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Corona-Chaos beim DFB: Söder und Lauterbach wenden sich sofort an Kimmich - „Gefährdet Spielstärke“

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Von: Patrick Mayer

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Joshua Kimmich (l.) steht nach dem Corona-Chaos beim DFB wieder im Fokus
Joshua Kimmich (l.) steht nach dem Corona-Chaos beim DFB wieder im Fokus © Fotomontage/Imago

Niklas Süle vom FC Bayern wird bei der deutschen Nationalmannschaft positiv auf Corona getestet. Sofort rückt wieder Joshua Kimmich in den Fokus.

München/Wolfsburg - Er wurde gar nicht positiv auf das Coronavirus getestet. Und dennoch dreht sich in der Debatte schon wieder alles um ihn: Joshua Kimmich vom FC Bayern. Der positive Corona-Befund von Niklas Süle bei der deutschen Nationalmannschaft hat am Dienstagvormittag im Handumdrehen die Diskussionen um dessen Teamkollegen beim deutschen Bundesliga-Rekordmeister wieder entfacht.

Zur Erinnerung: Kimmich hatte jüngst bei Sky öffentlich erzählt, dass er nicht geimpft sei. Süle, der laut Deutschem Fußball-Bund (DFB) doppelt geimpft ist, hatte nun offenbar einen sogenannten Impfdurchbruch. Symptomfrei sei er, heißt es weiter. Es ist einer der vielen Indizien darauf, dass die Impfungen gegen das heimtückische Virus helfen, das im November erneut die Intensivstationen in Deutschland an ihren Anschlag bringt.

Joshua Kimmich: Bayern-Star steht nach positivem Corona-Test von Niklas Süle im Fokus

Neben Süle müssen nun vier weitere Nationalspieler in Quarantäne: Karim Adeyemi (Red Bull Salzburg), Jamal Musiala, Serge Gnary und eben Kimmich (alle FC Bayern). Dass auch der Schwabe darunter ist, heizte sogleich die Debatte bei Social Media an. Die mal mehr oder weniger kompetent geführt wird. Und auch die Bayerische Staatskanzlei erreichte das Thema.

Schadenfreude ist jetzt fehl am Platz.

Karl Lauterbach über Tweets gegen Joshua Kimmich

Dort hielt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeitgleich eine Pressekonferenz zur Corona-Lage im Freistaat. Was er Kimmich empfehlen würde, wurde der Regierungschef aus München gefragt. Der Bayern-Spieler sei sicher kein Querdenker, meinte Söder.

Aber: Sollte Kimmich sich impfen lassen, könnte das eine „enorme Impuls- und Vorbildwirkung“ haben, für jeden, der noch überlege, ließ der CSU-Chef den Fragesteller wissen. Worte, die als x-ter Fingerzeig in Richtung des 26-jährigen Fußballers gewertet werden dürften.

Im Video: DFB bestätigt positiven Corona-Befund bei Niklas Süle (FC Bayern)

Auch SPD-Corona-Experte Lauterbach, der zuletzt vehement die 2G-Regel forderte, schaltete sich umgehend in die Debatte ein. Und zwar über Twitter, einmal mehr. „Schadenfreude ist jetzt fehl am Platz. Ich hoffe dennoch, dass Joshua Kimmich sich noch für die Impfung entscheidet. Die Impfung schützt vor Covid, schweres Covid gefährdet die Spielstärke“, schrieb der Mediziner zu einem Posting mit einem Foto des deutschen Nationalspielers, der als besonders reflektiert gilt.

Positiver Corona-Befund bei Niklas Süle: Druck auf Bayern-Kollege Joshua Kimmich immer größer

Der soziale Druck auf den (immer noch jungen) Bayern-Star ist enorm. Jeder positive Corona-Test in seinem unmittelbaren Umfeld macht den gesundheitlichen Druck zudem noch größer. (pm)

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