"Der wichtigste Angestellte des FC Bayern"

Peps Vertragsverlängerung: Wer hat wann was gesagt - Eine Übersicht

+
Pep Guardiola. Bald steht die Entscheidung über seine sportliche Zukunft fest.

München - Pep Guardiola und kein Ende. Verlängert der Katalane nun seinen Vertrag, oder nicht? An Weihnachten wissen wir mehr. Wir blicken jetzt aber mal zurück auf die Entwicklungen der vergangenen Monate.

Weniger als einen Monat noch, dann erfahren die Funktionäre und Fans des FC Bayern endlich, wie es mit Trainer Pep Guardiola weitergeht. Verlängert der Katalane seinen im Sommer auslaufenden Vertrag - sei es um ein Jahr oder für einen längeren Zeitraum? Oder entscheidet sich der Star-Coach gegen eine Fortsetzung seiner Arbeit an der Säbener Straße?

In den vergangenen Wochen und Monaten ist viel geschrieben und noch mehr über das Thema geredet worden. Eine Zeit lang äußerte sich Pep Guardiola selbst zu dem Thema, ehe er zunehmend genervt den Journalisten Fragen zu seiner Zukunft verbat. Oftmals äußerte sich aber auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Mal etwas optimistischer, dann wieder verhalten und bedeckt. Auch Pep Guardiola nahe stehende Personen wurden in den Medien immer wieder zitiert.

Wir zeigen Ihnen hier eine Chronologie der wichtigsten Aussagen zum Thema "Peps Vertragsverlängerung" seit August 2014.

August 2014: 

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge stellt seinem Trainer einen Blankoscheck aus. Guardiola bekomme auf jeden Fall eine Jobgarantie bis zu seinem Vertragsende im Sommer 2016. Auf die Nachfrage, ob er es jemals einen Trainer gegeben habe, für den er eine vergleichbare Aussage getroffen hätte, sagte Rummenigge: "Nein. Und ich habe mir das genau überlegt. Ich weiß, dass wir mit diesem Mann kontinuierlich Erfolg haben werden. Und auch wenn wir mal eine Durststrecke erleben sollten – das ist grundsätzlich ja nicht auszuschließen – werde ich total hinter ihm stehen. Oder auch vor ihm."

November 2014: 

Rummenigge untermauerte seine Worte drei Monate später: "Pep ist kein Mensch, der Wert auf frühzeitiges Verlängern legt. Aber ich habe ihm schon zu verstehen gegeben, wann immer er Lust hat, wir oder ich stehen bereit", sagte der Vorstandschef auf der Hauptversammlung 2014. "Pep ist ein Segen für den FC Bayern. Ich werde alles dafür tun, dass dieser Trainer und Mensch so lange wie möglich in München bleibt", betonte Rummenigge damals. Mit einer möglichen Ausdehnung des Kontrakts wolle er den Spanier keineswegs nerven, erklärte der Vorstandschef zudem. "Aber ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass ich ihn extrem wertschätze und ich auch weiß, dass er der vielleicht wichtigste Angestellte von Bayern München ist."

Dezember 2014:

"Er hat noch anderthalb Jahre Vertrag. Das sind Lichtjahre für ihn", sagte Rummenigge kurz vor Weihnachten 2014. Guardiola sei kein Mensch, der "Wert auf langfristige Sicherheit legt oder darauf, seinen Vertrag aufzubessern." Es sei noch nicht der richtige Zeitpunkt.

Leichten Druck in der Trainerfrage machte seinerzeit aber Präsident Karl Hopfner, der die Personalie Pep Guardiola gerne schnell geklärt gehabt hätte. "Ich habe Karl-Heinz Rummenigge gesagt, dass ihn der Aufsichtsrat absolut ermutigt, in dieser Saison tätig zu werden", sagte Hopfner dem "Münchner Merkur". Grundsätzlich könne er die Pläne, den Spanier beim FC Bayern zu halten, "nur begrüßen". Für Hopfner sei daher "jede Lösung mit Pep gut". Auch Einjahresverträge, wie sie Guardiola beim FC Barcelona stets unterschrieb, seien vorstellbar.

Rummenigge bekräftige damals, dass die Münchner "alles tun werden, dass er bei uns bleibt. Unser Trainer versucht immer, noch mehr rauszuholen aus der Mannschaft. Ich liebe das. Dass er immer das Haar in der Suppe sucht, es findet und dafür sorgt, dass es beim nächsten Mal nicht mehr in der Suppe ist".

Januar 2015:

Kurz vor Beginn der Rückrunde kam das Thema Vertragsverlängerung wieder auf, doch damals sprach Rummenigge ein vorläufiges Machtwort. Der Bayern-Boss berichtete von seinem Gespräch mit dem Coach: "Ich habe ihm gesagt: 'Ich werde dich in den kommenden Monaten nicht wegen einer Verlängerung fragen. Wir machen bis zum Sommer nichts' Ich werde ihn frühestens in der zweiten Hälfte 2015 mit der Frage nochmals konfrontieren."

April 2015:

Die erste Jahreshälfte war noch nicht vorbei, da äußerte sich Rummenigge zumindest öffentlich wieder zur Thematik. Die Chancen des FC Bayern, den Trainer über 2016 hinaus in den eigenen Reihen zu haben, stünden nicht schlecht, meinte der Vorstandschef. "Ich denke, dass wir sehr gute Karten haben, dass er über 2016 hinaus hier Trainer bleibt. " Rummenigge konnte sich im Frühjahr nicht vorstellen, "dass Pep Guardiola zu einem Klub wie Manchester City geht".

Juli 2015:

Da es auch Anfang Juli keinerlei Tendenzen bei Guardiola gab, ob er nun weitermachen wird, oder nicht, äußerte sich Rummenigge erstmals nicht ganz so zuversichtlich, wie in den Monaten zuvor. "Wenn er weitermacht, wunderbar. Wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter."

