"Ancelotti gefallen unsere Mittelfeldspieler"

38-Millionen-Star zu Bayern: Wird's jetzt konkret?

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Miralem Pjanic.

München - Die Kaderplanung von Bayerns neuem Trainer Carlo Ancelotti nimmt offenbar konkretere Formen an. Ein Spieler von AS Rom hat es dem Italiener besonders angetan. Scouts beobachten ihn seit Wochen, der Mittelfeldmann würde 38 Millionen Euro kosten.

Es war ein Satz, der aufhorchen ließ: "Ancelotti gefallen zwei oder drei Mittelfeldspieler der Roma", erklärte Luciano Spalletti auf seiner ersten Pressekonferenz als Trainer des AS Rom. Das war Mitte Januar, also gut einen Monat, nachdem der FC Bayern per Pressemitteilung offiziell verkündet hatte, dass der Italiener ab 1. Juli 2016 Nachfolger von Coach Pep Guardiola wird.

Pjanic hat festgeschriebene Ablösesumme von 38 Millionen Euro

Luciano Spalletti fürchtet, dass Carlo Ancelotti (r.) ihm Spieler "klauen" will.

Zwei oder drei Mittelfeldspieler? Welche sollen das denn sein? Nach Angaben des italienischen Onlineportals forzaroma.it, einem Ableger der Gazzetta dello Sport, handelt es sich um Kevin Strootman und Miralem Pjanic. Vor allem auf Pjanic fokussiere sich das Interesse des künftigen Bayern-Trainers. Der bosnische Nationalspieler werde seit einigen Wochen regelmäßig vor Ort von Bayern-Scouts beobachtet.
Der Mittelfeldmann, der auch die luxemburgische Staatsbürgerschaft inne hat, verfügt über eine Ausstiegsklausel in seinem noch bis 2018 datierten Vertrag. Demnach kann Pjanic die Roma im Sommer für eine festgeschriebene Ablöse von 38 Millionen Euro ins Ausland verlassen. Laut forzaroma.it haben aber noch keine offiziellen Verhandlungen zwischen den jeweiligen Klubverantwortlichen oder zwischen Bayern und Pjanic' Beratern stattgefunden. Doch an der Säbener Straße soll ein ausführliches Dossier mit den präzisen Leistungsdaten des 26-Jährigen vorliegen. Neben Ancelotti, der mit einer Aussage über seinen Vorgänger Pep Guardiola überraschte, und den Bayern ist wohl auch der kommende Trainer des FC Chelsea, Antonio Conte, scharf auf Pjanic.

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

Nicht nur die sportlichen Argumente sprechen allerdings für den deutschen Rekordmeister. Sollte der Linksfuß tatsächlich nach München wechseln, würde er dort auf einen seiner besten Kumpels treffen. Mit Medhi Benatia, der beim CL-Viertelfinale in Lissabon nicht spielen kann, ist Pjanic seit gemeinsamen Zeiten bei der Roma bestens befreundet, die beiden haben auch schon den oder anderen gemeinsamen Urlaub miteinander verbracht.

Ersetzen könnte Pjanic bei den Bayern Mario Götze. Der WM-Held ist unzufrieden mit seinen wenigen Einsatzzeiten und wird wohl auch bei Bayerns Auswärtsauftritt im CL-Viertelfinal-Rückspiel bei Benfica Lissabon (so können Sie das Spiel live im TV oder per Livestream verfolgen) wieder nur auf der Ersatzbank sitzen.

Seit 2011 spielt das Sprachtalent - Pjanic spricht Bosnisch, Luxemburgisch, Italienisch, Deutsch, Englisch und Französisch - in der italienischen Hauptstadt und bringt es auf inzwischen 155 Einsätze in der Serie. Davor war Pjanic für den FC Metz und Olympique Lyon in der französischen Ligue 1 unterwegs, wo er in 122 Ligaspielen auflaufen durfte. Der technisch starke, 1,80 Meter große Profi verfügt über herausragende spielerische Qualitäten und schießt brandgefährliche Freistöße - eine Erfahrung, die zuletzt auch Bayer Leverkusen in der Gruppenphase der Champions League machen musste. Im Duett mit Thiago würde Pjanic die spielerische Komponente im Mittelfeld des FC Bayern noch weiter verstärken.

Ein Wechsel nach München würde also Sinn ergeben. In der Gazzetta dello Sport hatte der Bosnier zuletzt erklärt: "Wenn ein Klub wirklich interessiert ist, kann ein Deal sehr einfach und schnell zustande kommen."

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