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Trotz Bundesliga-Pause: Extra-Schicht für Covid-Patienten - zwei Stars haben frei

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Von: José Carlos Menzel López

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FC Bayern Training Lucas Hernandez (FCB) und Dr Holger Broich
Lucas Hernández ist einer der FCB-Spieler, der am Wochenende eine Extra-Schicht ableisten darf. © Philippe Ruiz / IMAGO

An diesem Wochenende macht die 1. Bundesliga Pause. Auch wenn für den FC Bayern kein Spiel ansteht, haben nicht alle FCB-Spieler frei. Denn für jüngst Corona-Erkrankte stehen Extraschichten an.

München - Was tun, wenn ein spielfreies Wochenende ansteht? Richtig: trotzdem spielen! So geschehen gestern Vormittag an der Säbener Straße, wo die Stars des FC Bayern hinter dem Vorhang ihren allwöchentlichen Spieltag abhielten – angesichts der Zäsur in der Bundesliga nur eben diesmal unter sich.

Der Münchner Cheftrainer Julian Nagelsmann will vermeiden, dass seine Mannschaft aus dem Wettkampfrhythmus kommt, weshalb er seine Schützlinge am Freitag in einem internen Testspiel gegeneinander antreten ließ. Am Wochenende sowie am Montag dürfen die Kicker nun die Beine hochlegen, allerdings nur ein Teil von ihnen. Für Bayerns jüngste Corona-Patienten sind dagegen Extraschichten angesagt.

Extra-Training für FC Bayern-Spieler: FCB-Stars sollen nach Covid-Erkrankung „Rhythmus bekommen“

Die Rede ist von Spielern wie beispielsweise Lucas Hernández oder Dayot Upamecano, die den ersten Teil der Rückrunde aufgrund der Neujahrswelle beim Rekordmeister covidbedingt verpassten. Neun Spieler insgesamt fingen sich das Virus ein und kehrten erst nach und nach in den Trainingsbetrieb zurück, weshalb diese nun das spielfreie Wochenende nutzen sollen, um „Rhythmus zu bekommen“, wie der Coach selbst ankündigte. Akteure wie beispielsweise Robert Lewandowski oder Thomas Müller, die zuletzt häufiger im Einsatz waren, dürfen das runde Leder im Sinne der Belastungssteuerung bis Dienstag außen vor lassen. Vier Tage Trainingsvorbereitung auf das Leipzig-Spiel sollen reichen.

Für Leon Goretzka kommt (allem Anschein nach nicht nur) die Partie gegen die Roten Bullen zu früh. Insgesamt acht Wochen ist der Nationalspieler nun schon verletzt, an mehr als leichte Laufeinheiten ist aktuell – leider – noch nicht zu denken. Die Probleme an der Patellasehne des Ex-Schalkers stellen sich als schwerwiegender heraus als zunächst angenommen. Nagelsmann selbst hatte Mitte Januar noch erklärt, man habe sich bei Goretzka gegen einen operativen Eingriff entschieden und setze auf „medikamentöse Therapie und ein Aufbautraining, das wir sukzessive über zwei Wochen steigern“. Diese sind nun bereits verstrichen, eine Steigerung ist bis dato kaum erkennbar. Nicht auszuschließen, dass sich der 26-Jährige doch noch unters Messer legen muss.

Ausfall von Goretzka: Chancen für Tolisso, Sabitzer und Co.

Immerhin: Corentin Tolisso hat den Ausfall des Leistungsträgers genutzt, um sich auf der Doppelsechs neben Joshua Kimmich zu etablieren und mit zuletzt starken Leistungen für eine Verlängerung seines zum Ende der Saison auslaufenden Vertrags zu empfehlen. Zwei Tore erzielte der Franzose in seinen letzten zwei Einsätzen für die Bayern. Ebenfalls in gewisser Weise „Profiteure“ des Goretzka-Ausfalls sind Marc Roca und Marcel Sabitzer, auf die Nagelsmann seit Rückrundenbeginn ebenfalls verstärkt zugreift. Und wohl auch bis auf Weiteres noch zugreifen wird. (lop)

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