Verteidiger trifft gegen Moskau

Niklas Süle: Ansage in Badeschlappen! Bayern-Star grantelt - „Alles sch***-egal“

Obwohl ihm alles „sch...-egal“ ist: Sein Champions-League-Tor gegen Moskau kommt für Niklas Süle zum besten Zeitpunkt.

  • Niklas Süle war zuletzt in Pflichtspiel-Pause - nun ist er wieder eine Konstante beim FC Bayern*.
  • Mit dem Rekordmeister gelang ihm sein erstes Tor in der Champions League*.
  • Auffällig war der 25-Jährige nicht nur während der Partie, sondern auch bei seinem Auftritt danach.
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München - Der Ruf von Manuel Neuer kam irgendwo aus dem Halbfeld, aber er war auch vorne, im Strafraum, wo Niklas Süle sich aufhielt, bestens zu hören. „Bestätigen, Niki!“, hallte durch die Allianz Arena*, als in der 65. Minute der nächste Standard anstand. Die Ecke zuvor hatte Süle zum 1:0 gegen Lokomotive Moskau verwertet und den FC Bayern* damit auf Siegkurs gebracht. Es wäre eine schöne Pointe gewesen, hätte es gleich noch mal funktioniert. Sie blieb allerdings aus.

FC Bayern München - Lokomotive Moskau: Süle hat „Keine Lust auf Interviews“

Es war sein erster Treffer im 25. Champions-League-Spiel. Nach ingesamt 33 Pflichtspielen ohne eigenen Torerfolg muss man das erst mal wieder lernen. „Wir haben heute das Beste draus gemacht mit diesem Abschluss“, sagte der Verteidiger später, sein eigenes Tor – oder gar die Genugtuung darüber: für ihn kein Thema.

„Das einzige, was zählt“, sei der Sieg, beteuerte er diplomatisch, auf die schweren letzten Wochen und seine zwischenzeitliche Aussortierung wollte er nicht näher eingehen. Warum? Er habe halt „keine Lust auf Interviews“, egal, ob er gut oder schlecht gespielt habe, und was über ihn geschrieben werde, sei ihm sowieso „sch...-egal“. Ein interessanter Auftritt war das nicht nur auf dem Feld, sondern auch daneben. Seine Worte sprach Süle passenderweise in Badeschlappen – bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

FC Bayern München: Hansi Flick lobt „Niki“ - dessen Antwort kommt mit Wucht

Er ist schon ein spezieller Typ, dieser Niklas Süle. Aber einer, der aus gutem Grund geschätzt wird. Knapp drei Wochen, nachdem Flick* ihn aufgrund von Trainingsrückstand aus dem Kader* nahm, ihn individuell trainieren ließ, ist er plötzlich wieder eine echte Konstante in der Bayern-Abwehr. Daran, dass gegen Lokomotive endlich ein Zu-Null-Spiel gelang, „war Niki auch beteiligt“, lobte Flick. Dass er dann auch noch zum Matchwinner avancierte, passte bestens. Süles Antwort kam mit Wucht. Flick ist „mit seiner Entwicklung sehr zufrieden“. Ohnehin lobte der Coach* aber die ganze Abwehr, „in der Niki ein wichtiger Teil war“.

Auch wenn ihn die verordnete Pflichtspiel-Pause wurmte: Die Zeit abseits des Teams hat Süle genutzt. Und Flick hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er „bei voller Fitness“ ein Leistungsträger in diesem Team ist. Bis zum Status als unangefochtener Abwehrchef ist es noch ein kleiner Weg. Aber Spiele wie jenes gegen Moskau sind gute Argumente.

Dass es nicht zwei Tore wurden – geschenkt! „Bestätigen“ kann Süle auch noch in den nächsten Wochen. *tz.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Rubriklistenbild: © Marco Donato / BAYERN MUNICH / AFP

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