Fußballer in der Isolation

Wie der FC Bayern München die Corona-Krise meistert

Ruhe beim FC Bayern: Geisterstadt Säbener Straße.
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Ruhe beim FC Bayern: Geisterstadt Säbener Straße.

Wegen der Corona-Krise ist das Vereinsgelände des FC Bayern München leergefegt - jetzt kommt raus, wie die Kicker in der Isolation trainieren.

  • Wegen der Corona-Krise wird an der Säbener Straße aktuell nicht trainiert.
  • Die Bundesliga* pausiert wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus.
  • Die FC-Bayern*-Spieler trainieren jetzt auf eine spezielle Art.

München - Weit und breit ist niemand zu sehen. Die Säbener Straße gleicht dieser Tage einer Geisterstadt. Auf dem Rasen, wo die Mannschaft von Trainer Hansi Flick* noch vor Kurzem täglich trainierte, weht nunmehr noch ein leises, einsames Lüftchen. Doch die Welt geht weiter – auch in Zeiten von Corona.* 

Sie muss weitergehen. Wie das beim Rekordmeister konkret aussieht, erklären die Verantwortlichen auf der Klub-Homepage des FC Bayern.

Corona-Krise/FC Bayern: Fußball-Stars trainieren im Home Office

Die wichtigste Frage: Welche Home Office-Maßnahmen ergreifen die Stars? Fakt ist: Training in seiner eigentlichen Form ist nicht möglich. 

Ziel ist es, das Fitness-Level der Spieler so gut es geht aufrechtzuerhalten. Zuständig dafür: Professor Dr. Holger Broich.

„Die Fitness kann man im virtuellen Raum mit Funktionsgymnastik, Kraft- und Ausdauertraining gut steuern“, erklärt der Fitnesstrainer des Teams. „Unser erstes ‚Cyber-Training‘ über 90 Minuten hat wunderbar funktioniert. Die Jungs sind mit den Fitness-Erfassungsuhren ausgerüstet. Das heißt, wir bekommen alle relevanten Daten jedes Spielers, wie etwa die Herzfrequenz, auf unsere Monitore an der Säbener Straße.“

FC Bayern in der Corona-Krise: Hansi Flick mahnt eindringlich

Und siehe da: Das Internet-Training scheint den Kickern Spaß zu bereiten. „Alle waren motiviert“, berichtet Flick über die Spieler, die sich nach getaner Arbeit noch mit ihren Kollegen über die Erfahrungen in Isolation austauschten. 

Der Coach weiter: „Wir sind gut präpariert für alles, was kommen könnte – auf die neuen Aufgaben, welche die sich ständig verändernde Lage mit sich bringt. Wir müssen das annehmen, wie alle anderen Menschen in unserem Land auch.“

Coronavirus in Deutschland: Bayern-Boss Rummenigge mit Bitte

In der Chefetage stellt sich derweil die Frage, welche wirtschaftlichen Konsequenzen die Krise hat. 

Doch auch hier ist man guter Dinge: „Der FC Bayern hat sicher gut gewirtschaftet in den vergangenen Jahren, was ihn in die Lage versetzt, auch Krisen zu meistern“, so Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen

Oberstes Ziel ist laut Karl-Heinz Rummenigge aber erst mal nur eines: „Die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.“ Der Vorstandsboss weiter: „Wir müssen hier alle mit Disziplin und Kreativität handeln. Da sich die Situation täglich ändert, werden wir täglich neu entscheiden und bewerten müssen.“ 

Damit irgendwann einmal wieder Leben einkehrt in die Säbener Straße.

Im Video: Die möglichen Transfers des FC Bayern München

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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