Abschied vom FC Bayern rückt näher

Transfer-Ziel von David Alaba immer konkreter: Top-Klub will Wunschgehalt zahlen - Verein steigt aus Bieten aus

Die Zeichen zwischen David Alaba und dem FC Bayern stehen auf Trennung. Bei einem Verein verdichten sich die Anzeichen für einen Transfer.

  • David Alaba: Der Abwehrchef wird den FC Bayern München nach dieser Bundesliga-Saison wohl verlassen.
  • Europäische Spitzenvereine sollen sich mit einer Verpflichtung des FCB-Profis beschäftigen.
  • Dabei kristallisiert sich Real Madrid immer mehr als Alabas künftiger Arbeitgeber heraus.

Update vom 27. Dezember, 10.43 Uhr: Das Ziel von David Alaba nach seiner allem Anschein nach im Sommer endenden Zeit beim FC Bayern verdichtet sich immer mehr. Wie das Sportportal The Athletic schreibt, befindet sich Real Madrid im Rennen um den Österreicher in der Pole Position.

Laut dem Portal soll der spanische Spitzenklub bereit sein, Alaba das geforderte Gehalt zu zahlen. Bereits einige Tage zuvor hatte die Marca gemeldet, dass der Transfer Alabas zu Real „im Ofen“ sei. Medienberichten zufolge soll dem Abwehrspieler ein jährliches Salär von rund 20 Millionen Euro vorschweben.

Diese Forderung könnte auch einen anderen Topklub dazu bewogen haben, aus dem Rennen auszusteigen. Denn wie The Athletic weiter berichtet, soll Manchester United, das ebenfalls Interesse an einer Verpflichtung Alabas gehabt haben soll, sein Bieten aufgegeben haben.

Nach Real offenbar auch ManU dran - FCB-Boss hat mit Alaba abgeschlossen: „Roten Teppich eingerollt“

Update vom 23. Dezember, 21.52 Uhr: Es ist nicht weiter überraschend, dass pünktlich zur Weihnachtszeit Meldungen aus Spanien aufschlagen, die ein Interesse von Real Madrid an FC-Bayern-Star David Alaba kolportieren. Immerhin darf Pini Zahavi in seiner Funktion als Spielerberater von Alaba ab 1. Januar offiziell mit Klubs über einen Wechsel verhandeln.

Den Anfang machte die spanische Zeitung Marca (siehe unten), einen Tag vor Heiligabend legte der englische Daily Star nach: Manchester United locke Alaba mit einem Jahresgehalt von umgerechnet mehr als 13 Millionen Euro netto. Solche Meldungen freuen freilich Zahavi, denn: Mehrere Interessenten bedeuten mehr finanziellen Verhandlungsspielraum für seinen Mandanten.

FC Bayern: Abschied wahrscheinlich - Alaba peilt mit Kollegen sechsten Titel in Folge an

Der beim FC Bayern in Ungnade gefallene Leistungsträger hat sich zu dieser Thematik einen Maulkorb verpasst. „Zu dem Thema habe ich schon viel gesagt und möchte dem eigentlich nichts mehr hinzufügen“, sagte er der österreichischen Nachrichtenagentur APA und betonte: „Ich bin froh, Teil dieser Mannschaft zu sein. Ich habe Vertrag bis Sommer und wir haben uns als Team hohe Ziele gesetzt, die ich erreichen will.“

Zumeist gute Leistungen, dennoch beim FC Bayern in Ungnade gefallen: David Alaba im Spiel gegen Leverkusen.

Eines dieser Ziele ist der Sieg bei der Klub-WM in Katar im Februar, um den sechsten Titel in Folge perfekt zu machen. Die FIFA veröffentlichte nun kurz vor Weihnachten den Turnier-Plan: Als amtierender Champions-League-Sieger steigt der FC Bayern direkt ins Halbfinale am 8. Februar ein. Die Partie findet im Ahmad Bin Ali Stadium statt. Der Gegner wird am 19. Januar ausgelost.

Pikant: Der Triple-Sieger bleibt trotz Mammut-Belastung in jedem Fall bis zum 11. Februar im Wüsten-Staat, weil beim Turnier auch Platz drei ausgespielt wird.

David Alaba vom FC Bayern: Oliver Kahn schließt mit Verbleib in München ab

Update vom 23. Dezember, 10 Uhr: Der Abschied von David Alaba vom FC Bayern München nach zwölf Jahren nach dieser Saison nimmt immer mehr konkretere Konturen an.

