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Drei Corona-Rückkehrer für den FC Bayern: Trotzdem Notelf gegen Köln

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Der FC Bayern München muss coronabedingt weiterhin auf etliche Akteure verzichten. Auch gegen den 1. FC Köln muss Trainer Julian Nagelsmann improvisieren.

München - Zum dritten Mal in dieser Bundesligasaison ging der FC Bayern als Verlierer vom Platz. Doch für die Pleite zum Rückrunden-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach muss sich der deutsche Rekordmeister wahrlich nicht schämen. Trotz des Fehlens von 13 Stars (Corona, Verletzungen, Afrika Cup) waren die Münchner beim 1:2 beim Geisterspiel in der Allianz Arena über weite Strecken der Partie das bessere Team.

„Wir waren dem Sieg eigentlich näher als Gladbach“, konstatierte Trainer Julian Nagelsmann (34), der mit der Leistung seiner ersatzgeschwächten Mannschaft grundsätzlich zufrieden sein konnte.

FC Bayern: Auch in Köln steht Corona-Notelf auf dem Platz

Die Bayern gingen durch das 20. Liga-Saisontor von Robert Lewandowski (33) in Führung (18.). Wenig später drehten die bis dahin ungefährlichen Gladbacher mit einem Doppelschlag von Florian Neuhaus (27.) und Stefan Lainer (31.) das Spiel. Zwei Gegentore, die die Münchner, bei denen einige Spieler auf für sie ungewohnten Positionen spielen mussten, eigentlich selbst verschuldeten. Beim ersten konnte Rückkehrer Joshua Kimmich (26), der nach acht verpassten Pflichtspielen statt im Mittelfeld als Rechtsverteidiger auflief, den Ball nicht mit der Ferse klären. „Den Ball kannst du simpel wegspielen, dann passiert da nichts“, ärgerte sich Nagelsmann. Beim zweiten Gladbach-Treffer kam der Torschütze zwischen Lewandowski und Benjamin Pavard (25) völlig frei zum Kopfball.

Nach Wiederanpfiff dominierten die Münchner wieder. Dass ihnen nicht der Ausgleich gelang, lag auch an der Chancenverwertung. Im Laufe des Spiels scheiterten sie dreimal am Aluminium, ein paar Mal verzweifelten die Bayern an Gladbach-Torwart Yann Sommer (33). „Das Schlimmste ist, dass wir die Dinger nicht reingemacht haben“, sagte Thomas Müller (32). Nagelsmanns Fazit: „Ich bin grundsätzlich mit der Leistung gar nicht unzufrieden. Mit dem Ergebnis natürlich schon“, betonte der Coach.

FC Bayern: Einige Rückkehrer sind wieder dabei

Die große Frage: Wann enden die Personalsorgen? Am Samstag standen immerhin die Quarantäne-Rückkehrer Omar Richards (23), Kingsley Coman (25/zuletzt Muskelfaserriss) und Corentin Tolisso (27/zuletzt Muskelverhärtung) wieder auf dem Rasen. Die beiden Erstgenannten absolvierten eine Laufeinheit, der französische Mittelfeldspieler nahm am Spielersatztraining teil. Dennoch mahnt Nagelsmann zur Geduld, man müsse abwarten, wie die Spieler auf die Trainingsbelastung reagieren.

Der Trainer betont: „Was dann gegen Köln wieder zur Verfügung steht, werden wir sehen. Aber ich rechne jetzt nicht mit vielen Rückkehrern, die für die erste Elf in Frage kommen.“

FC Bayern: Spieler können zurückkehren, wenn nicht die Omikron-Variante nachgewiesen wird

Fest steht: Leon Goretzka (26) kann „auf keinen Fall“ am Samstag (15.30 Uhr) in der Domstadt spielen. Den Mittelfeldspieler plagen seit Wochen Probleme mit der Patellasehne, er war deshalb am Freitag bei Kniespezialist Prof. Dr. Christian Fink in Innsbruck. Besser sieht die Situation bei Manuel Neuer (35) aus. Der Torwart, der sich zuletzt auf den Malediven in Corona-Quarantäne befand, durfte in der Nacht auf Montag wieder nach München zurückkehren. Bei Lucas Hernandez (25/Malediven) ist erst der kommende Freitag anvisiert. Leroy Sané (25), Dayot Upamecano (23) und Tanguy Nianzou (19), die sich ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert hatten, werden wohl auch im Laufe dieser Woche an die Säbener Straße zurückkehren, könnten zumindest wieder im Kader stehen – sofern bei ihnen nicht die Omikron-Variante nachgewiesen wird. Ähnliches gilt für Alphonso Davies (21).

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