Champions League

Seit 45 Spielen ungeschlagen: So gefährlich ist Dinamo Zagreb

+
Spieler des Bayern-Gegners Dinamo Zagreb.

München - Nicht nur der FC Bayern hat einen Lauf: Champions-League-Gegner Dinamo Zagreb ist seit 45 Spielen ungeschlagen. Darum sollten die Bayern Zagreb nicht unterschätzen:

Dinamo Zagreb? Stimmt, klingt auf den ersten Blick nicht nach feinen Sahnekickern à la Champions League. Aber der Schein trügt. Gewaltig sogar. Denn die Truppe, auf die der FC Bayern am Dienstagabend (20.45 Uhr, Sky) trifft, ist seit mittlerweile 45 Spielen ungeschlagen. In der Königsklasse eingeschlossen. Am ersten Spieltag schlugen die Kroaten die Gunners mit 2:1. Da war sogar ein gewisser Pep Guardiola ziemlich beeindruckt. „Normal denkst du bei so einem Spiel, dass natürlich Arsenal gewinnt“, sagte der Bayern-Trainer gestern. „45 Spiele ohne Niederlage, das ist viel. Da braucht man nichts zu sagen. Wir müssen mit Seriosität spielen.“

Erfasst, zumal Guardiola ganz genau weiß, was für ein Kaliber heute Abend auf seine Truppe zukommt. So mancher sieht Dinamo als entspannten Aufgalopp vor dem Knaller am Sonntag gegen den BVB, dem trat der Spanier jedoch bewusst entgegen. „An die Bundesliga denken wir erst ab Mittwoch“, so Pep, der die Mannschaft von Trainer Zoran Mamic natürlich bis ins allerkleinste Detail auseinandergenommen hat. „Gute Ordnung, gute Organisation, schnell über die Außen, geben wenig Raum – eine sehr gute Mannschaft. Eben Champions League!“

Etwas ungelegen kommt dem Münchner Trainer da der Fakt, dass er wohl auf Arturo Vidal verzichten muss. Der Chilene, der in der Zentrale vor allem bei konterstarken Mannschaft gern mal aufräumt, plagt sich mit Knieproblemen herum. „Er hat ein bisschen Probleme“, erklärte Guardiola, der dem Iro-Kicker und dem ebenso angeschlagegen Sebastian Rode aber noch minimale Einsatzchancen einräumte. Zwei Kicker aus dem Nachwuchs sollen für sie auf der Bank sitzen.

„Wenn du dich für das Achtelfinale qualifizieren willst, musst du zu Hause deine drei Spiele gewinnen“, rechnete Guardiola vor. Nur gut also, dass Pep morgen schon wieder auf seinen „Key-Spieler“ setzen kann, wie der Spanier in seinem ganz eigenen Mischmasch aus Deutsch, Spanisch und Englisch zum Besten gab. Robert Lewandowski wird freilich auch gegen Zagreb kicken, Guardiola „hätte es da natürlich gern“, wenn er an seine fünf Kisten gegen Wolfsburg und die beiden in Mainz anknüpfen könnte. „Tore schießen ist für das Selbstvertrauen wichtig“, so Pep, der Lewy aber genauso aufgrund „seiner Spielweise, seines Kampfes“ schätzt und dazu noch lobte, „wie er an unserem Spielprozess teilnimmt“.

Ein kleines Härchen in der feinen Bayernsuppe gibt es aber trotzdem. Die Resultate sprechen zwar insgesamt alle für sich, so richtig drehen die Bayern aber immer erst in der zweiten Hälfte auf. Gegen Wolfsburg lag der FCB nach 45 Minuten 0:1 zurück, in Mainz stand es zur Pause auch noch 0:0 – nach Schlusspfiff sah das aber schon wieder ganz anders aus. Ein saftiges 5:1 gegen die Wölfe und ein 3:0 gegen 05. Woran liegt es denn nun, dass die Roten erst nach Wiederanpfiff so richtig ins Rollen kommen? „Ich kenne nicht den Grund“, wusste auch Guardiola keine Antwort auf die zwei FCB-Gesichter. „Ich hätte es aber auch gerne, wenn wir schon in der ersten Hälfte Tore schießen.“ Ein Befehl, den Lewandowski nur allzu gern annehmen dürfte.

lop

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Comeback-Pläne: Ribéry gibt Versprechen ab
Comeback-Pläne: Ribéry gibt Versprechen ab
Trotz Kantersieg des FC Bayern: Heynckes äußert sich kritisch
Trotz Kantersieg des FC Bayern: Heynckes äußert sich kritisch

Kommentare