Anfang dieser Woche berichtete die spanische Marca, dass ein Transfer zu Real Madrid so gut wie sicher sei. Jetzt hat einer der Bosse von der Säbener Straße in München offensichtlich mit einem möglichen Verbleib des Österreichers beim Bundesliga-Riesen abgeschlossen.

„Die Haltung des Vereins ist klar. Wir haben David Alaba den roten Teppich ausgerollt und sind an unsere Grenzen gegangen. David und speziell sein Berater Pini Zahavi sind nicht über diesen roten Teppich gegangen. Also haben wir ihn irgendwann wieder eingerollt“, sagte Vorstandsmitglied Oliver Kahn im Interview der Sport Bild (Printausgabe) - und meinte auf Nachfrage, ob der Teppich nochmal ausgerollt werden könnte: „Ich wüsste im Moment nicht, wie das passieren sollte.“

David Alaba: Abwehrchef des FC Bayern ist Österreichs Fußballer des Jahres

Die Vereinsseite habe alles versucht, „um David zu überzeugen, beim FC Bayern zu verlängern“, erzählte der einstige Torwart weiter: „Natürlich schmerzt es, ihn zu verlieren, nicht nur wirtschaftlich. Aber wir hatten uns Limits gesetzt, und das waren keine Corona-Limits. Wenn Berater nicht wahrhaben wollen, dass wir uns in einer Zeit befinden, die für den ganzen Fußball sehr schwierig ist und sehr existenziell werden kann, dann entsteht so eine Situation.“

Die Situation gestaltet sich aktuell wie folgt, dass der 28-jährige Wiener schon in ein paar Monaten nicht mehr im Kader des deutschen Rekordmeisters stehen wird.

Vorstandsboss des FC Bayern: Oliver Kahn.

FC Bayern: Alaba-Entscheidung zum Jahresanfang? Österreicher äußert sich zurückhaltend

Erstmeldung vom 23. Dezember: München - Während Robert Lewandowski die Weltfußballerwahl für sich entschied, hat sein Teamkollege David Alaba in seiner Heimat wenig überraschend zum siebten Mal die Wahl zum Fußballer des Jahres gewonnen.

Wie es um seine Zukunft steht, wird sich wohl in absehbarer Zeit abzeichnen. Ein Topklub soll wohl gute Aussichten auf eine Verpflichtung des 28-Jährigen im Sommer haben.

Nach den gescheiterten Gesprächen mit dem Abwehrchef Anfang November stehen die Zeichen auf Trennung, Alabas Vertrag läuft im Sommer aus. Ab dem 1. Januar darf Alaba mit Vereinen verhandeln - und das ganz ohne den FC Bayern in Kenntnis zu setzen, wie Sport1 berichtet. FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge bestätigte dies beim „Doppelpass“: „Ab 1. Januar darf er laut Regel einen Vertrag bei einem neuen Verein unterschreiben.“

Im Rahmen der Wahl zu Österreichs Fußballer des Jahres am Dienstag wich Alaba Zukunfts-Fragen aus und antwortete stets behutsam. „Ich weiß, dass das ganze Drumherum dazugehört, aber zu dem Thema habe ich schon viel gesagt und möchte dem eigentlich nichts mehr hinzufügen“, meinte der Bayern-Profi gegenüber der Nachrichtenagentur APA. „Mein persönliches Gefühl hat sich nicht verändert. Ich bin froh, Teil dieser Mannschaft zu sein“, versicherte der gefragte Defensivmann.

FC Bayern: Alaba zu spanischem Spitzenverein? Rummenigge mit deutlicher Botschaft

Gerüchte um einen ablösefreien Wechsel zu verschiedenen Topklubs wie Juventus Turin oder einem Klub aus der Premier League gab es in den letzten Monaten zuhauf. Doch ein Verein soll derzeit die beste Ausgangslage im Poker mit Alabas Beratern haben. Wie die spanische Sportzeitung Marca berichtet, soll ein Vertrag zwischen Alaba und Real Madrid bereits „im Ofen“ - also offenbar abgemachte Sache sein. Für die Spanier, die im Sommer erstmals seit vier Jahrzehnten auf Sparkurs gingen, wäre der Transfer ein absolutes Schnäppchen.

Rummenigge bestätigte im „Doppelpass“ außerdem, dass es keine weiteren Gespräche mehr zwischen den beiden Parteien gegeben hatte, der FC Bayern hätte „alles in die Waagschale gelegt, was möglich war“. Der Vorstandsvorsitzende deutete jedoch an, dass es für Alaba noch nicht zu spät für eine Entscheidung zugunsten der Münchner sei. Doch die Hoffnungen auf eine Wende sind gering. (ajr)

Rubriklistenbild: © Stefan Matzke / sampics

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