreicht. Die Bayern ließen Vernunft walten und entschieden sich am Ende für eine Leihe von Douglas Costa (32).

Hudson-Odoi über Umwege doch noch zum FC Bayern?

Fakt ist: Mit Chelsea gewann Hudson-Odoi seit dem Transfer-Theater u.a. 2019 die Europa League und 2021 die Champions League. Zudem feierte er sein Debüt in der englischen Nationalmannschaft. Nach tz-Informationen schätzt die Hudson-Odoi-Seite nach wie vor die Verantwortlichen des FC Bayern. Aktuell zeigt der Flügelflitzer gute Leistungen bei Leverkusen. Und wer weiß, vielleicht führt sein Weg am Ende doch noch irgendwann zum FC Bayern. Philipp Kessler

Dem FC Bayern fehlt laut Klaus Toppmöller, Vater von FCB-Assistent Dino Toppmöller, ein Stürmer. Darum empfiehlt er nun einen Gladbach-Angreifer.

Auch interessant

Kommentare