August 2015:

Während des Sommerlochs wollte "Sport-Bild"-Chefredakteur Alfred Draxler erfahren haben, dass die Frage nach Peps Zukunft bald beantwortet werden würde. "Bis Oktober soll eine Entscheidung fallen, heißt es jetzt", schrieb Draxler. Vom Klub oder von Pep bestätigt wurde diese Aussage jedoch nie.

Oktober 2015:

Wieder äußerte sich Rummenigge. Er wiederholte seine Aussagen vom Januar: "Ich habe immer gesagt, dass wir uns in der zweiten Jahreshälfte 2015 zusammensetzen. Es sind noch einige Monate", so Rummenigge, der jedoch hinzufügte: "Es gibt auch andere Bräute, die gut aussehen. Trotzdem: Wir sind optimistisch, dass Pep in München bleibt."

Das hoffen auch die Spieler. Nach der Partie gegen den 1. FC Köln gab Kapitän Philipp Lahm zu, mit dem Trainer ein Vieraugengespräch geführt zu haben. "Ja, ich habe ihm den Wunsch der Mannschaft mitgeteilt, gerne weiter mit ihm zusammenarbeiten zu wollen", berichtete der 31-Jährige.

Unterdessen nehmen die Nachfragen bei Pep Guardiola permanent zu. Nahezu vor und nach jedem Bayern-Spiel wird er in Pressekonferenzen und Interviews auf seine Zukunft angesprochen. Mehr und mehr reagiert der Coach genervt, bis er irgendwann sagt: "Fragen zu meiner Zukunft sind verboten." Seither wird Guardiola von direkten Nachfragen meistens verschont. Vor dem Champions-League-Spiel gegen Piräus in München sollte sich Pep aber noch einmal äußern (siehe unten).

Ende des Monats taucht das Gerücht auf, der FC Bayern wolle auf der Hauptversammlung am 27. November die Vertragsverlängerung bekanntgeben. Auch das wurde vom Verein nicht bestätigt.

November 2015:

Guardiolas Agent Josep Maria Orobitg kommt Anfang des Monats nach München. Insider deuten das Erscheinen des Pep-Vertrauten als Zeichen dafür, dass zumindest verhandelt werde - was ein deutliches Zeichen für eine Verlängerung bedeuten würde. Der Agent äußerte sich verhalten: "Pep ist sehr glücklich in München. Die Stadt ist wunderschön, seine Familie fühlt sich wohl, und der FC Bayern nimmt auch immer mehr sein Gesicht an", sagt der Agent. Fügte aber hinzu: "Nicht einmal ich weiß, was Pep jetzt vorhat."

Nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart stellte Karl-Heinz Rummenigge klar, wann es eine endgültige Entscheidung geben werde: "Das Gespräch mit Pep Guardiola findet nach dem letzten Spieltag der Hinrunde statt. Dann gibt es eine Weihnachtsüberraschung - so oder so." Am 19. Dezember findet das letzte Bundesliga-Spiel des Jahres gegen Hannover 96 statt. In den Tagen darauf, noch vor Weihnachten, werde die Entscheidung fallen.

Vor dem Champions-League-Spiel der Bayern gegen Olympiakos Piräus äußerte sich dann auch mal wieder Pep Guardiola selbst zur Situation. "Der FC Bayern ist ein Jahrhundert-Klub. Trainer kommen und gehen. Und die Spieler auch. Das einzige das bleibt, ist die Essenz dieses Vereins. Ich bin sehr, sehr glücklich hier zu sein, und wenn ich die Entscheidung treffe, wird das der Klub erfahren und wir werden normal damit umgehen. Wenn wir bleiben, aber auch wenn wir am Ende nein sagen", sagte er bei "Sky".

Ein paar Tage später sagte Karl-Heinz Rummenigge beinahe das gleiche. "Es geht immer weiter. Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der irgendwann nicht zu ersetzen sein muss. Spieler kommen, Spieler gehen. Dasselbe gilt auch für Trainer. Trainer kommen, Trainer gehen irgendwann auch."

Fazit: Vieles in den vergangenen Monaten war und ist teilweise immer noch Spekulation. Dass die jüngsten Aussagen von Rummenigge und Guardiola auch den Fall beinhalten, wonach Pep seinen Vertrag nicht verlängert, mag Zufall sein. Man kann es aber auch so interpretieren, dass ein Abschied wahrscheinlich ist. Genauso ein Verbleib. Alles eine Frage der Sichtweise.

Fakt ist aber: Pep Guardiola hat die Entscheidung über seine Zukunft immer weiter hinausgezögert, obgleich der FC Bayern gerne früher auf eine Entscheidung gehofft hatte. Doch die famosen Leistungen der Mannschaft und die Tatsache, dass die Spieler die Ideen ihres Trainers immer besser verinnerlichen, haben die die Bosse geduldig werden lassen. Nun steht ein Zeitpunkt fest: Kurz vor Weihnachten wissen wir alle, wie es mit Pep Guardiola weitergeht.

Auch interessant

Meistgelesen

Megasexy! Cathy Hummels zeigt sich mit prallem Dekolleté am Pool
Megasexy! Cathy Hummels zeigt sich mit prallem Dekolleté am Pool
Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler holt der FC Bayern München 2017?
Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler holt der FC Bayern München 2017?
Robben so fit wie selten zuvor: Ist das sein Geheimnis?
Robben so fit wie selten zuvor: Ist das sein Geheimnis?
Coman dachte an Abschied: So haben ihn die Bayern-Bosse überredet
Coman dachte an Abschied: So haben ihn die Bayern-Bosse überredet

Kommentare