Rekordmeister arbeitet an Einlass-Konzept

Bald schon „halbe“ Geisterspiele? Nach Leipzig plant auch der FC Bayern Fußball mit Fans - Söder skeptisch

Mit Mundschutz wegen Corona: Manuel Neuer
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Mit Mundschutz wegen Corona: Manuel Neuer

Hoffnung für Fußball-Fans: Planungen für eine Teil-Rückkehr in die Stadien laufen - auch beim FC Bayern München. Ministerpräsident Söder ist allerdings verhalten.

  • Der FC Bayern München will Geisterspielen in der Corona-Krise ein Ende setzen.
  • Das Team von Coach Hansi Flick arbeitet an mehreren Einlass-Konzepten in Stadien.
  • Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußerte sich auf Anfrage zu den Plänen. 

München - RB Leipzig hat als erster Bundesligist* die Erlaubnis vom zuständigen Gesundheitsamt für eine Rückkehr der Fans in das Stadion in Zeiten der Corona-Pandemie* erhalten. „RB Leipzig hat ein Hygienekonzept vorgelegt, das aus Sicht des Gesundheitsamtes tragfähig und geeignet ist, das Infektionsgeschehen deutlich zu reduzieren“, teilte die Stadt Leipzig am Donnerstag mit: „Aus diesem Grund hat das Gesundheitsamt das Hygienekonzept von RB Leipzig bestätigt.“ 

In der Praxis sieht das so aus: Maximal 20.000 Zuschauer dürfen ins Stadion, es gibt keine Stehplätze und es herrscht natürlich Mundschutz*- und Abstandspflicht.

FC Bayern München in der Corona-Krise: Rummenigge denkt an „stufenweise Stadien-Befüllung“

Auch der FC Bayern* arbeitet derzeit in enger Absprache mit den zuständigen Behörden an einem schlüssigen Konzept, um pünktlich zum Start der neuen Saison wieder vor Zuschauern in der Allianz Arena* spielen zu können. Bereits Anfang Juni sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im vereinseigenen Podcast, dass er sich eine „stufenweise Befüllung der Stadien“ vorstellen könne.

Demnach soll allerdings weit weniger als die Hälfte der Zuschauer-Kapazität genutzt werden können. Normalerweise bietet das Stadion in Fröttmaning Platz für 75.000 Fans. Die genaue Anzahl hängt unter anderem mit der Entwicklung der Neuinfektionen und den dann geltenden Abstandsregeln zusammen. 

FC Bayern München will Geisterspielen ein Ende setzen - mit mehreren Einlass-Konzepten

Darum arbeitet der deutsche Rekordmeister* nach tz-Informationen mehrere Einlass-Konzepte aus. Das betrifft unter anderem die An- und Abreise – die möglichst nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen soll – die Benutzung der Sanitäranlagen und sinnvolle Einschränkungen der Kiosk-Angebote.

Allerdings kommen aus Bayerns Staatsregierung sehr zurückhaltende Signale. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte der tz über eine Stadion-Öffnung: „Das bleibt abzuwarten. Das Konzept der DFL muss genau geprüft werden.“ Söder verfolgt bei den Öffnungen jenseits des Sports einen generell vorsichtigen Kurs, meidet lange Vorankündigungen und plant meist in Schritten von mindestens zwei Wochen. 

Bundesligist RB Leipzig änderte fast heimlich sein Logo - aus Gründen, die Fans nicht gefallen dürften.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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